Archive für Beiträge mit Schlagwort: gardening

Es wird Zeit, wieder einmal einen Blick in den Blumengarten vor dem Haus zu werfen! So schnell verfliegt das Jahr, alles wächst und blüht, und ich komme kaum nach mit Schauen, Bewundern und Geniessen. Momentan dominiert Rosa in allen Tönen, eine romantische Farbe, die ich sehr mag. Zartes Apfelrosa wie auf den Wangen eines verlegenen Mädchens (gibt’s das eigentlich noch? 😉 ), Lippenstift-Pink,  Rosa, das ins Apricot changiert, Pupurrosa – verschiedene Stimmungen werden heraufbeschworen, begleitet von ebenso verschiedenen Düften. Da ich oft gefragt werde, wie der Garten bei unserer Übernahme vor 15 Monaten ausgesehen hat, zeige ich euch nun ein Bild:

It’s about high time to have a look at the flower garden in front of the house! Time flies by, everything’s growing, flowering, going mad, and I can hardly keep up with looking, admiring and enjoying. Pink is dominating the scene at present, it’s a lovely romantic colour and one I’m very fond of. Delicate apple pink like the cheeks of a shy girl (does that still exist? 😉 ), lipstick pink, pink with a tinge of apricot, purplish pink – different moods are being evoked, accompanied by equally different scents. As I’m often asked how the place looked like when we bought it 15 months ago, I show you a picture:

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Die Linde (Tilia) links haben wir mittlerweile zum Friseur (meine Wenigkeit)  geschickt, da sie an dieser Stelle unmöglich ohne Schnitt stehen bleiben kann. Glücklichweise eignen sich Linden bestens für den Formschnitt. Rechts vorne steht ein gelber Jasmin (Jasminum humile), ein immergrüner oder halbimmergrüner, frostempfindlicher Strauch aus Asien. Und so sieht es heute aus…

The limetree (Tilia) has had a date with the hairdresser (my humble self) since, unthinkable to leave it in that spot without pruning. Luckily limetrees are well suited to pruning. To the right you can see a yellow jasmine (Jasminum humile), an evergreen or semi-evergreen, frost hardy shrub from Asia. And this is how it looks like today…

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Die Kletterrose an der Hauswand ist eine Wucht, und ihr süsser, frischer Duft liegt wie eine Liebkosung in der Luft. Das Schlafzimmer ist zum Aromatherapie-Zimmer avanciert. Leider kenne ich ihren Namen nicht, deshalb kommt jetzt noch eine Nahaufnahme. Ich wäre so froh, wenn eine/r von euch das Geheimnis lüften würde. Als Belohnung gibt es eine private Führung und Kaffee/Tee und hausgemachten Kuchen im Garten. Versprochen! 🙂 Am Obelisk wachsen die Rose Cornelia und Clematis texensis Typ B, bei der Holzbank eine Banane, dahinter Spornblume und Blush Noisette.

The climbing rose on the wall is a stunner and its sweet, fresh perfume fills the air and is like a caress. The bedroom turned into an aromatherapy temple. Pity, I don’t know the name of the rose, that’s why I’ll post a close up too. I should be delighted if one of my highly esteemed readers would disclose the secret. In reward I’ll offer a private tour and tea/coffee and homemade cake in  the garden. Promise! 🙂 Rosa Cornelia and Clematis texensis Type B adorn the obelisk, next to the bench you can see a banana (Musa), Centranthus ruber and Blush Noisette.

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Durch den Vorgarten führt ein Weg (eigentlich sind es zwei, aber der andere taucht heute nicht auf) aus Steinplatten. An der Hauswand wachsen Rosa rugosa, Rosa Guirlande d’Amour, Passiflora caerulea, Stipa tenuissima, Nepeta x faassenii, Salvia microphylla, Erigeron karvinskianus, Clematis tubulosa Cassandra, Clematis integrifolia Fascination…

A path leads through the front garden (two paths actually but the other one remains hidden for today). In the bed along the house wall I’ve planted Rosa rugosa, Rosa Guirlande d’Amour, Passiflora caerulea, Stipa tenuissima, Nepeta x faassenii, Salvia microphylla, Erigeron karvinskianus, Clematis tubulosa Cassandra, Clematis integrifolia Fascination…

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Diese Rose habe ich als Little White Pet gekauft…naja, wie man sieht ist sie weit davon entfernt, dennoch ist sie absolut entzückend, wie gemacht für einen Brautstrauss oder so…Falls sie jemand kennt, es gibt dann auch ein zweites Stück Kuchen und ein Glas Prosecco dazu! 😉

I bought this rose as Little White Pet…well, as you can see it’s far from it, never mind it’s a delightful little thing, perfect for a bridal bouquet or something…If anyone knows the name, I shall add a second piece of cake and a glass of Prosecco to my offer! 😉

