Archive für Beiträge mit Schlagwort: wildflowers

Ich weiss nicht, wie es euch ergeht, aber ich kann nie genug bekommen von der Natur, den Wildblumen und all den Tierchen da draussen. Gerne nehme ich euch heute auf einen Ausflug in die Walliser Bergwelt mit…habe mich trotz aller Pflichten frühmorgens und abends davon geschlichen. Sie lohnen sich immer, diese Ausreisser…geniesst es! 🙂

I don’t know how you feel about it but I can never get enough of nature, wildflowers and all the creatures out there. Come along then on a trip to the Swiss mountains…in spite of duties of all sorts I tiptoed away for a bit very early in the morning and in the evening. It’s always worth it…enjoy! 🙂

Morgenstund‘ hat Gold im Mund…

The early bird gets the worm…

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Bedrohliche Wolken zaubern eine dramatische Stimmung…toll, der Schlangenbart (Persicaria bistorta) vor den Schneebergen!

Dark clouds evoke a dramatical mood…great, the common bistort (Persicaria bistorta) with the snow mountains in the background!

_MG_5193-0097 _MG_5186-0097Going wild! 🙂

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Huch, da hat sich jemand eine rosafarbene Kinderstube für seinen Nachwuchs gewählt…in der Annahme, dass dieser weiblich ist? (Schmetterlingseier)

Oops, someone picked a very pink nursery for his/her offspring…assuming they’ll all be girls? (butterfly eggs)

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Orchideen gibt es viele zu sehen…

Plenty of orchids to see…

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Und dann war da noch dieses herzige Geschöpf: die Raupe eines Königskerzen-Mönchs. Ist sie nicht wunderschön? Er tat sich in meinem Garten an Verbascum phoeniceum „Violetta“ gütlich, und ich hatte nicht das Herz, ihn dabei zu stören. Das Alter stimmt wohl milde…

And then there was this cute little thing: the caterpillar of a mullein moth. Isn’t it beautiful? It was happily munching away on Verbascum phoeniceum „Violetta“, didn’t have the heart to disturb it. Age makes me soft maybe…

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In diesem Sinn wünsche ich euch allen eine sonnige, fröhliche Woche!

I wish you all a sunny, happy week!

Die Wiese nähert sich langsam ihrem Höhepunkt. Ich sitze oft inmitten der Blumenpracht und finde mich Auge in Auge mit den bezauberndsten Geschöpfen. Eine besondere (Licht)Stimmung herrscht am frühen Morgen oder gegen Abend. Kann eine Wiese laut sein? Oh ja, denn die Grillen produzieren einen Schalldruck von bis zu 100 Dezibel. Wahnsinn! Warum sie bei der Partnersuche nicht taub werden? Weil sie beim Zirpen (oder Schrillen, was nicht von ungefähr kommt) die Ohren auf Durchzug stellen, ganz schön clever, nicht?! Neuronen senden eine Nachricht an die Nervenzellen des Gehörs: Klappen zu. Nur in den gesanglosen Momenten öffnen sie ihre Ohren wieder. Die Pracht unserer Wiese und deren Bewohner bedarf nicht vieler Worte, und so teile ich nun ein paar Sternstunden oder -momente der letzten Tage mit euch…

The meadow is about to reach its peak. I often sit among the flowers and find myself eye to eye with the most awesome creatures. Early morning and late afternoon evokes a special mood and of course, the light’s so much better too. Can a meadow be noisy? Oh yes, because crickets produce up to 100 decibel. Crikey! Why do they not turn deaf during their search for the perfect mate? While chirping they go literally deaf, very clever isn’t it?! Neurons send a message to the nerve cells of the ear: close up. They only open again during quiet moments. The splendour of our meadow is such that it doesn’t need many words, and so I’m going to share a few great moments with you…

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Blick vom Haus auf Wiese, Teich und liebliche Aveyron-Hügel. Und dann tauchen wir ein in eine andere Welt…

View from house onto meadow, pond and the lovely Aveyron hills. And then we dip into another world…

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Tolle Aussichtsplattform!

