Archive für Beiträge mit Schlagwort: wildlife

Die Nacht verschwindet. Licht ist gut, Dunkelheit ist schlecht. Das kennen wir bereits vom Bibelunterricht, der uns erleuchten und von der Finsternis ins Licht führen wollte. Hört sich auch plausibel an: Wir Menschen meiden instinktiv die Dunkelheit, denn da könnte uns ja etwas auflauern. Deshalb haben wir vor oder in unserer Höhle  früher ein Feuerlein gemacht. Das Jahr 1799 brachte uns schließlich das Gaslicht, Edison schenkte uns 1879 die erste Glühlampe. Elektrisches Licht war wirklich ein Geschenk und machte das Leben einfacher. Zu Beginn setzte man es sparsam ein. Der Kreuzzug zur Beleuchtung des Planeten fing erst später an. Edison kam zu seiner Zeit noch in den Genuß dunkler Nächte. Er hat die Milchstraße noch gesehen, der Glückspilz. Heute sieht ein Drittel der Menschen diese nämlich nicht mehr, Tendenz steigend. Ein Blick aus dem All auf unseren gebeutelten Planeten zeigt eine erschreckende Entwicklung: 80% der Landmasse ist derart von künstlichem Licht erhellt, dass die Milchstraße –jahrtausendealte Inspiration für Gelehrte und Menschen gleichermaßen– nahezu unsichtbar geworden ist. Davon sind vor allem die „ziviliserten“ Gegenden betroffen, d.h. 99% der Europäer und US-Amerikaner. Eine neue Studie des Light Pollution Science and Technology Institutes hat untersucht, wie es um die nächtliche Finsternis steht. Zu diesem Zweck wurde ein Lichtatlas erstellt. Der neue Atlas ist ein Update von 2001. Beim Blick auf den Atlas ist zu bedenken, dass er blaues und weißes Licht nur bedingt aufzeigt, weil die Satelliten nicht in der Lage waren, es auszumachen, d.h. in Wahrheit ist es also noch viel ernster. Die Ergebnisse sind ernüchternd. Zu den Bedauerswertesten zählen die Bewohner Singapurs  dicht gefolgt von Kuwait und den Arabischen Emiraten. Glücklich dürfen sich im Hinblick auf die Finsternis jene schätzen, die in Zentralafrika, -australien und Madagaskar leben. Die übermäßige Beleuchtung ist nicht nur vollkommen unnötig, sondern auch gefährlich für Fauna, Flora und uns selbst. Wir brauchen Dunkelheit für unsere Gesundheit. Nur im Dunkeln können wir uns regenerieren. Mit dem Einzug ‚energiesparender‘ LED-Lampen wurde alles noch schlimmer. Mit LED leuchtet man bis dato dunkle Ecken zusätzlich aus und scheut sich auch nicht davor, länger zu beleuchten. Es kostet ja schließlich nicht viel, oder? Tatsache ist, dass wir einen sehr hohen Preis bezahlen. Warum? Licht ist eben nicht gleich Licht. Der LED-Chip in der Birne erzeugt blaues Licht, das von einer darüberliegenden Phosphor-Leuchtschicht zum Teil in gelbes Licht umgewandelt wird, was weißes Licht zur Folge hat. Der Blauanteil bewirkt, dass unsere Pupille bei Blendung die Fähigkeit verliert, sich an die Dunkelheit zu adaptieren. Rotes Licht beeinflusst unsere Augen hingegen kaum. Eine Studie zeigt, dass blaues Licht als wesentlich unangenehmer empfunden wird als weißes, obwohl es 20x dunkler ist. Blaues Licht blendet mehr und beeinträchtigt unser Sehvermögen. Wie sieht das nun bei Tieren aus, deren Sinne viel empfindlicher sind? Wo der Mensch drei Farben unterscheiden kann, sehen Vögel