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_MG_3530-0071Diese Woche geschah eine fürchterliche Tat. Ein dunkler Schatten -und nicht nur von den dicken Regenwolken!- lag über unserem kleinen Paradies, in dem sonst eitle Freude herrscht. Dicke Tränen musste ich weinen, die es locker mit den fetten Regentropfen aufnehmen konnten. Warum? Bei einem morgendlichen Rundgang, auf dem ich stets meine Blumen begrüsse, sie ermutige und mich an Blüten und Knospen erfreue, kam ich bei William (Lobb) vorbei und musste mir die Augen reiben. William ist eine meiner Lieblingsrosen (Moosrose) und war bis vorgestern voller vielversprechender Knospen. Jeden Tag tanzte ich glücklich um den Strauch und sang sowas wie „bald ist’s soweit, lieber William, und deine barocken Blüten betören uns mit ihrem Duft“. Plötzlich stand er aber ganz blutt vor mir. Wer würde so eine Freveltat begehen? Die Trittsiegel in den Gemüsebeeten sprachen eine klare Sprache: Ein Reh hatte unser Feinschmecker-Restaurant entdeckt. Da ich nie lange ein Kind von Traurigkeit bin, trocknete ich meine Tränen und dachte nach. Abgesehen von William hatte sich der ungebetene Gast an „Scharlachglut“ und „Gipsy Boy“ vergriffen. Da er Rosa sancta und Cardinal de Richélieu verschonte, vermute ich eine katholische Gesinnung 😉  Auch am Gemüse tat sich das Reh nicht gütlich, und wir kamen zu dem Schluss, dass es an unserem Spezial-Düngegemisch liegen muss, mit dem ich das Gemüse regelmässig giesse. Dabei handelt es sich nicht um irgendein Wundermittel aus dem Gartencenter, sondern um vergorenen Hühnermist (danke, liebe Hühner!). Das Ausbringen desselben ist kein Vergnügen und erfordert fast eine Gasmaske, vor allem, wenn es blubbert. Im Handel gibt es ein Mittel auf der Basis von Blutmehl, das Wild in einen Zustand von heller Panik versetzen soll. Da lachen nicht nur die Hühner, sondern auch die Rehe…und ich vermute, es dauert nicht lange, ehe  sich Marder, Fuchs und Dachs hinzugesellen und mitkichern. Letztere halten bislang Abstand, hätten aber sicher nichts gegen ein wenig Blutmehl, um ihren Speiseplan zu vervollständigen! Wir kamen zu dem Schluss, es den Wildtieren nachzumachen. Und wie markieren Nashörner, Löwen, Kater und ihre Kumpel ihr Revier? Naja, bestimmt habt ihr das schon in Tierfilmen gesehen. Viele Gärtner haben mittlerweile die Vorteile von Urin für die Beschleunigung des Kompostiervorgangs entdeckt. Manche horten ihn gar ihn Flaschen, und das sind nicht irgendwelche schrägen Vögel sondern mitunter illustre Persönlichkeiten der Gartenszene. Da wir nur zu zweit bzw. mit unserem Hund zu dritt sind, ergibt sich -bei über 2 Hektar- ein gewisses logistisches Problem, aber wir arbeiten daran :). Der Hühnermist von 5 Tieren hält sich leider in Grenzen. Die übrigen Rosen sind bislang unversehrt…

A terrible crime took place this week. A dark shadow -and not only because of the huge rain clouds- hung over our little paradise which is usually full of joy. I cried many tears that could easily match up with the fat rain drops. Why? On one of my morning rambles when I visit my flowers, encourage them and rejoice in their beauty, I passed William (Lobb) and had to rub my eyes. William is one of my favourite roses (moss rose) and was full of promising buds, until the day before yesterday that is. Every day I danced around him and sang something like „soon, my dear William, you’ll enchant us with your lavishly scented flowers“. Suddenly, he stood all naked before me. Who would commit such a wicked deed? The tracks in the vegetable beds left no doubt as to who the intruder is: a doe had discovered our gourmet restaurant. As I’m never a child of sadness for very long, I dried my tears and started to think. Apart from William our uninvited guest had also (partially) molested „Scharlachglut“ and „Gipsy Boy“. Didn’t touch Rosa sancta and Cardinal de Richélieu though which suggests a catholic disposition ;). Neither did it touch our veg, probably thanks to our special potion which I use regularly when watering the potager. It’s not some magical stuff from the garden center but diluted and fermented chicken manure (thank you, dear chickens!). It’s no pleasure to work with and almost calls for a gas mask, especially when it bubbles. In garden centers you can buy a fairly new product based on blood meal that’s supposed to throw deer into a state of horror. Crikey, that gives one a horse laugh and no doubt deer and -before too long- marten, fox and badger will join the laughing party. The latter keep their distance up to now but I guess they won’t refuse blood meal to complement their diet when offered! We concluded it’s best to do as the wild animals do. And how do rhinos, lions, tomcats and their mates mark their territory? Well, you’ve probably seen that in David Attenborough’s films. A lot of gardeners have discovered the advantages of urine to speed up the composting process. Some even collect it in bottles and I’m not talking about some queer fellows but illustrious personalities. I’m afraid our compost will have to wait for a while. As there’s only the two of us and our dog, a certain logistical problem arises when you have to mark 2 hectares, but we’re working on it. The chicken manure of 5 animals doesn’t seem much. The remaining roses haven’t been touched so far…fingers crossed.