Great viewing platform!

 

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Da ist’s aber auch nicht schlecht!

That’s not bad either!

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Viel gemütlicher (und wärmer!) ist’s, wenn man sich zusammen schnuckelt…Liebe ist schön.

Much more comfy (and warmer too) to snuggle up…Love’s a wonderful thing.

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Da versucht sich jemand zu verstecken, aber dem Auge eines Fotografen entgeht nichts so schnell… 🙂

Someone’s trying to hide, but it’s not easy to escape the photographer’s eye… 🙂

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Pas de deux…

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Was für ein herrliches Schwalbenschwänzchen! Es hat mir den Morgen unendlich versüsst!

What a magnificent swallowtail! It really made my day!

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Here’s looking at you, kid 😉

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Manche bevorzugen ein zeitiges Frühstück…

Some prefer an early breakfast…

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Ich wünsche euch allen eine sonnige Woche mit spannenden Begegnungen!

I wish you all a sunny week with exciting encounters!

 

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Um Verwirrungen vorzubeugen, möchte ich gleich klar stellen, dass es sich bei Rudolf und dem Zigeunerknaben (Gipsy Boy) nicht um irgendwelche Liebhaber handelt…dabei verliebe ich mich -vor allem im Sommer- ständig neu…und geniesse es! Das gebe ich frech und frei zu. 🙂 An jeder Ecke in meinem Garten gibt es täglich eine neue Schönheit zu entdecken, und mein Mann drückt gerne beide Augen zu.

Diese Woche war in vieler Hinsicht schlichtweg wunderbar: Der Regen hat sich vor drei Tagen verabschiedet und ordnungsgemäss wieder dem Frühling Platz gemacht; Rudolf hat unserem Garten den Rücken gekehrt (Ja, ich habe den Eindringling aus „Williams Schändung“ Rudolf genannt, vielleicht nicht sehr einfallsreich, aber es gibt der Gefahr einen konkreten Namen… 😉 ). Ehrlich gesagt, hatte ich mir das nicht so leicht vorgestellt, vor allem nachdem ich das Problem „Reh im Garten – was tun?“ gegoogelt hatte und hernach depressiv auf die Gartenbank fiel, da niemand eine Lösung parat hatte. Aber meine „magic potion“ wirkt bislang gut…und im Wald wird gemunkelt und geklatscht, es seien ziemlich unangenehme Typen (wir!!!) hierher gezogen. Rudolf bellt entrüstet (von ferne 🙂 ) und ist, glaub‘ ich, ziemlich sauer. Im Englischen gibt es den Ausdruck „to be pissed off“, und ich verstehe erst jetzt langsam, woher er kommt…Also auf jeden Fall ist Rudolf abgezogen, und sofort haben sich dankbar die Blüten von Gipsy Boy & Co. geöffnet. Ich bin im Glück, im Rosenglück! Zudem traf ich auf diesen Anblick…das Foto wurde im strömenden Regen gemacht, mein Mann hielt geduldig den Schirm, und der Anblick dieser Orchideen, inmitten von Wiesensalbei und Margeriten, hat mich zutiefst berührt…

To get things straight, Rudolf and Gipsy Boy are not my lovers…but I do tend to fall in love again and again, especially in summer…and I enjoy it too! I have to admit it openly and honestly. 🙂 At every corner in my garden there’s beauty to be found, and my husband happily turns a blind eye.