z.B. zusätzlich Ultraviolett. Viele Tiere sind in der Lage, polarisiertes Licht wahrzunehmen und können sich so auch bei bedecktem Himmel am Sonnenstand orientieren. Fledermäuse reagieren besonders empfindlich auf ultraviolettes und blaues Licht. Nur ganz wenige Arten kommen mit künstlicher Beleuchtung zurecht. Rotes Licht macht ihnen weniger Probleme. Eine französische Studie zeigt, dass gelbes Licht am wenigsten Schäden bei Tieren anrichtet. Während Fledermäuse und Vögel blaues Licht meiden, werden Insekten angezogen. Das Licht moderner Straßenlampen zieht jede Nacht Milliarden von Insekten in seinen Bann, die dort meist vor Erschöpfung sterben. Das bringt uns zum Insektensterben. Bestimmt haben viele von euch von der deutschen Studie gelesen, die einen Rückgang von 80% bei der Insektenpopulation festgestellt hat. Gleichzeitig spricht man von einem alarmierenden Rückgang der Vogelpopulation. Insekten und Vögel sind schon lange unter Druck: Überbauung, Landwirtschaft, Bevölkerungswachstum, Pestizide… Werden die Insekten weniger, betrifft es natürlich die Vögel. Es scheint, als wollten wir nun den wenigen Überlebenden mit Lichtverschmutzung den Rest geben! Die Pflanzen sollten wir dabei nicht ausser Acht lassen, denn auch sie leiden bei künstlicher Beleuchtung, da sie weniger von Insekten aufgesucht und bestäubt werden. Alles steht miteinander in Verbindung. Wir hängen alle voneinander ab. Viele Menschen haben sich von der Natur entfernt und sehen sich als eigenen, unabhängigen Kosmos. Das ist ein gefährlicher Irrtum! Nun steht Weihnachten vor der Tür. Und ich komme mit meinem Gedöns und fordere weniger Licht. Erinnert ihr euch noch an das Weihnachten eurer Kindheit? Wie heimelig war es mit dem dezent beleuchteten Baum, den Kerzen! Kein Mensch kam damals auf die Idee, vom Gartenzwerg über Balkon und Dach bis zur Thujahecke alles mit blinkenden Lichterketten vollzuhängen. Aber damals hat Weihnachten auch nicht im September angefangen… Wenn ihr im Aussenbereich etwas beleuchten möchtet, bitte ich euch, auf billige, blaue LED-Beleuchtung zu verzichten und z.B. auf Amber-LED auszuweichen, deren Farbtemperatur Kerzenlicht nahe kommt. Eine Farbtemperatur von 3000 Kelvin sollte nicht überschritten werden. Und: Beleuchtet in Maßen! Das ist ein kleiner Schritt, der keinem weh tut. Lasst uns auf Lichtverschmutzung aufmerksam machen und Missstände anprangern. Viele stören sich an Windkraft-Turbinen, alle an Atomkraftwerken, aber irgendwo muss die Energie für unseren horrenden Verbrauch herkommen. Nur wenn wir bewusster dem Konsum (in jeder Hinsicht!) entgegenwirken, können wir einen Unterschied machen. Das bedeutet keineswegs, dass wir bald wieder auf den Bäumen leben müssen, sondern mehr Lebensqualität für alle Lebewesen bei kleineren Rechnungen. Haben wir das Recht, künftigen Generationen den Blick auf das Firmament zu nehmen? Niemals, denn dort liegen unsere Wurzeln. Über die Jahre haben wir diversen unweltschädigenden Stoffen erfolgreich den Kampf angesagt. Lasst uns der Lichtverschmutzung den Kampf ansagen. Wie sieht es bei euch mit der Lichtverschmutzung aus? Könnt ihr noch das Wunder der Sterne erleben?