_MG_3534-0071Cardinal de Richélieu

Weil ich meinen Bericht nicht frustriert beenden möchte, hier noch ein paar Lichtblicke…das Licht war nicht so doll, bitte um Nachsicht 🙂

I don’t want to end on a frustrated note, so here are some highlights…light wasn’t great for photography, mea culpa 🙂

_MG_3533-0071Orobanche gracilis ( Blutrote Sommerwurz, Slender Broomrape)

_MG_3531-0071Margeriten im Duett mit Rosa Frühlingsmorgen – ein Traum

Oxeye daisies mingling with Rosa Frühlingsmorgen – a dream

_MG_3542-0071Nahe der Terrasse: Allium, Nectaroscordum siculum ssp. bulgaricum, Stipa gigantea und im Hintergrund die wunderbare Duftrose „Martin des Senteurs“

Near the terrace: Allium, Nectaroscordum siculum ssp. bulgaricum, Stipa gigantea and in the background the heavenly, scented rose „Martin des Senteurs“

_MG_3547-0071Rosa „Guirlande rose“

_MG_3549-0071Zantedeschia aethiopica, calla lily

Und am Ende meines heutigen Morgenspaziergangs traf ich diesen süssen Kerl…er zwinkerte mir verschlafen zu und sagte: „Nicht verzweifeln, das (Gärtner)Leben ist nicht immer leicht, aber trotzdem schön.“ Und in diesem Sinn wünsche ich euch allen ein sonniges Wochenende! 🙂

At the end of my ramble this morning I came across this sweet little chap…he winked sleepily at me and said: „Don’t despair, (a gardener’s) life isn’t always easy but nevertheless beautiful.“ With this in mind, I wish you all a sunny weekend! 🙂

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Diese Woche habe ich wie verrückt im Garten gearbeitet. Wie jedes Jahr passiert viel auf einmal, und ich möchte den Augenblick festhalten, nur ein wenig länger… Unser Gemüsegarten wurde letzten Winter fertig und ist jetzt fast ganz bepflanzt. Durch ihn fühle ich mich noch mehr in unserem neuen Zuhause verwurzelt, wohl auch weil ein solcher seit Jahrzehnten fest zu meinem Leben gehört und ich mir nicht vorstellen kann, ohne ihn -oder überhaupt ohne Garten- zu sein. Da ich heuer viel unterwegs bin, musste ich mich mit der Aussaat einschränken. Die Auswahl auf den Pflanzenmärkten ist aber eine Wucht und tröstete mich über diese Tatsache schnell hinweg. So tummeln sich nun allerlei leckere Tomaten (Noire de Crimée, Ande, Raisin vert, Ananas, Berner Rose…), Chili (Purple delight, Piquanté…), Kürbisse Jack be little (hoffe es, da der Platz beschränkt ist :)) und Hokkaido, diverse Zucchini, Mangold, Salate, Spitzkohl, Knollensellerie und vieles mehr in den Beeten.  Im Gewächshaus stehen vor allem Chili und Paprika, da es im Sommer derart heiss wird, dass auch Schattierung und Weg befeuchten nur wenig Einfluss auf die Temperatur haben werden.

This week I’ve been frantically busy in the garden. Like every year a lot of things happen at the same time, and I just want to hold on to that moment a little longer… We finished the potager last winter and now it’s almost planted up. I feel even more rooted now, maybe because a potager has been part of my life for decades and I simply cannot imagine being without one (or without garden that is). As I’m away from time to time, I’ve had to adapt and grow less from seed than usual, but the variety I came across on the spring plant fairs made me quickly forget my grief. Now tomatoes (Noire de Crimée, Ande, Raisin vert, Ananas, Berner Rose…), chili peppers (Purple delight, Piquanté…), peppers, pumpinks Jack be little (hope so as space is restricted :)) and Hokkaido, several courgettes, rainbow chard, salad, pointed cabbage, celeriac and lots more are sitting happily side by side, enjoying the warm sunshine. In the greenhouse I’ve planted mainly chili and peppers as the temperatures go sky-high in summer and I doubt that shading and damping down will have a huge influence.

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Im schönsten Wetter bepflanzte ich ein paar Töpfe mit Sommerflor…Zwar nehme ich mir jedes Jahr Eleganz mit hellen, zurückhaltenden Farben vor, aber voilà, schnell sind die guten Vorsätze vergessen, und ich verfalle wieder Rosa- und Rottönen. Sie sind einfach so lebendig und romantisch, findet ihr nicht?

I’ve planted some pots with summer annuals…Every year I tell myself, now it’ll be something elegant and restrained, but -voilà- this is soon forgotten and I fall for reds and pinks again. They’re just so vibrant and romantic, what do you think?