This week has been fabulous in many ways: The rain stopped three days ago and made room for spring again; Rudolf has turned his back on our garden (yes, I called the intruder from „Molesting William“ Rudolf, maybe not very imaginative but it gives danger a proper name…;) ). To be honest, I didn’t think it’d be that easy, particularly after googling the problem „deer in the garden – what now?“ and falling onto the garden bench thereafter -in deep depression- because nobody seemed to have a solution. But my magic potion seems to do the trick so far…and there’s talk in the woods about some weird guys that have moved in (us!!!). Rudolf is barking rather disgustedly (from afar), and I think, he’s pretty pissed off  too. I’m beginning to realize where this expression comes from… Anyway, Rudolf left and immediately the flowers of Gipsy Boy & Co. started to open. I’m sooo happy! Apart from this I came across something special…the image has been taken in the pouring rain, my husband patiently holding the umbrella, and the sight of these orchids amid the sage and oxeye daisies touched my deeply…

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Heute entdeckte ich eine Ringelnatter in unserem Teich und beobachtete eine Plattbauchlibelle (Libellula depressa). Und: Rosa moyesii „Geranium“ blüht ebenfalls…

Today I spotted a grass snake in our pond and a broad-bodied chaser (Libellula depressa). And Rosa moyesii „Geranium“ has also started to flower…

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Ich freue mich an all diesen Entdeckungen und denke, es ist schön, inmitten der Natur zu leben und ihre täglichen Geschenke annehmen zu dürfen.

I’m indeed a very happy bunny, being able to live in the middle of nature and share her daily gifts.

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Ich wünsche euch allen eine positive Woche mit vielen Lichtblicken 🙂

I wish you all a good week and many moments of happiness 🙂

 

 

 

 

 

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tap-tap-tap…Regen tropft, rinnt, platscht, fällt, strömt, prasselt, rauscht, trommelt…unser Teich läuft über…eigentlich hat es jetzt genug geregnet, vielen Dank. Regen ist schön, vor allem im Sommer, wenn er auf warme Erde fällt, diese sanft flüstert und Pflanzen aufatmen, sich laben und schütteln vor Freude. Jetzt beugen sich meine Rosen demütig, Insekten und Schmetterlinge verharren reglos auf bunten Blüten, Wasser steht in den Beeten, graue Schleier ziehen über das Land. Wir warten…aber nicht nur, denn gestern Abend -in einer seltenen trockenen Phase- machte ich mich auf die Suche nach des Regens Schönheit und musste nicht weit gehen.

tap-tap-tap…rain falls, trickles, drops, runs, falls, patters, floods, pours, pelts, drums…the pond’s overflowing…our neighbour Mickey in Ireland used to say „the amount of rain is in“ and it sure is, thank you. Rain is beautiful, especially in summer, when it falls on warm earth which then whispers softly, our plants sighing happily, feeling refreshed and shivering with soft pleasure. But now my roses bend their heads submissively, insects and butterflies linger motionlessly on gay flowers, puddles in the borders, grey mist enfolds the hills. We wait…but not only, because yesterday evening -during a rare dry spell, or fairly dry that is-  I went for a stroll in search of the rain’s beauty and didn’t have to go far.

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Schneckenwetter – wo das wohl her kommt 😉 ? Sie zumindest haben eine gute Zeit.

I met a lot of these guys…they certainly have a jolly good time. 😉

_MG_3589.allium_oreophilum-0074Allium oreophilum sammelt die Tropfen und beugt das fragile, rosa Haupt unter ihrer Last.

Allium oreophilum gathers the drops and bends its fragile, pink head under their weight.

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Briza maxima, das Zittergras, ist jetzt besonders schön. Seht nur, wie es sich behutsam öffnet und entfaltet, um schliesslich mit den anderen Wiesenblumen zu tanzen.

Briza maxima, the quaking grass, is delightful. Look at how it opens up gently and unfolds to join the dance of the meadow flowers.

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Ausharren und auf bessere Zeiten hoffen…

Holding on and hoping for better times…

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Ein Sonnenstrahl taucht die Samen des Sauerampfers in magisches Licht. Wie kleine Diamanten…ist es wirklich Sauerampfer? Aber ja, glaubt mir. 🙂

Sorrel seed bathing in magical light. Like little diamonds…is it really sorrel? Of course, believe me. 🙂

 

 

 