Interessante Links: Dark Sky Switzerland

International Dark Sky Association

 

The night is disappearing. Light is good, darkness bad. That’s what we learned during bible study that was meant to enlighten and lead us out of the gloom into the light. It makes sense as we fear darkness instinctively as it could harbour danger. That’s why we lit a fire in front of or in our cave not so long ago. The year 1830 finally brought us gas light, then Edison gave us the first light bulb in 1879. Electrical light was truly a gift and made life much easier. In the beginning it was used sparingly. The crusade for the illumination of the planet started much later. Edison himself still had the pleasure of experiencing dark nights. He was able to see the milky way, lucky chap. Today a third of the world’s population cannot see the milky way anymore with this figure set to increase in the future. A view from outer space onto our tormented planet shows a scary trend: 80% of the land mass is so badly affected by man-made illumination that the milky way, that has inspired scholars and humans alike for thousand of years, has almost become invisible. The areas mostly affected are in so called civilized parts of the planet: Europe and USA. A recent study of the Light Pollution Science and Technology Institute has examined nighttime sky quality all over the world. For this purpose a new light atlas was produced which is an update to the one made in 2001. When looking at the atlas, do bear in mind that the satellites were limited in their detection of blue and white light. This means in reality it’s a lot worse. Inhabitants of Singapore, Kuwait and the United Arab Emirates are most affected. Those living in Central Africa, Central Australia and Madagascar can count themselves lucky in this respect. The over the top illumination of our planet is not only completely unnecessary but also dangerous for wildlife, plants and us. We need darkness to stay healthy. Only in the dark are we able to regenerate. Since the introduction of energy-saving LED lights the situation has deteriorated rapidly. Because it’s ‘cheap’ hitherto unlit corners are being illuminated and the duration is being increased regardless. It’s cheap, so why not?! Truth is we pay a very high price. Why? Light is not just light. LED-chips in the bulb create blue light, which is turned into yellow light by a phosphorous luminescent layer resulting in white light. The blue content is responsible for the fact that our pupils lose the ability to adapt to darkness. In contrast red light hardly affects our eyes. A study shows that we’re a lot more uncomfortable with blue light than with white light although it is 20 times darker. Blue light is blinding and affects our vision. What does this mean for animals whose senses are far more sensitive? Where men are able to differentiate three colours, birds for example can detect ultraviolet as well. What’s more, a lot of animals can detect polarized light, which helps them to navigate even when the sky is overcast. Bats react especially sensitive to ultraviolet and blue light. Only very few species can cope with artificial light at all. Red light poses less of a threat. A French study showed that yellow light causes least harm. While bats and birds avoid blue light, insects are magically drawn to it. Modern streetlights attract millions of insects each night exhausting themselves until they perish. This takes us to the dramatic insect decline we are experiencing right now. I suppose some of you have read about the German report that has noted an 80% decline in insect numbers. At the same time they talk about an alarming plunge of the bird population. Insects and birds have been under pressure for a long time: construction, agriculture, population growth and pesticides…fewer insects mean fewer birds. It almost seems as if we’re trying to finish the rest off with light pollution that haven’t so far succumbed to the other threats! We shouldn’t leave plants out of the equation though, because they too suffer from artificial light as fewer insects pass for pollination. Everything is connected. We all depend on each other. A lot of people have drifted further and further away from nature and believe they are an independent cosmos. That’s a dangerous mistake! And now Christmas is not far and I’m coming along demanding less light. Do you remember the Christmas of your childhood? How beautiful it was with a discreetly lit tree and candlelight. In those days nobody even dreamt of spreading ugly blinking fairy lights over everything from garden gnome, balcony and rooftop to every single shrub. But then neither did Christmas start in September… If you want to light up an area in your garden, I gently ask you to avoid cheap LED-lights and take Amber-LED instead whose colour is very close to candlelight. The colour temperature shouldn’t exceed 3000 Kelvin. And illuminate thoughtfully. It’s a small step and it doesn’t hurt. Let us raise awareness for light pollution. A lot of you are against wind turbines, all of you are against nuclear power stations but the energy for our horrendous consumption has to come from somewhere. We can only make a difference if we counteract consumption (in every way!). This doesn’t mean that we’ll have to go back living in trees but it means a better quality of life for all creatures and smaller bills. Do we have the right to deprive future generations of the magic of stars and the milky way? NEVER – because that’s where our roots lie. Over the years we have fought against all sorts of pollution. Let us now fight light pollution. We can make a difference! Are you affected by light pollution? Can you still experience the magic of the stars?