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Im Obstgarten haben Narzissen die Bühne für Camassia quamash und C. cusickii frei gemacht. Ich finde sie phantastisch und habe bereits mehr für den Herbst bestellt. Sie kommen ursprünglich aus fruchtbaren Wiesen in Nordamerika, sind unkompliziert und vermehren sich leicht. In meinem irischen Garten wuchsen sie problemlos im relativ trockenen (Irland bleibt Irland ;)) Halbschatten. Sie versprühen den wilden, romantischen Charme, den ich so liebe. Rosa „Frühlingsmorgen“ und R. cantabrigiensis haben den Blütenreigen der Rosen eingeleitet. Vor Jahren las ich „A gentle plea for chaos“ von Mirabel Osler, die mich mit ihrer humorvollen, geistreichen Art gleich in ihren Bann zog. Mirabel beschrieb, wie sie mit ihrem Mann Rosensträucher in ihre Obstgartenwiese pflanzte. Das schlummerte in der Tiefe meiner Gärtnerseele und wurde nun, da wir einen Obstgarten unser Eigen nennen dürfen, verwirklicht: R. Frühlingsgold, R. x richardii, R. primula, Cardinal de Richélieu, William Lobb, Nuits de Young, Bourgogne, R. sweginzowii „Marcrocarpa“, Mon Amie Claire, R. Highdownensis…sie dürfen uns inmitten von Wildblumen bezaubern. Die Namen allein beschwören wundersame Geschichten herauf!

In the orchard narcissi left the stage to Camassia quamash and C. cusickii. I think they’re both adorable and have already ordered more for next autumn. Coming from fertile meadows in North America, they are fuss-free and naturalize easily. In my Irish garden they also grew well in fairly dry (Ireland is Ireland after all ;)) half-shade. There’s this wild, romantic charm about them which I ‚m mad about. Rosa „Frühlingsmorgen“ und R. cantabrigiensis are showing their first flowers. A few years ago I read Mirabel Osler’s „A gentle plea for chaos“ and immediately fell for her witty style. Mirabel described how she and her husband planted roses in the meadow of their orchard. This somewhat lay dormant in the depth of my gardener’s soul and is now -that we have an orchard we may call our own- becoming reality: R. Frühlingsgold, R. x richardii, R. primula, Cardinal de Richélieu, William Lobb, Nuits de Young, Bourgogne, R. sweginzowii „Macrocarpa“, Mon Amie Claire, R. Highdownensis…let them charm us among the wildflowers. Their names alone evoke delicious stories!

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Und zum Schluss noch ein Blick vor das Haus, wo Rosa banksiae die Wand in einen cremefarbenen, süss duftenden Blütenmantel hüllt und der Zierlauch (Allium Mars, Purple Sensation & Akbulak) durch das Beet tanzt. Mir kommt das Wort „Blaue Stunden, blaue Tage“ in den Sinn, da Ceanothus „Concha“, Wisteria und Allium derzeit den Ton angeben und mit dem frischen Limettengrün der Wolfsmilch schlichtweg umwerfend aussehen. Jeden Tag gibt’s was Neues zu entdecken! PS: Die lilienblütige Tulpe heisst übrigens Mariyln, ein echter Star – blüht seit Wochen und wandert demnächst von den Töpfen zwischen den Zierlauch.

Last but not least a quick view in front of the house where Rosa banksia has covered the wall with thousands of creme-coloured, sweetly scented flowers and Alliums (Mars, Purple Sensation & Akbulak) are dancing through the borders. „Blue hours, blue days“ come to my mind, with Ceanothus „Concha“, Wisteria and Allium setting the note and looking dazzling with the limegreen of Euphorbia. Every day there’s something new to discover! PS: By the way the lily-flowered tulip is called „Marilyn“, a true star – flowers for weeks and will soon move from the pots to the border, joining the Allium.

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Als wir unser Haus übernahmen, stand mitten im Garten eine etwas verloren wirkende Glyzinie (Wisteria sinensis). Mittlerweile habe ich sie in ein Beet integriert, und sie blüht zu meiner Freude dieses Jahr reich (letztes Jahr hatte sie nur 2 Blüten). Im Hintergrund wächst übrigens eine Phlomis fruticosa, deren gelbe Blüten sich bald öffnen und sicher toll mit jenen der Glyzinie aussehen. Ich habe grossen Respekt vor dieser entschlossenen, kräftigen Schlingpflanze und möchte sie nun -um sie zu bändigen- zu einem Hochstämmchen ziehen. Das ist kein Hexenwerk und geht so: Man setzt einen 1.2-1.5m hohen Pfosten daneben und zieht den Stamm vertikal daran hoch. Den Leittrieb wachsen lassen bis er die gewünschte Höhe erreicht hat, dann im Spätwinter abschneiden. Im darauf folgenden Winter schneidet man alle Seitentriebe auf 15-30cm zurück. Das tut man jeden Winter bis sich eine stattliche, schöne Krone entwickelt hat. Danach kürzt man im August alle weiteren Triebe, die nicht für die Krone benötigt werden, bis auf das 7. Blatt, im folgenden Februar nochmals auf 2.5cm. Auf diese Weise entgehen Dachrinnen, Zäune etc. dem Würgegriff, und man kann sich sorglos an der üppigen Blütenpracht erfreuen!

When we took over our house there was this poor, forlorn looking Wisteria sinensis standing in the middle of the garden. In the meantime it’s part of a new border and flowering nicely after having only 2 flowers last year. By the way, there’s a Phlomis fruticosa growing in the background whose yellow flowers are about to open and will look great with the lilac-blue racemes of the Wisteria. I have great respect for Wisterias, determined, strong climbers as they are, and decided to train it into a lollipop/standard. That’s not complicated and can be achieved like this: You train the stem vertically up a support (1.2-1.5m) and let the leader grow until it reaches the top. In late winter you then cut the tip to encourage side shoots. The following winter prune the side shoots to 15-30cm and repeat this procedure each winter until you have a well proportioned head. As the head develops you start summer pruning (August). Cut off any shoots that are not needed  for the lollipop above the 7th leaf, the following February cut back same shoots to 2.5cm. No more strangled downpipes, fences etc. and one can happily enjoy the abundant blossoms!