Vielleicht versüsst euch das ein wenig den Tag…

Maybe this cheers you up a bit…

Jetzt ist Orchideen-Zeit, und so widme ich mich heute diesen hinreissenden Gestalten des Lichts! Da wir unser Häuschen in Frankreich im tiefsten Winter bezogen, konnten wir nicht ahnen, welcher Reichtum ringsum schlummerte und waren im darauf folgenden Mai nicht schlecht erstaunt, als Tausende von Wildblumen die Wiesen in ein buntes Spektakel verwandelten. Eine artenreiche Blumenwiese war stets mein Traum und ist durch Aussaat zwar machbar, aber nie so stabil wie eine bereits bestehende, harmonische Gemeinschaft. Unser Boden ist lehmhaltig, aber nicht zu „fett“ – perfekt Voraussetzung für Artenvielfalt. Tatsächlich besteht die Wiese vor allem aus Blumen, so dass unsere Mulis manchmal Nase rümpfend ihre Runden drehen und von einem saftigen Kleefeld träumen… 😉 Viele Orchideen gibt es um diese Jahreszeit zu entdecken, und der Spaziergang erweist sich als Herausforderung, will man nicht aus Versehen auf eines dieser zarten Geschöpfe treten. Ein Orchideen-Suchgerät wäre praktisch…ob’s das gibt? Gerne stelle ich euch ein paar vor:

Hurray, it’s orchid time, and so I shall dedicate today’s blog to these creatures of the light! We moved into our new home in the middle of winter and thus couldn’t possibly anticipate the abundance lying dormant all around us and, when May did eventually come around, we couldn’t stop marvelling as thousands of wildflowers transformed our meadow into a colourful extravaganza. A species rich meadow had always been my dream and although achievable through sowing it will never be as stable as an already existing, harmonious community. Our soil is loamy but not too rich – perfect biodiversity. Quite frankly, our meadow consists mainly of wildflowers, that’s why our mules sometimes turn up their noses when they’re pottering about and dream of lush clover fields… 😉 At this time of the year lots of orchids can be discovered and a walk quickly becomes a challenge if you do not want to walk on these fragile creatures. An orchid detector would come in handy…wonder whether such a thing exists? Let me introduce some to you:

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Ihr wisst nicht, wer Orchis war? Tja, dazu gibt es eine spannende, leicht blutrünstige Story (wie oft -oder meistens- in der griechischen Mythologie), die ich euch gern erzähle: Orchis war der Sohn einer Nymphe und eines Waldgottes. Auf einem Fest zu Ehren von Bacchus schlug Orchis über die Stränge und versucht, eine Priesterin zu vergewaltigen. Grausige Sache…wilde Bestien rissen ihn zur Strafe in Stücke, welche sich -schwupsdiwups- in graziöse Orchideen verwandelten. Kein schlechtes Los für einen Vergewaltiger, von wegen gerechte Strafe! Das wirft gleich ein anderes Licht auf die bis anhin unschuldigen Blümchen, oder? Das ist eben Mythologie, und wo es Menschen gibt, verweilt die Unschuld nicht lange.

You don’t know Orchis? Well, let me tell you a fascinating, slightly bloodthirsty story (as often -or mostly- the case in Greek mythology: Orchis was the son of a nymph and a satyr. During a celebration for Bacchus, Orchis attempted the rape of a priestess. A sacrilege! Wild beasts tore him into pieces which metamorphosed into graceful flowers – orchids. Not a bad fate for a rapist, is it, my foot, you get what you deserve! This puts another complexion on things, doesn’t it? That’s mythology though, and innocence doesn’t linger too long with human beings around.

Griechische Frauen dachten damals, sie könnten mit Orchideenwurzeln das Geschlecht ungeborener Kinder beeinflussen. Isst der Mann grosse Orchideen-Zwiebeln, gibt es einen Jungen, isst die Frau kleine Orchideen-Zwiebeln, ein Mädchen. Zum Glück hat dieser Aberglaube nicht überdauert, und wäre heute -im Anbetracht der Seltenheit von Orchideen- ein echtes Sakrileg! Zum Schluss habe ich noch was Besonderes…ich wünsche euch viel Freude mit meinen Fotos und ein schönes Pfingstwochenende!