Interesting link: International Dark Sky Association

Vor einigen Tagen hörte ich bei meinem allmorgendlichen Rundgang durch den Garten eine zarte, flehende Stimme, die rief: Oh holde Gärtnerin, willst du mich nicht erlösen? Wie konnte ich widerstehen? Schnell ein Blick über die Schulter, um zu sehen, wo sich mein geliebter Gatte gerade aufhielt…und, das kurz aufwallende schlechte Gewissen abstreifend, machte ich mich auf den Weg zur Quelle der Stimme. Schnell ward sie gefunden: In einem Eimer im Gemüsegarten sass ein hübscher, kleiner Prinz! So eine nette Überraschung, dachte ich für mich. Naja, er gab vor, ein Prinz zu sein, der meinen Garten wählte, um von seinem Los als albern quakender Frosch erlöst zu werden. Mit seinen bernsteinfarbenen Augen blickte er mich treu und lieblich an, seine Haut schillerte in warmen Rottönen. Attraktiv, zweifellos. Ein Indianer? Vielleicht…Ich setzte ihn auf meine Hand -seine Haut war streichelzart- und sah ihm tief in die Augen. In dieses Bürschchen könnte ich mich schon verlieben. Sein Köpfchen keck zur Seite gelegt, sah er mich mit feuchten, herzzereissenden Augen an. Ja, ein zweiter Prinz im Garten wäre nicht schlecht. Er könnte mir hie und da unter die Arme greifen, jäten, giessen…sanft meine Hängematte wiegen und mir zärtliche Worte ins Ohr flüstern, wenn mein anderer Prinz beschäftigt ist und mauert oder sonstwas tut. Ich schwöre, ich war kurz davor, ihn zu küssen, hob ihn hoch…als er plötzlich sagte: Endlich bist du gekommen, ich warte schon die ganze Nacht. Es klang leicht quengelnd, und ich sah ihm nochmals in die herrlich funkelnden Bernstein-Augen, ehe ich ihn sanft ins hohe Gras setzte. Ciao, lieber Prinz, ich bevorzuge deinen Gesang in meiner Wiese. Und wo wären wir überhaupt, wenn auf der Welt lauter Prinzen herumliefen? 🙂

A couple of days ago, on my usual morning tour of the garden, I suddenly heard this gentle, pleading voice that said: Oh fair garden lady, won’t you save me? How could I resist? Quick glance over my shoulder to check where my dear husband was…and, pushing my bad conscience aside, I followed the voice and found its source right away: A prince sat in a bucket in my potager! What a lovely surprise, I said to myself. Well, he pretended to be a prince that had chosen my garden for his salvation. He looked faithfully and lovingly at me with his amber-coloured eyes, his skin gleaming in warm red shades. No doubt very attractive. An Indian perhaps? Maybe… I put him on my hand -his skin was delicate and tender- and looked deep into his eyes. I could easily fall in love with this little chap. He cocked his head to one side and looked again at me with these moist, heart-wrenching eyes. Yes, a second prince wouldn’t go astray in my garden. He could help me here and there…weeding, watering…gently rocking my hammock, whispering soft words in my ear while the other prince is busy, building walls or whatever. I swear, I was just about to kiss him, lifted him up…as he suddenly said: Gee, it took you ever so long to come, I’ve waited all night. It sounded a bit like whining, and I looked again into his beautifully sparkling, amber-coloured eyes before I gently put him into the long grass. Bye, bye, beloved prince, I prefer your song in my meadow. And by the way, where would we be if there were only princes on this planet? 🙂

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Ich weiss nicht, wie es euch ergeht, aber ich kann nie genug bekommen von der Natur, den Wildblumen und all den Tierchen da draussen. Gerne nehme ich euch heute auf einen Ausflug in die Walliser Bergwelt mit…habe mich trotz aller Pflichten frühmorgens und abends davon geschlichen. Sie lohnen sich immer, diese Ausreisser…geniesst es! 🙂

I don’t know how you feel about it but I can never get enough of nature, wildflowers and all the creatures out there. Come along then on a trip to the Swiss mountains…in spite of duties of all sorts I tiptoed away for a bit very early in the morning and in the evening. It’s always worth it…enjoy! 🙂

Morgenstund‘ hat Gold im Mund…

The early bird gets the worm…

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Bedrohliche Wolken zaubern eine dramatische Stimmung…toll, der Schlangenbart (Persicaria bistorta) vor den Schneebergen!

Dark clouds evoke a dramatical mood…great, the common bistort (Persicaria bistorta) with the snow mountains in the background!

_MG_5193-0097 _MG_5186-0097Going wild! 🙂

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Huch, da hat sich jemand eine rosafarbene Kinderstube für seinen Nachwuchs gewählt…in der Annahme, dass dieser weiblich ist? (Schmetterlingseier)

Oops, someone picked a very pink nursery for his/her offspring…assuming they’ll all be girls? (butterfly eggs)

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Orchideen gibt es viele zu sehen…

Plenty of orchids to see…

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Und dann war da noch dieses herzige Geschöpf: die Raupe eines Königskerzen-Mönchs. Ist sie nicht wunderschön? Er tat sich in meinem Garten an Verbascum phoeniceum „Violetta“ gütlich, und ich hatte nicht das Herz, ihn dabei zu stören. Das Alter stimmt wohl milde…

And then there was this cute little thing: the caterpillar of a mullein moth. Isn’t it beautiful? It was happily munching away on Verbascum phoeniceum „Violetta“, didn’t have the heart to disturb it. Age makes me soft maybe…

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In diesem Sinn wünsche ich euch allen eine sonnige, fröhliche Woche!