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Die Clematis montana blühen ebenfalls seit einer Weile: An der Carpe Diem-Bank bei der mehrstämmigen Linde setzte ich erst kürzlich „Mayleen“ und an der Hauswand tummelt sich seit dem letztem Jahr „Freda“ und fühlt sich in Gesellschaft des wilden Weins und der Lenz-Rose „Guirlande rose“ sichtlich wohl.

Clematis montana have been flowering for a while: Recently I planted „Mayleen“ at the back of the Carpe Diem-bench/foot of the multi-stemmed lime tree and on the house wall „Freda“ is obviously enjoying the company of Boston ivy and „Guirlande rose“, a charming Louis Lens rose.

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Die letzten Tage hatten wir um die 30°C, somit kann man die Pflanzen wirklich wachsen hören und sehen! Das erste Taubenschwänzchen besuchte die blühende, duftende Orangenblume (Choisya ternata), die Pirole sind wieder im Land, und Ehepaar Schwanzmeise füttert bereits eifrig seinen Nachwuchs. Nach einem anstrengenden Schreibtisch-Tag mit Deadlines aller Art, mähte ich gegen Abend den wilden Rasen und machte noch ein paar Fotos. Vor einem Jahr, als wir den Garten übernahmen, gab es nur einige Ziersträucher und Wildwuchs (vor allem Brombeeren). Nun hat sich – mit einigem Einsatz 😉 – viel getan, und wir sind zufrieden. Draussen quaken die Frösche, die Eulen rufen…Es ist einfach zu schön im Garten, vor allem im Frühling!

For the past few days we’ve had around 30°C, so you can really hear and see the plants grow! Today I spotted the first hummingbird hawkmoth visiting the flowers of the scented mexican orange blossom (Choisya ternata). The Golden Oriole has returned, and Mrs. and Mr. Long-tailed tit are busily feeding their offspring. After a long, tiring day at my desk, meeting deadlines of all sorts, I mowed the lawn in the late afternoon and made a few pics. A year ago when we arrived there were just a couple of shrubs and plenty of wilderness (mostly brambles). Now things are already looking very bright (after some effort 😉 and we’re content. Frogs are „singing“, owls are calling…It’s so beautiful in the garden right now!

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Das Hühnerhaus (ein primitives DIY Produkt, das wir umgebaut und mit Farbe ein schickes Äusseres verpassten), daneben das Gewächshaus. Im Beet dazwischen tummeln sich u.a. Rhabarber, Kräuter, Artischocken „Violet de Provence“, Gräser (Stipa gigantea, Calamagrostis acutiflora „Overdam“), Stauden; am Rankbogen wachsen „Gertrude Jekyll Climbing“ und ein Geissblatt.

The hen house (a very basic DIY product which we revamped to add a stylish touch) and greenhouse. In the middle I planted rhubarb, herbs, artichokes „Violet de Provence“, grasses (Stipa gigantea, Calamagrostis acutiflora „Overdam“), perennials etc. „Gertrude Jekyll Climbing“ and honeysuckle will soon cover the arbour.

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Das ist die Carpe Diem-Bank aus Findlingen unter der Linde, die sich schon mit zartgrünen Blättern schmückt. Mein Mann hat Mobiles aus Walnussschalen und (leeren!) Schneckenhäusern gebastelt und darin aufgehängt. Wie ihr seht, hält sich unser Hund brav an das Motto!

This is the Carpe Diem-bench made of huge stone blocks under the lime tree which is already covered in delicate, fresh green leaves. My husband made mobiles out of walnut shells and (empty!) snail shells and put it up in the branches. As you can see our dog is dutifully sticking to the motto!

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Im Obstgarten sind ein Grossteil der Narzissen verblüht; ausdauernd, wunderschön sind noch immer „Silver Chimes“ (welch‘ Duft!), „Edna Earl“ und die Schachbrettblumen. Prärielilien (Camassia) stehen in den Startlöchern. Die Hainbuchen-Hecke unterhalb des Senkgartens treibt prächtig aus.

Most of the daffodils in the orchard have finished flowering; „Silver Chimes“ (glorious scent!), „Edna Earl“  and the snakeshead fritillaries are still going strong. Camassias are at the ready. The hornbeam hedge below the sunken garden is coming on nicely.

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An der Terrasse tut sich was! Something going on near the terrace!

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Unsere lachenden Männer bei der Orangenblume; eine unbekannte Schöne (habe ich im Schlussverkauf ergattert); Lebkuchenbaum (Cercidiphyllum japonicum), einer meiner Lieblingsbäume, der sich mit der Unterpflanzung von Tulipa clusiana und Muscari armeniacum „Blue Pearl“ von seiner besten Seite zeigt; Blüte der Sternmagnolie (Magnolia stellata) – Inbegriff von Eleganz und Perfektion.

