Archive für Beiträge mit Schlagwort: zwiebelblumen

Willkommen Frühling! Welcome spring!

Nach dem vielen Regen im Januar/Februar wollen sich die Wettergötter gut mit uns stellen. Der Garten ist grün und voller duftender Blüten, singender Vögel und anderem übermütigem Getier. Nur Rudolf verhält sich still, und das ist gut so! Das Esszimmer haben wir nach draussen verlegt, selbst die Gartendusche ist wieder in Betrieb, stellt euch das vor! Lust auf eine Runde durch den Garten? Kommt mit 🙂

After all the rain in January/February the weather gods seem to be wanting to get in with us. The garden is so green and full of scent and flowers, singing birds and other boisterous creatures. Only Rudolf keeps low and that is just fine with me! We dine in the garden and use even our garden shower, can you believe it! Fancy coming on a ramble? Come along then 🙂

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Cerinthe major Purpurascens kam gut durch den Winter und wird hier im Süden zu dem, was sie eigentlich ist: eine Frühlingsblume. Sowohl in meinem Alpengarten wie in Irland war sie eine Sommerblume.

Cerinthe major Purpurascens came well through the winter and is turning into the spring flower it is meant to be. In both my mountain garden and in Ireland it very much used to be a summer flower. _MG_1174-0246

Acacia dealbata_MG_1114-0246

Einer meiner Lieblingsplätze unter der Weide…am Hang dahinter wird sich bald meine englische Narzissenwiese entfalten. Watch this space!

One of my favourite places underneath the willow…on the slope behind my English daffodil meadow will work its magic soon. Watch this space!_MG_1118-0246

Fritillaria persica hat heuer viel Nachwuchs…  /  Fritillaria persica has lots of babies this year…_MG_1123-0246

Die Farben der Ranunkel werden jedes Jahr bezaubernder…hier mit Nasella tenuissima.

The colours of Ranunculus get more beautiful every year…here with Nasella tenuissima._MG_1128-0246

Scilla siberica Spring Beauty_MG_1141-0246

Ich liebe Euphorbia characias…spritzig, frisch, wie eine limettengrüne Woge, die mich mitreisst!

I love Euphorbia characias…refreshing, like a limegreen wave carrying me away!_MG_1120-0246

Magnolia stellata Waterlily & Helleborus_MG_1124-0246

Wer kann dem Charme von Hornveilchen widerstehen? Süsse Gestalten

Who can resist the charm of Viola cornuta? Dear little things_MG_1136-0246

Letztes Jahr verliebte ich mich in Crocus Yalta und habe im Herbst nochmals eine Ladung vergraben. Sind sie nicht schön?

Last year I fell in love with Crocus Yalta and planted another lot in autumn. Aren’t they beautiful?_MG_1146-0246

Stachyurus praecox unterpflanzt mit Chionodoxa forbesii Blue Giant

Stachyurus praecox underplanted with Chionodoxa forbesii Blue Giant_MG_1156-0246

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Chionodoxa forbesii Blue Giant_MG_1151-0246

Ribes sanguineum King Edward_MG_1173-0246

Ein letzter Blick auf Magnolia x loebneri Leonard Messel

Last glimpse of Magnolia x loebneri Leonard Messel_MG_1190-0246

Heute ist zwar erst Donnerstag, aber ich wünsche euch allen dennoch ein wunderbares Wochenende!

Today is only Thursday but I wish you all a wonderful weekend!