I wish you all a sunny, happy week!

Die Wiese nähert sich langsam ihrem Höhepunkt. Ich sitze oft inmitten der Blumenpracht und finde mich Auge in Auge mit den bezauberndsten Geschöpfen. Eine besondere (Licht)Stimmung herrscht am frühen Morgen oder gegen Abend. Kann eine Wiese laut sein? Oh ja, denn die Grillen produzieren einen Schalldruck von bis zu 100 Dezibel. Wahnsinn! Warum sie bei der Partnersuche nicht taub werden? Weil sie beim Zirpen (oder Schrillen, was nicht von ungefähr kommt) die Ohren auf Durchzug stellen, ganz schön clever, nicht?! Neuronen senden eine Nachricht an die Nervenzellen des Gehörs: Klappen zu. Nur in den gesanglosen Momenten öffnen sie ihre Ohren wieder. Die Pracht unserer Wiese und deren Bewohner bedarf nicht vieler Worte, und so teile ich nun ein paar Sternstunden oder -momente der letzten Tage mit euch…

The meadow is about to reach its peak. I often sit among the flowers and find myself eye to eye with the most awesome creatures. Early morning and late afternoon evokes a special mood and of course, the light’s so much better too. Can a meadow be noisy? Oh yes, because crickets produce up to 100 decibel. Crikey! Why do they not turn deaf during their search for the perfect mate? While chirping they go literally deaf, very clever isn’t it?! Neurons send a message to the nerve cells of the ear: close up. They only open again during quiet moments. The splendour of our meadow is such that it doesn’t need many words, and so I’m going to share a few great moments with you…

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Blick vom Haus auf Wiese, Teich und liebliche Aveyron-Hügel. Und dann tauchen wir ein in eine andere Welt…

View from house onto meadow, pond and the lovely Aveyron hills. And then we dip into another world…

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Tolle Aussichtsplattform!

Great viewing platform!

 

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Da ist’s aber auch nicht schlecht!

That’s not bad either!

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Viel gemütlicher (und wärmer!) ist’s, wenn man sich zusammen schnuckelt…Liebe ist schön.

Much more comfy (and warmer too) to snuggle up…Love’s a wonderful thing.

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Da versucht sich jemand zu verstecken, aber dem Auge eines Fotografen entgeht nichts so schnell… 🙂

Someone’s trying to hide, but it’s not easy to escape the photographer’s eye… 🙂

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Pas de deux…

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Was für ein herrliches Schwalbenschwänzchen! Es hat mir den Morgen unendlich versüsst!

What a magnificent swallowtail! It really made my day!

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Here’s looking at you, kid 😉

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Manche bevorzugen ein zeitiges Frühstück…

Some prefer an early breakfast…

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Ich wünsche euch allen eine sonnige Woche mit spannenden Begegnungen!

I wish you all a sunny week with exciting encounters!

 

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Seit ein paar Tagen hört man sie wieder fröhlich Quaken und Plantschen – die verliebten Teich- und Seefrösche! Unten durch das wilde, verwunschene Tal schlängelt sich der Fluss Aveyron. Die Wiesen sind im Winter zeitweise überflutet und ein El Dorado für Frösche (und Reiher, aber von denen sprechen wir heute nicht 😉 ). Der Teichfrosch legt zwischen 500-5000 Eier, die auf den Gewässergrund sinken; der Seefrosch legt bis zu 10000 (Hut ab!) zwischen die Wasserpflanzen. Selbstredend mausern sich nicht alle zu putzigen, liebenswerten Fröschen, aber immerhin. Haben es die kleinen Kaulquappen einmal geschafft, heisst es Aufpassen…Gefahren lauern überall, und die Franzosen sammeln nicht nur Schnecken, sondern sind auch Froschschenkeln gegenüber nicht abgeneigt. Frösche wiederum ernähren sich von Insekten, Schnecken (voilà!), Würmern, Gliederfüsslern – diese werden -zack!- mit der Zunge im Ruhezustand oder im flotten Sprung gepackt und verschlungen. Bislang leben in unserem Garten Kröten, aber nun, da wir den Tümpel vergössert haben, hoffe ich wild auf eine freche Froschpopulation, die uns nachts ein Ständchen bringt (unser Haus steht ein gutes Stück entfernt, von daher sollte es ein gedämpftes Vergnügen werden). Wir sind gespannt!