Laughing heads next to mexican orange blossom; unknown beauty (bought during end of season sales); Katsura tree (Cercidiphyllum japonicum), one of my favourites, at its best – underplanted with Tulipa clusiana and Muscari „Blue Pearl“; flower of star magnolia (Magnolia stellata) – elegance and perfection.

Mainau im Frühling

Der Rasen ist eine heikle Sache. Vor allem Männer haben oft ein Faible für ihn, sind gar besessen (mein Mann ist eine glückliche Ausnahme) und schreiben sich auf ihre Fahne: smaragdgrüner, makelloser Teppich, und wehe, es traut sich ein Kraut rein, was hier nichts verloren hat… Am Anfang meines Gärtnerlebens, ich gestehe es schamhaft, habe auch ich Stunden, nein Tage mit Vertikutieren, Aerifizieren und dergleichen zugebracht. Bis zum Umfallen! Es hört sich wie Sado-Maso an? Genau so ist es und -meines Erachtens- ist es nicht mehr zeitgemäss! War es das jemals? Das Geld für Unkrautvertilger und Dünger kann man wesentlich klüger investieren (z.B. in Pflanzen und Gartenbücher). In der Zeit, in der ich mühevoll das Moos bekämpft und unschuldige Löwenzähner ausgestochen habe (mea culpa), hätte ich die dollsten Beete à la Oudolf anlegen oder Wildkräuter-Rezepte ausprobieren können. Nur fehlte mir danach einfach die Kraft. Schlapp hing ich mit schmerzendem Rücken in den Polstern, zu schwach selbst zum Träumen. In unserem irischen Garten triumphierte das Moos sowieso und schlug sich selbstherrlich auf die Schultern, als ich mich spät abends -nach der Rasenkur- gebeugt davon machte. Zu jener Zeit träumte ich von einem Garten in Japan, wo Moos nicht als Staatsfeind betrachtet und gekillt sondern angebetet wird! In unserem Schweizer Berggarten wollte ich mir das nicht mehr antun (schliesslich wird man weise…oder sollte es zumindest werden). Dennoch mussten wir Rasen neu säen, und es sieht einfach nicht okay aus, wenn sich frech Wegerich und Löwenzahn breit machen. Das liegt aber nicht an ihnen per se, sondern an den Saatgutmischungen, die sich puristisch zeigen. Voilà, so fand ich mich nach kurzer Zeit wieder auf den Knien und entfernte die rosettenbildenden Wildkräuter…dabei hätte ich in der Zeit viel besseres tun können. Nun, in meinem neuen Garten, sieht die Sache ganz anders aus: Der Rasen ist voller Wildkräuter und ein Traum! Vor einigen Tagen mähte ich zum ersten Mal den wilden Rasen und fuhr in trunkenen Schlangenlinien, um die herzigen Gänseblümchen, Schlüsselblumen, Günsel, Margeriten & Co. zu verschonen. Zum Glück haben wir keine Nachbarn, sonst hätte es gleich geheissen, ich habe wohl den Apéro zu früh genossen :).

IMG_7996  Ist’s das Alter oder die ersehnte Weisheit, keine Ahnung. Ich habe ein entspannteres Verhältnis zum Garten und geniesse meine Wildblümchen. Erst jetzt las ich in Gardens Illustrated, dass die Liebe zum naturalistischen Garten mit dem Alter einher geht. Ob das stimmt? Im Obstgarten haben wir viele Orchideen und Wildblumen aller Art. Letzten Herbst pflanzte ich dort eine unanständige Menge Blumenzwiebeln (der Anblick der Rechnung verursacht mir heute noch Schwindel), vor allem Narzissen und Camassia. Bis zur Mahd im Juli mähe ich geschwungene Wege durch das hohe Gras, so können sich alle Blumen versamen oder Kraft schöpfen für das nächste Jahr (Zwiebelblumen). Ich habe keinerlei Stress und nur Freude, wenn ich täglich meine Runden drehe, dem Summen der Insekten zuhöre und die Schmetterlinge beobachte, die freudig von Blüte zu Blüte torkeln…ein Rasen ohne irgendwelche Blüten (oder „Unkräuter“) ist wenig verlockend für sie, und wenn ich es recht überlege, auch nicht für mich. IMG_8204Mein nächstes Projekt ist das Auswildern von Tulpen im Obstgarten (die roten Tulpen im Bild habe ich auf der Mainau aufgenommen) – ich finde das wunderschön, ihr nicht?