Greek women thought they could influence the sex of their unborn child with orchid roots. If the father ate large orchid bulbs, it’d be a boy, if the mother ate small bulbs, it’d be a girl. Luckily this superstition didn’t survive and in consideration of the orchids‘ scarcity it would nowadays be a sacrilege! Last but not least I’ll have something special…I hope you enjoy my photographs and wish you a happy Pentecost weekend!

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Die Begegnung mit Wildblumen in ihrem natürlichen Habitat hat eine faszinierende, belebende Wirkung auf mich, vor allem, wenn es sich um solche handelt, die wir von unseren Gärten her kennen. Es ist die ideale Art, ihre Bedürfnisse kennen zu lernen. Vor einigen Wochen entdeckten wir auf einem Waldspaziergang hinter unserem Haus (wir wohnen mitten in der Wildnis und sind von Wald umgeben) ein riesiges Meer von  Zwiebelblumen. Zu sehen war nur das Laub, aber ich dachte mir, es könnten Narzissen sein. Vor ein paar Tagen zog ich mit unserem Hund los, um die Stelle aufzusuchen, als uns plötzlich ein betörender Duft umfing: Tausende von Dichternarzissen (Narcissus poeticus) tanzen dort im lichten Schatten der Kastanien und Eichen und verwandeln den seither unscheinbaren Ort in eine Spielwiese für himmlische Gestalten!

Encounters with wildflowers in their natural habitat never fail to thrill and fascinate me, especially when they have made their way into our gardens. It’s also an ideal way of getting to know their cultural requirements. A few weeks ago -during a ramble- we discovered a sea of bulbs in the woods behind our house (we live surrounded by wilderness and woods). At that stage all we could see were a few inches of foliage but I thought they may be narcissi. Imagine my delight when I got there with my dog recently! All of a sudden we were enveloped in the most delicious scent: thousands of poet’s daffodils are now dancing in the dappled shade of the chestnut and oak trees and transform the hitherto unremarkable place into a playground for heavenly creatures!

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Dichternarzissen duften betörend und werden kommerziell wegen ihrer einzigartigen essentiellen Öle angebaut. Kreuzritter brachten sie einst nach Europa, und durch Kreuzung mit den bei uns heimischen Narcissus pseudonarcissus entstanden elegante Hybriden, die sich grosser Beliebtheit erfreuen. Viele Pflanzen sind verwoben mit Mythen und Legenden, und es ist spannend, diese zu entdecken. Der griechische Held Narziss war der schöne Sohn des Flussgottes Cephisus und der Nymphe Liriope (Liriope=Traubenlilie!). Leider war er auch stolz und begegnete jenen, die ihn liebten, mit Verachtung. Die Rachegöttin Nemesis lockte ihn zu einem Teich, wo er sich in sein eigenes Spiegelbild verliebte und starb, weil er sich nicht davon losreissen konnte. Eine andere Geschichte handelt von Persephone, Demeters Tochter, die gerade Dichternarzissen pflückte, als Hades sie in die Unterwelt entführte. Der Brauch, Gräber mit Narzissen zu schmücken, soll darauf zurück gehen.

Poet’s daffodils have a gorgeous fragrance and are commercially cultivated for their unique essential oils. Crusaders once brought the flowers back to Europe and by crossing them with our indigenous Narcissus pseudonarcissus some elegant, popular hybrids were born. Plants are often intertwined with myths and legends and it’s exciting to find out more about them. The Greek hero Narcissus, son of rivergod Cephisus and nymph Liriope (Liriope=lilyturf!), was a great looking guy and very proud too. So much so that he disdained those who loved him. Nemesis, goddess of vengeance, lured him to a pool where he fell in love with his own reflection. Unable to leave it, he died. Another story tells us about the abduction of Demeter’s daughter Persephone by Hades while picking poet’s daffodils. The custom of decorating graves with narcissi is supposed to originate there.

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Wie ihr sehen könnt, sind nicht nur wir Menschen empfänglich für Düfte 😉 …auch unser Hund war ganz verzückt! Es tut gut, auf solche magischen Orte zu   treffen, dort zu verweilen und den Zauber des Augenblicks zu geniessen.