Mainau im Frühling

Der Rasen ist eine heikle Sache. Vor allem Männer haben oft ein Faible für ihn, sind gar besessen (mein Mann ist eine glückliche Ausnahme) und schreiben sich auf ihre Fahne: smaragdgrüner, makelloser Teppich, und wehe, es traut sich ein Kraut rein, was hier nichts verloren hat… Am Anfang meines Gärtnerlebens, ich gestehe es schamhaft, habe auch ich Stunden, nein Tage mit Vertikutieren, Aerifizieren und dergleichen zugebracht. Bis zum Umfallen! Es hört sich wie Sado-Maso an? Genau so ist es und -meines Erachtens- ist es nicht mehr zeitgemäss! War es das jemals? Das Geld für Unkrautvertilger und Dünger kann man wesentlich klüger investieren (z.B. in Pflanzen und Gartenbücher). In der Zeit, in der ich mühevoll das Moos bekämpft und unschuldige Löwenzähner ausgestochen habe (mea culpa), hätte ich die dollsten Beete à la Oudolf anlegen oder Wildkräuter-Rezepte ausprobieren können. Nur fehlte mir danach einfach die Kraft. Schlapp hing ich mit schmerzendem Rücken in den Polstern, zu schwach selbst zum Träumen. In unserem irischen Garten triumphierte das Moos sowieso und schlug sich selbstherrlich auf die Schultern, als ich mich spät abends -nach der Rasenkur- gebeugt davon machte. Zu jener Zeit träumte ich von einem Garten in Japan, wo Moos nicht als Staatsfeind betrachtet und gekillt sondern angebetet wird! In unserem Schweizer Berggarten wollte ich mir das nicht mehr antun (schliesslich wird man weise…oder sollte es zumindest werden). Dennoch mussten wir Rasen neu säen, und es sieht einfach nicht okay aus, wenn sich frech Wegerich und Löwenzahn breit machen. Das liegt aber nicht an ihnen per se, sondern an den Saatgutmischungen, die sich puristisch zeigen. Voilà, so fand ich mich nach kurzer Zeit wieder auf den Knien und entfernte die rosettenbildenden Wildkräuter…dabei hätte ich in der Zeit viel besseres tun können. Nun, in meinem neuen Garten, sieht die Sache ganz anders aus: Der Rasen ist voller Wildkräuter und ein Traum! Vor einigen Tagen mähte ich zum ersten Mal den wilden Rasen und fuhr in trunkenen Schlangenlinien, um die herzigen Gänseblümchen, Schlüsselblumen, Günsel, Margeriten & Co. zu verschonen. Zum Glück haben wir keine Nachbarn, sonst hätte es gleich geheissen, ich habe wohl den Apéro zu früh genossen :).

IMG_7996  Ist’s das Alter oder die ersehnte Weisheit, keine Ahnung. Ich habe ein entspannteres Verhältnis zum Garten und geniesse meine Wildblümchen. Erst jetzt las ich in Gardens Illustrated, dass die Liebe zum naturalistischen Garten mit dem Alter einher geht. Ob das stimmt? Im Obstgarten haben wir viele Orchideen und Wildblumen aller Art. Letzten Herbst pflanzte ich dort eine unanständige Menge Blumenzwiebeln (der Anblick der Rechnung verursacht mir heute noch Schwindel), vor allem Narzissen und Camassia. Bis zur Mahd im Juli mähe ich geschwungene Wege durch das hohe Gras, so können sich alle Blumen versamen oder Kraft schöpfen für das nächste Jahr (Zwiebelblumen). Ich habe keinerlei Stress und nur Freude, wenn ich täglich meine Runden drehe, dem Summen der Insekten zuhöre und die Schmetterlinge beobachte, die freudig von Blüte zu Blüte torkeln…ein Rasen ohne irgendwelche Blüten (oder „Unkräuter“) ist wenig verlockend für sie, und wenn ich es recht überlege, auch nicht für mich. IMG_8204Mein nächstes Projekt ist das Auswildern von Tulpen im Obstgarten (die roten Tulpen im Bild habe ich auf der Mainau aufgenommen) – ich finde das wunderschön, ihr nicht?