The lawn is a delicate subject. Usually men have a weak spot for lawns or rather an obsession with it (I’m glad to say my husband is an happy exception), and so they strive after the perfect, neat and emerald green carpet and woe betide the poor wildflower that dares to take up residence…At the beginning of my life as a gardener, I admit rather shamefacedly, I spent long hours, even days thatching, spiking the lawn…until I was ready to drop. Sounds like sadomasochism? That’s what it is and it’s not appropriate any longer. Was it ever? The money for weedkiller and fertiliser can be invested much more cleverly (e.g. more plants, more garden books). During the time spent on fighting the moss and pulling out innocent dandelions (mea culpa), I could have made the most wonderful borders à la Oudolf or tasty dishes with dandelions et al. I was just lacking energy afterwards. I was sitting in my armchair, back’s hurting, even too weak to dream. Anyway, moss triumphed every time in our Irish garden. In those days I dreamt of having a garden in Japan where moss is not considered an enemy of the state and killed but cherished! Then,  when we made our Swiss garden, I swore this wouldn’t happen again (eventually we all get wiser or should do). But we had to make a lawn and it just didn’t look right when plantain and dandelion started to make themselves at home. It’s not their fault but the fault of the seed mixtures being on a purist trip. Before too long I  found myself back on my knees removing the rosette-forming so called weeds…when I could have done much more interesting things. Now, in my new garden things are different: The lawn is full of wildflowers and I love it! A couple of days ago I mowed my wild lawn for the first time and swerved about to avoid all these cute daisies, cowslip primulas, ox-eye daisies and common bugle. Just as well we don’t have neighbours otherwise they’d have thought I had an early sundowner :). Is it old age or wisdom, I don’t know. Only yesterday I read in Gardens Illustrated that a love of naturalized gardens may be a symptom of age. Is that so? I have a rather relaxed relationship with my garden and I’m thoroughly enjoying my wildflowers. In the orchard we have masses of orchids and wildflowers of all sorts. Last autumn I planted an indecent amount of bulbs (the invoice is still making me dizzy), mostly narcissi and camassia. Up to July when we cut the grass I only mow meandering paths, thus allowing the flowers to seed or bulbs to build up nutrients for next year. No more stress, only joy when I go for my daily stroll, listening to the humming of the insects and watching the butterflies flittering happily from flower to flower. A lawn without any flowers isn’t a bit tempting for them, and come to think of it, neither for me. My next project is naturalizing tulips in the orchard (the pic with the red tulips was taken on Mainau in Lake Konstanz) – I think this looks pretty stunning, doesn’t it?

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Corylopsis spicata

Scilla siberica „Spring Beauty“

Puschkinia scilloides var. libanotica

Chaenomeles japonica

Euphorbia characias ssp. wulfenii

Das schöne Wetter in der letzten Zeit hat den Garten und uns aufleben lassen. Die ersten Rotschwänze und Wiedehopfe sind angekommen. Hoffnung liegt in der Luft! Während sich Gärtner in anderen Teilen der Welt noch in Geduld üben müssen, sind wir froh über unsere Entscheidung, die Komfortzone hinter uns zu lassen und etwas Neues zu wagen. Nun gärtnern wir -zusätzlich zu unserem Schweizer Alpengarten- in den Midi-Pyrénées. Das Schlimmste für mich sind nicht enden wollende Winter, in denen mir monatelang die Hände gebunden sind. Ich geniesse das Grün in Südfrankreich, wo immer irgendwas blüht. Das bedeutet nicht, dass ich keine Winterruhe einlege, aber ich habe die Möglichkeit, etwas im Garten zu machen, wenn ich es möchte. Freiheit! Das tut gut. Die botanischen Krokusse verabschieden sich so langsam, neue Schätze treten zutage. Noch immer lohnt sich das Schrumpfen, ihr lieben Garten- und Naturfreunde! Puschkinien, sibirische Blausternchen (Scilla siberica), Bellevalia und die adretten kleinen Wildtulpen haben solch hübsche Zeichnungen. Zur Zeit blüht Tulipa biflora, eine Zwergtulpe mit gelber Mitte und 2-3 Blüten pro Stiel. Ich hege eine grosse Zuneigung zu botanischen Tulpen und habe -neben T. biflora- T. clusiana und turkestanica gesetzt. Ihrem subtilen Charme kann ich nicht widerstehen. Es ist die Zeit der Wolfsmilch: Euphorbia rigida und E. characias ssp. wulfenii  beleben unser Terrassenbeet mit ihren spritzigen, gelbgrünen Blüten. Da ich ein grosser Fan bin, werden sich bald neuer Arten und Sorten einfinden. Ein sehr schöner Strauch ist die Ähren-Scheinhasel (Corylopsis spicata) mit zartgelben Blütentrauben. Die pinkfarbene Zierquitte blüht, nicht zu vergessen die Forsythien. Letztere schätze ich weniger, weil sie den Rest des Jahres so langweilig sind, aber in meinem Winterbeet steht eine Forsythia suspensa und überzeugt mit überhängendem Habitus. Gelb ist DIE Farbe des Frühlings. Sternmagnolie (Magnolia stellata „Waterlily“) und Japanischer Perlschweif (Stachyurus praecox) haben dicke Knospen und werden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Als Gärtner kann man sich jeden Tag über etwas freuen – vielleicht ist das der Grund, warum Gärtner zufriedenere Menschen sind…