You can hear them for the past few days, happily croaking and splashing – the frogs are in love! The river Aveyron is meandering through our wild, enchanted valley. The meadows are sometimes flooded during winter and are a true El Dorado for frogs (and herons for that matter, but we won’t talk about them today 😉  ). The common frog lays between 500 and 5000 eggs which sink to the ground; the marsh frog however lays up to 10000 eggs (fair play to him!) between the water plants. Of course not all of them develop into cute, amiable frogs, but nevertheless. Once the small tadpoles make it that far, they have to be on their guard…danger is lurking everywhere, and the French do not only collect snails but are quite fond of frog legs too. Frogs in turn eat insects, snails/slugs (voilà!), worms, arthropods – they are being caught with their tongue, either while resting or jumping. We have toads in our garden, but now that we have enlarged the pond I look forward to a cheeky frog population serenading at night (our house is a fair bit away, so it should be a muted pleasure).  Can’t wait!

Jardin botanique William Aviolat St. Triphon

Mainau im Frühling

Der Rasen ist eine heikle Sache. Vor allem Männer haben oft ein Faible für ihn, sind gar besessen (mein Mann ist eine glückliche Ausnahme) und schreiben sich auf ihre Fahne: smaragdgrüner, makelloser Teppich, und wehe, es traut sich ein Kraut rein, was hier nichts verloren hat… Am Anfang meines Gärtnerlebens, ich gestehe es schamhaft, habe auch ich Stunden, nein Tage mit Vertikutieren, Aerifizieren und dergleichen zugebracht. Bis zum Umfallen! Es hört sich wie Sado-Maso an? Genau so ist es und -meines Erachtens- ist es nicht mehr zeitgemäss! War es das jemals? Das Geld für Unkrautvertilger und Dünger kann man wesentlich klüger investieren (z.B. in Pflanzen und Gartenbücher). In der Zeit, in der ich mühevoll das Moos bekämpft und unschuldige Löwenzähner ausgestochen habe (mea culpa), hätte ich die dollsten Beete à la Oudolf anlegen oder Wildkräuter-Rezepte ausprobieren können. Nur fehlte mir danach einfach die Kraft. Schlapp hing ich mit schmerzendem Rücken in den Polstern, zu schwach selbst zum Träumen. In unserem irischen Garten triumphierte das Moos sowieso und schlug sich selbstherrlich auf die Schultern, als ich mich spät abends -nach der Rasenkur- gebeugt davon machte. Zu jener Zeit träumte ich von einem Garten in Japan, wo Moos nicht als Staatsfeind betrachtet und gekillt sondern angebetet wird! In unserem Schweizer Berggarten wollte ich mir das nicht mehr antun (schliesslich wird man weise…oder sollte es zumindest werden). Dennoch mussten wir Rasen neu säen, und es sieht einfach nicht okay aus, wenn sich frech Wegerich und Löwenzahn breit machen. Das liegt aber nicht an ihnen per se, sondern an den Saatgutmischungen, die sich puristisch zeigen. Voilà, so fand ich mich nach kurzer Zeit wieder auf den Knien und entfernte die rosettenbildenden Wildkräuter…dabei hätte ich in der Zeit viel besseres tun können. Nun, in meinem neuen Garten, sieht die Sache ganz anders aus: Der Rasen ist voller Wildkräuter und ein Traum! Vor einigen Tagen mähte ich zum ersten Mal den wilden Rasen und fuhr in trunkenen Schlangenlinien, um die herzigen Gänseblümchen, Schlüsselblumen, Günsel, Margeriten & Co. zu verschonen. Zum Glück haben wir keine Nachbarn, sonst hätte es gleich geheissen, ich habe wohl den Apéro zu früh genossen :).