As you can see, not only humans are susceptible to scent 😉 …our dog was quite mesmerized too! It feels good to come across such enchanted places, to linger there and to enjoy the magic of the moment.

Mainau im Frühling

Der Rasen ist eine heikle Sache. Vor allem Männer haben oft ein Faible für ihn, sind gar besessen (mein Mann ist eine glückliche Ausnahme) und schreiben sich auf ihre Fahne: smaragdgrüner, makelloser Teppich, und wehe, es traut sich ein Kraut rein, was hier nichts verloren hat… Am Anfang meines Gärtnerlebens, ich gestehe es schamhaft, habe auch ich Stunden, nein Tage mit Vertikutieren, Aerifizieren und dergleichen zugebracht. Bis zum Umfallen! Es hört sich wie Sado-Maso an? Genau so ist es und -meines Erachtens- ist es nicht mehr zeitgemäss! War es das jemals? Das Geld für Unkrautvertilger und Dünger kann man wesentlich klüger investieren (z.B. in Pflanzen und Gartenbücher). In der Zeit, in der ich mühevoll das Moos bekämpft und unschuldige Löwenzähner ausgestochen habe (mea culpa), hätte ich die dollsten Beete à la Oudolf anlegen oder Wildkräuter-Rezepte ausprobieren können. Nur fehlte mir danach einfach die Kraft. Schlapp hing ich mit schmerzendem Rücken in den Polstern, zu schwach selbst zum Träumen. In unserem irischen Garten triumphierte das Moos sowieso und schlug sich selbstherrlich auf die Schultern, als ich mich spät abends -nach der Rasenkur- gebeugt davon machte. Zu jener Zeit träumte ich von einem Garten in Japan, wo Moos nicht als Staatsfeind betrachtet und gekillt sondern angebetet wird! In unserem Schweizer Berggarten wollte ich mir das nicht mehr antun (schliesslich wird man weise…oder sollte es zumindest werden). Dennoch mussten wir Rasen neu säen, und es sieht einfach nicht okay aus, wenn sich frech Wegerich und Löwenzahn breit machen. Das liegt aber nicht an ihnen per se, sondern an den Saatgutmischungen, die sich puristisch zeigen. Voilà, so fand ich mich nach kurzer Zeit wieder auf den Knien und entfernte die rosettenbildenden Wildkräuter…dabei hätte ich in der Zeit viel besseres tun können. Nun, in meinem neuen Garten, sieht die Sache ganz anders aus: Der Rasen ist voller Wildkräuter und ein Traum! Vor einigen Tagen mähte ich zum ersten Mal den wilden Rasen und fuhr in trunkenen Schlangenlinien, um die herzigen Gänseblümchen, Schlüsselblumen, Günsel, Margeriten & Co. zu verschonen. Zum Glück haben wir keine Nachbarn, sonst hätte es gleich geheissen, ich habe wohl den Apéro zu früh genossen :).

IMG_7996  Ist’s das Alter oder die ersehnte Weisheit, keine Ahnung. Ich habe ein entspannteres Verhältnis zum Garten und geniesse meine Wildblümchen. Erst jetzt las ich in Gardens Illustrated, dass die Liebe zum naturalistischen Garten mit dem Alter einher geht. Ob das stimmt? Im Obstgarten haben wir viele Orchideen und Wildblumen aller Art. Letzten Herbst pflanzte ich dort eine unanständige Menge Blumenzwiebeln (der Anblick der Rechnung verursacht mir heute noch Schwindel), vor allem Narzissen und Camassia. Bis zur Mahd im Juli mähe ich geschwungene Wege durch das hohe Gras, so können sich alle Blumen versamen oder Kraft schöpfen für das nächste Jahr (Zwiebelblumen). Ich habe keinerlei Stress und nur Freude, wenn ich täglich meine Runden drehe, dem Summen der Insekten zuhöre und die Schmetterlinge beobachte, die freudig von Blüte zu Blüte torkeln…ein Rasen ohne irgendwelche Blüten (oder „Unkräuter“) ist wenig verlockend für sie, und wenn ich es recht überlege, auch nicht für mich. IMG_8204Mein nächstes Projekt ist das Auswildern von Tulpen im Obstgarten (die roten Tulpen im Bild habe ich auf der Mainau aufgenommen) – ich finde das wunderschön, ihr nicht?