The lawn is a delicate subject. Usually men have a weak spot for lawns or rather an obsession with it (I’m glad to say my husband is an happy exception), and so they strive after the perfect, neat and emerald green carpet and woe betide the poor wildflower that dares to take up residence…At the beginning of my life as a gardener, I admit rather shamefacedly, I spent long hours, even days thatching, spiking the lawn…until I was ready to drop. Sounds like sadomasochism? That’s what it is and it’s not appropriate any longer. Was it ever? The money for weedkiller and fertiliser can be invested much more cleverly (e.g. more plants, more garden books). During the time spent on fighting the moss and pulling out innocent dandelions (mea culpa), I could have made the most wonderful borders à la Oudolf or tasty dishes with dandelions et al. I was just lacking energy afterwards. I was sitting in my armchair, back’s hurting, even too weak to dream. Anyway, moss triumphed every time in our Irish garden. In those days I dreamt of having a garden in Japan where moss is not considered an enemy of the state and killed but cherished! Then,  when we made our Swiss garden, I swore this wouldn’t happen again (eventually we all get wiser or should do). But we had to make a lawn and it just didn’t look right when plantain and dandelion started to make themselves at home. It’s not their fault but the fault of the seed mixtures being on a purist trip. Before too long I  found myself back on my knees removing the rosette-forming so called weeds…when I could have done much more interesting things. Now, in my new garden things are different: The lawn is full of wildflowers and I love it! A couple of days ago I mowed my wild lawn for the first time and swerved about to avoid all these cute daisies, cowslip primulas, ox-eye daisies and common bugle. Just as well we don’t have neighbours otherwise they’d have thought I had an early sundowner :). Is it old age or wisdom, I don’t know. Only yesterday I read in Gardens Illustrated that a love of naturalized gardens may be a symptom of age. Is that so? I have a rather relaxed relationship with my garden and I’m thoroughly enjoying my wildflowers. In the orchard we have masses of orchids and wildflowers of all sorts. Last autumn I planted an indecent amount of bulbs (the invoice is still making me dizzy), mostly narcissi and camassia. Up to July when we cut the grass I only mow meandering paths, thus allowing the flowers to seed or bulbs to build up nutrients for next year. No more stress, only joy when I go for my daily stroll, listening to the humming of the insects and watching the butterflies flittering happily from flower to flower. A lawn without any flowers isn’t a bit tempting for them, and come to think of it, neither for me. My next project is naturalizing tulips in the orchard (the pic with the red tulips was taken on Mainau in Lake Konstanz) – I think this looks pretty stunning, doesn’t it?