IMG_7996  Ist’s das Alter oder die ersehnte Weisheit, keine Ahnung. Ich habe ein entspannteres Verhältnis zum Garten und geniesse meine Wildblümchen. Erst jetzt las ich in Gardens Illustrated, dass die Liebe zum naturalistischen Garten mit dem Alter einher geht. Ob das stimmt? Im Obstgarten haben wir viele Orchideen und Wildblumen aller Art. Letzten Herbst pflanzte ich dort eine unanständige Menge Blumenzwiebeln (der Anblick der Rechnung verursacht mir heute noch Schwindel), vor allem Narzissen und Camassia. Bis zur Mahd im Juli mähe ich geschwungene Wege durch das hohe Gras, so können sich alle Blumen versamen oder Kraft schöpfen für das nächste Jahr (Zwiebelblumen). Ich habe keinerlei Stress und nur Freude, wenn ich täglich meine Runden drehe, dem Summen der Insekten zuhöre und die Schmetterlinge beobachte, die freudig von Blüte zu Blüte torkeln…ein Rasen ohne irgendwelche Blüten (oder „Unkräuter“) ist wenig verlockend für sie, und wenn ich es recht überlege, auch nicht für mich. IMG_8204Mein nächstes Projekt ist das Auswildern von Tulpen im Obstgarten (die roten Tulpen im Bild habe ich auf der Mainau aufgenommen) – ich finde das wunderschön, ihr nicht?

The lawn is a delicate subject. Usually men have a weak spot for lawns or rather an obsession with it (I’m glad to say my husband is an happy exception), and so they strive after the perfect, neat and emerald green carpet and woe betide the poor wildflower that dares to take up residence…At the beginning of my life as a gardener, I admit rather shamefacedly, I spent long hours, even days thatching, spiking the lawn…until I was ready to drop. Sounds like sadomasochism? That’s what it is and it’s not appropriate any longer. Was it ever? The money for weedkiller and fertiliser can be invested much more cleverly (e.g. more plants, more garden books). During the time spent on fighting the moss and pulling out innocent dandelions (mea culpa), I could have made the most wonderful borders à la Oudolf or tasty dishes with dandelions et al. I was just lacking energy afterwards. I was sitting in my armchair, back’s hurting, even too weak to dream. Anyway, moss triumphed every time in our Irish garden. In those days I dreamt of having a garden in Japan where moss is not considered an enemy of the state and killed but cherished! Then,  when we made our Swiss garden, I swore this wouldn’t happen again (eventually we all get wiser or should do). But we had to make a lawn and it just didn’t look right when plantain and dandelion started to make themselves at home. It’s not their fault but the fault of the seed mixtures being on a purist trip. Before too long I  found myself back on my knees removing the rosette-forming so called weeds…when I could have done much more interesting things. Now, in my new garden things are different: The lawn is full of wildflowers and I love it! A couple of days ago I mowed my wild lawn for the first time and swerved about to avoid all these cute daisies, cowslip primulas, ox-eye daisies and common bugle. Just as well we don’t have neighbours otherwise they’d have thought I had an early sundowner :). Is it old age or wisdom, I don’t know. Only yesterday I read in Gardens Illustrated that a love of naturalized gardens may be a symptom of age. Is that so? I have a rather relaxed relationship with my garden and I’m thoroughly enjoying my wildflowers. In the orchard we have masses of orchids and wildflowers of all sorts. Last autumn I planted an indecent amount of bulbs (the invoice is still making me dizzy), mostly narcissi and camassia. Up to July when we cut the grass I only mow meandering paths, thus allowing the flowers to seed or bulbs to build up nutrients for next year. No more stress, only joy when I go for my daily stroll, listening to the humming of the insects and watching the butterflies flittering happily from flower to flower. A lawn without any flowers isn’t a bit tempting for them, and come to think of it, neither for me. My next project is naturalizing tulips in the orchard (the pic with the red tulips was taken on Mainau in Lake Konstanz) – I think this looks pretty stunning, doesn’t it?