The lawn is a delicate subject. Usually men have a weak spot for lawns or rather an obsession with it (I’m glad to say my husband is an happy exception), and so they strive after the perfect, neat and emerald green carpet and woe betide the poor wildflower that dares to take up residence…At the beginning of my life as a gardener, I admit rather shamefacedly, I spent long hours, even days thatching, spiking the lawn…until I was ready to drop. Sounds like sadomasochism? That’s what it is and it’s not appropriate any longer. Was it ever? The money for weedkiller and fertiliser can be invested much more cleverly (e.g. more plants, more garden books). During the time spent on fighting the moss and pulling out innocent dandelions (mea culpa), I could have made the most wonderful borders à la Oudolf or tasty dishes with dandelions et al. I was just lacking energy afterwards. I was sitting in my armchair, back’s hurting, even too weak to dream. Anyway, moss triumphed every time in our Irish garden. In those days I dreamt of having a garden in Japan where moss is not considered an enemy of the state and killed but cherished! Then,  when we made our Swiss garden, I swore this wouldn’t happen again (eventually we all get wiser or should do). But we had to make a lawn and it just didn’t look right when plantain and dandelion started to make themselves at home. It’s not their fault but the fault of the seed mixtures being on a purist trip. Before too long I  found myself back on my knees removing the rosette-forming so called weeds…when I could have done much more interesting things. Now, in my new garden things are different: The lawn is full of wildflowers and I love it! A couple of days ago I mowed my wild lawn for the first time and swerved about to avoid all these cute daisies, cowslip primulas, ox-eye daisies and common bugle. Just as well we don’t have neighbours otherwise they’d have thought I had an early sundowner :). Is it old age or wisdom, I don’t know. Only yesterday I read in Gardens Illustrated that a love of naturalized gardens may be a symptom of age. Is that so? I have a rather relaxed relationship with my garden and I’m thoroughly enjoying my wildflowers. In the orchard we have masses of orchids and wildflowers of all sorts. Last autumn I planted an indecent amount of bulbs (the invoice is still making me dizzy), mostly narcissi and camassia. Up to July when we cut the grass I only mow meandering paths, thus allowing the flowers to seed or bulbs to build up nutrients for next year. No more stress, only joy when I go for my daily stroll, listening to the humming of the insects and watching the butterflies flittering happily from flower to flower. A lawn without any flowers isn’t a bit tempting for them, and come to think of it, neither for me. My next project is naturalizing tulips in the orchard (the pic with the red tulips was taken on Mainau in Lake Konstanz) – I think this looks pretty stunning, doesn’t it?

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Der Anblick einer Wieser voller Schachbrettblumen (Fritillaria meleagris) ist selten geworden und berührt mich zutiefst. So grazil schweben sie über dem Gras, leuchten in der Sonne und scheinen dem Plätschern des Baches zu lauschen…         Vor einigen Tagen verbrachte ich ein paar schöne Stunden mit meiner Kamera im Vallée de Lemboulas (Tarn et Garonne) unter diesen anmutigen Frühlingsblühern. Sie heissen im Englischen übrigens auch treffend Perlhuhn-Blumen. Euch allen wünsche ich frohe Ostern!

The sight of a meadow full of snake’s head fritillaries (Fritillaria meleagris) is rare these days but touches me deeply. They seem to float above the grass like delicate fairies, gleaming in the sun and listening to the sound of the stream…                  A few days ago I spent a couple of hours with my camera among these delightful creatures in the Vallée de Lemboulas (Tarn et Garonne). They’re also aptly called guinea hen flower. Wishing you all a happy Easter!

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