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Keine Zeit des Jahres lädt so sehr zum Schrumpfen ein wie der Frühling. Es ist die Zeit der Zwerge, und damit meine ich keinesfalls Plastik-Gartenzwerge sondern die allerliebsten Winzlinge, die ihren Charme nun in unseren Gärten versprühen…und damit nicht geizen! Letzten Herbst habe ich 1500 Zwiebelblumen verbuddelt; zum Glück hatte der Boden (Lehm)  gerade die richtige Feuchtigkeit, und schwupps war die Aktion beendet. Ich war selbst überrascht, wie schnell es ging. Bei Lehmböden muss man den richtigen Moment abwarten, bevor man irgendetwas pflanzt: Ist es zu trocken, meint man auf Beton zu hacken, ist es zu feucht, werden Gummistiefel und Spaten zu tonnenschweren Gewichten, die man nicht mal im Gym anrühren würde (also ich gehe nicht in den Gym und freue mich an der körperlichen Ertüchtigung in unserem Garten). Mein Übermut bei der Zwiebelblumenbestellung (ich werde dabei von meinen blühenden Fantasien davongetragen…) und der anschliessende Fleiss beim Setzen der kleinen Schätzchen werden nun reich belohnt. In der Auffahrt unter den Hortensien und der Scheinhasel (Corylopsis spicata) breitet sich ein pastellfarbener Blütenteppich aus: Crocus chrysanthus „Cream Beauty“, „Snowbunting“, die hinreissenden Elfenkrokusse C. tommasinianus „Lilac Beauty“, „Roseus“ und „Whitewell Purple“, Crocus „Yalta“ (fantastisch mit zwei Lilatönen) und einige safrangelbe, namenlose Exemplare als Highlights. Mini-Narzissen sorgen für sonnige Inseln, die ersten Blausternchen (Scilla siberica „Spring Beauty“) strecken ihre kräftigblauen Büten hervor. All diese Zwiebelblumen versamen sich bereitwillig und eignen sich zum Verwildern. Der Frühling steht vor der Tür! Das bestätigen auch die Vögel, die sich verliebt hinterher flitzen und uns Gärtner an ihren Ständchen teilhaben lassen. Nun kommt das Schrumpfen (von meinem Lieblings-Gartenschriftsteller Beverley Nichols bereits vor Jahrzehnten empfohlen): Nur auf dem Bauch liegend lässt sich die zarte, unaufdringliche Schönheit der ersten Frühlingsboten wirklich schätzen! Probiert es aus, es offenbart wunderbare Welten! Ich verbringe in letzter Zeit viele Stunden in der Horizontalen, um die Vielfalt des Frühlingsgartens mit der Kamera festzuhalten – ich liebe es! Im Obstgarten habe ich neben verschiedenen Narzissen Prärielilien (Camassia quamash u. C. cusickii) gesetzt, aber sie blühen erst später. Der Obstgarten ist jedes Jahr ein Meer von Wildblumen (sehr viele Orchideenarten) und wird mit den Zwiebelblumen bestimmt sehr malerisch aussehen. Bis zur ersten Mahd im Juli mähe ich mit dem Rasenmäher schmale, geschwungene Wege. Das sieht romantisch aus, und es ist ein Genuss für die Sinne, dort zu gehen, zu verweilen und Teil zu werden von der Natur. Ist der Frühling nicht eine tolle Zeit?

Spring is the time to shrink. Time of gnomes, and here I don’t talk about ugly plastic gnomes but the lovely dwarfs for whose charms we gardeners fall so easily. Last autumn I planted 1500 bulbs; our loamy soil had just the right amount of moisture and the job was done in no time. I was actually surprised how quickly it was done. If you garden on loam you have to wait for the right time before you do anything: Too dry and you feel like digging in concrete, too damp and your wellies and spade turn into heavy weights you’d never even consider touching in the gym (I’d never go to such a place, feel I have my share of healthy excercise in our garden). My high spirits at the time of placing my bulb order (don’t we all get carried away at times…) and my diligence when it came to planting all these treasures are now amply rewarded. In the drive underneath the hydrangeas and winterhazel (Corylopsis spicata) a pastel-coloured carpet of crocuses unfolds: Crocus chrysanthus „Cream Beauty“, „Snowbunting“, the delightful Tomasini’s crocus C. tommasinianus „Lilac Beauty“, „Roseus“ and „Whitewell Purple“, Crocus „Yalta“ (terrific with two shades of violet) and a few saffron-yellow, unnamed specimens as highlights. Miniature narcissus create sunny islands, the first star-like, deep blue flowers of Scilla siberica „Spring Beauty“ are peeping out. All these bulbs naturalize easily. Spring is on our doorstep! The birds confirm it, chasing each other, madly in love and filling the air with their song. Back to the shrinking though (one of my favourite garden writers, Beverley Nichols, recommended this decades ago): Only flat down on your belly the subtle, fragile beauty of these heralds of spring can be appreciated. See for yourselves and it will open up a new, wonderful world! These days I spend a lot of my time „flat out“ to capture the fleeting beauty of the spring garden with my camera – and I love it! In the orchard I planted various late flowering narcissi along with Camassia quamash and C. cusickii. Every year the orchard is a sea of wildflowers (with a lot of different orchid species) and will be very pictorial. Up to the first mowing in July I just go through with the lawnmower creating winding paths. That looks romantic and it’s a pleasure for the senses to walk through, to linger and become part of nature. Isn’t spring a great time?

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