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Gestern sah ich den Film „More than honey“ von Markus Imhoof und nehme ihn als Anlass für diesen ausseregulären Blog. Was hat der Film mit Gärtnern zu tun? 80% aller Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen, somit steht unser aller Überleben in direktem Zusammenhang mit demjenigen der Bienen. Ohne Bienen keine Befruchtung, d.h. kein Gemüse, kein Obst. Einstein erkannte die enorme Wichtigkeit der Bienen bereits vor 60 Jahren, als er verlauten liess, dass der Mensch nach dem Verschwinden der Bienen nur noch vier Jahre zu leben habe. In den letzten 15 Jahren hat der Bienenbestand um 50-90% abgenommen. Ich bin erstaunt, wie wenig Aufmerksamkeit diese Tatsache auf sich zieht. Wahrscheinlich gibt es viel wichtigere Dinge…Chemiekonzerne und Landwirtschaft haben eine derart mächtige Lobby, Bienen -die bereits 60 Mio. Jahre vor uns da waren- eine sehr kleine. Warum sterben die Bienen? Der Film von Markus Imhoof hat die Antworten und zeigt auf schonungslose Art, wie respektlos unser Umgang mit unseren Mitgeschöpfen geworden ist. Das Schicksal der Bienen ist das Schicksal aller Tiere, die den Planeten mit uns teilen. Die Frage ist eigentlich eher: Will irgendjemand die Antworten hören? Es könnte ja ungemütlich für uns werden. Einfacher ist es, weiter vor sich hin zu dämmern. Im Film hiess es einmal, wir hätten unsere Seele verloren. Dies geht Hand in Hand mit dem Verlust jeglichen Mitgefühls, da wir uns als höher gestellte Wesen betrachten. Wir sind mittlerweile derart abgestumpft, dass uns Informationen und Bilder über Missstände -wenn überhaupt- nur kurzzeitig berühren. Wir haben jedoch eine Verantwortung für nachfolgende Generationen. Es ist einfach, Kinder in die Welt zu setzen, aber ist es nicht auch unsere Pflicht, die Erde mit Respekt zu behandeln und jenen, die nach uns kommen, einen lebenswerten Ort zu hinterlassen? Was werden die Kinder von heute einmal essen? Schon heute werden wir beim Verzehr von vermeintlich gesundem Obst und Gemüse (oder Fleisch!) grosszügig mit Giften versorgt. Mit denselben Giften werden unsere fleissigen Helfer, die Bienen, bei ihrer Arbeit eingenebelt. Entweder fallen sie gleich tot um, oder sie verenden später in der Beute. „More than honey“ ist ein kluger, berührender Film und sollte Pflicht-Film für alle Schulen sein. Schaut ihn euch an, geht mit auf eine deprimierende und faszinierende Reise…Ich wünsche mir ein Umdenken, „Um-fühlen“ und die Wiederentdeckung des Respektes für die Natur und ihre Lebewesen. Nicht Wachstumswahn ist die Lösung, sondern eine bessere Lebensqualität für uns alle, Mensch und Tier.

Yesterday I saw the film „More than honey“ by Markus Imhoof and take it as an opportunity for another blog. What’s that got to do with gardening? 80% of all plants depend on bees for pollination, thus our survival is directlly connected to theirs. Without bees no pollination, no veg, no fruit. Einstein understood their immense importance when he said 60 years ago that after the bees are gone, men will only have another four years to live. Over the past 15 years the bee population was reduced by 50-90%. Still I’m flabbergasted of how little this fact is acklowledged. Guess there are just so many other, much more important things…Pharmaceutical/chemical industry and farmers have such a strong lobby, bees -who have been here 60 Mio. years before us- a very small one. Why do bees die? Marcus Imhoof’s film gives the answers and shows ruthlessly how disrespectful our relationship with fellow creatures has become. The fate of the bees is the fate of all animals that share this planet with us. The question is: Does anyone want to hear the answers? Things may turn more uncomfortable as a consquence. It’s a lot easier to go on as before. In the film, a chap says we’ve lost our soul. That goes hand in hand with the loss of compassion, because we consider ourselves as higher creatures. We’re so indifferent that information and pictures showing disgrace/abuse affect us -if at all- only temporarily. But we have a responsibility towards the generations that come after us. It’s easy to make children but isn’t it our duty to treat this planet with respect and leave a beautiful world behind? What are today’s children going to eat some day? Nowadays we’re generously provided with poisons of all sorts when we consume veg/fruit (and meat for that matter). The same poisons are thrown at our busy little helpers, the bees. They then drop dead on the spot or later in the hive. „More than honey“ is an intelligent, deeply touching film and should be compulsory at schools. Go and see it, go on a depressing and fascinating journey…I’d love to see a change in attitude, thinking and feeling and a rediscovery of the respect for nature and its creatures. The craze for growth is not the solution, we should aim for a better quality of life for us all, men and animals.

zeitderreife.wordpress.com/

Meine Bilder, Gedanken und Emotionen

Gartenblog von Pascale

ein Garten in der Ostschweiz voll mit Ideen und Rezepten

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My week to week gardening diary

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Mein Garten erzählt eine Geschichte. Und ich höre zu.

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The World according to Dina

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