The good weather this past while did us and the garden a lot of good. The first redstarts and hoopoes have arrived. Hope is in the air! While gardeners in other parts still have to excercise patience, we’re ever so happy to have left our comfort zone behind and have ventured out -yet again- into the unknown. Now we garden in the Swiss Alps and the Midi-Pyrénées. The worst bit for me are never ending winters reducing me to an armchair gardener. I enjoy the greenery and there’s always something in flower in the south of France. That doesn’t mean I don’t enjoy a winter break but unlike before I have the possibility to go out and do something. This freedom makes me feel good. The botanical crocuses are slowly leaving the stage to new treasures. Shrinking is still recommended, my dear garden and nature lovers! Puschkinia, Siberian squill (Scilla siberica), Bellevalia and the sweet little botanical tulips have such pretty markings. At present Tulipa biflora is flowering: a dwarf tulip with a yellow centre and 2-3 flowers on every stem. I have a strong affection for botanical tulips and I’ve also planted T. clusiana and turkestanica. They have such a subtle charm which I can’t resist. Now is also the time of the spurges: Euphorbia rigida and E. characias ssp. wulfenii brighten up the borders surrounding our terrace with their refreshing, lime-green flowers. Before too long there’ll be more, I just love them. The spike winter hazel is just starting to unfold its yellow, pendulous flowers, also the pink flowering quince and the forsythia. I’m not very fond of the latter because they’re so boring for the rest of the year but in my winter border sits a Forsythia suspensa with a graceful, almost weeping habit which I like. Yellow is THE colour of spring. Star magnolia (Magnolia stellata „Waterlily“) and early Stachyurus (S. praecox) have developed thick buds and it won’t be long. As a gardener, every day is something to look forward to – maybe that’s why gardeners are more content…

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Unser Senkgarten liegt an einem leichten Hang oberhalb des Gemüsegartens, von dem er durch eine geschwungene Hainbuchen-Hecke (Carpinus betulus) getrennt wird. Der Platz ist sehr sonnig, d.h. auch im Winter kann man dort an milden Tagen gemütlich sitzen, was uns mit dazu bewegte, ihn hier anzulegen. An einem sonnigen Herbst- oder Wintertag lässt es sich auf der Bank bei einem Lunch oder einem guten Buch gut aushalten. Mein Mann hat den Boden (ca. 50cm) in mühsamster Arbeit abgetragen. Die Grassoden haben wir benutzt, um Dellen im Rasen auszugleichen. Als Belag wählten wir Flusskies: Er fühlt sich barfuss gut an, sieht hübsch aus und speichert die Wärme.  Die zwei Eingänge zum Senkgarten markierten wir mit Findlingen. Steine finden sich dank der diversen „Ruinen“ auf dem Grundstück mehr als genug. Da gibt es noch viel Potenzial 🙂 … Nun habe ich die Beete bepflanzt und mich diesmal sehr eingeschränkt. In meinem eigenen Garten fällt es mir schwer, mich einzuschränken, weil ich verrückt nach Pflanzen bin und eine grosse Vielfalt beherbergen möchte. Plane ich Gärten für meine Kunden, fällt es mir leichter, da diese meist ohnehin einen pflegeleichten Garten möchten. Was ihnen da alles entgeht… Am liebsten mache ich Gärten für Menschen, die Pflanzen und Gartenarbeit lieben. Dann kommen die tollsten Projekte zustande und schöne Freundschaften obendrein! Abgesehen von Buchskugeln habe ich für die Beete die Rosen Munstead Wood, Penelope, Little Rambler und Bouquet Parfait ausgesucht. Letztere ist eine umwerfende Lens-Züchtung aus Belgien, die ihrem Namen alle Ehre macht. Zu Little Rambler wird sich im Mai die Clematis viorna Elfe gesellen, Penelope wird die Clematis integrifolia Ember zur Seite gestellt. Als Rankgerüste habe ich -wie schon in meinem letzten Garten- im Baumarkt Baustahlgitter für Betonpfosten geholt. Sieht cool aus mit der Rostoptik und ist eine günstige Alternative. Für Rosenbögen eignen sich Baustahlmatten bestens. Links und rechts von der Bank stehen Halbstämme von Heavenly Pink (auch eine Lens Rose, herrlich!) und The Fairy. Zwischen die Rosen pflanzte ich Federgras (Nasella tenuissima), Katzenminze (Nepeta Six Hills Giant), Lavandula angustifolia und das schöne, hohe Pfeifengras Molinia arundinacea Transparent. Jetzt kann ich es kaum erwarten…freue mich auf das Dufterlebnis im Sommer! Ist das Ganze mal eingewachsen, gibt es neue Fotos für euch.

Our sunken garden lies just above the potager from which it is divided by a curved hornbeam hedge (Carpinus betulus). The site is very sunny, even in winter you can sit there happily on mild days which is one of the reasons why we chose it. It’s a lovely spot to have lunch or read a book on a sunny autumn or winter day. My husband removed the soil about 50cm deep (it’s loam, tough going!) and we used the sods to fill dents/holes in the lawn. We chose shingle because it feels good to bare feet, looks pretty and stores the heat nicely. The two entrances were marked with boulders. Thanks to the ruins on our property we have plenty of stones and boulders. Great potential 🙂  … Now I’ve planted the beds and even managed to restrict myself. In my own garden I always find this the hardest part, because I’m mad about plants and want to have as huge a range as possible. When I’m planning gardens for clients it’s easier because most of them desire a low maintenance garden anyway. Oh, what they’re missing… I love making gardens for people who are passionate about plants and gardening. Thus great projects come into being and beautiful friendships too! Apart from box balls I’ve planted  roses: Munstead Wood, Penelope, Little Rambler and Bouquet Parfait, the latter a dazzling variety bred by Lens in Belgium which really lives up to its name. In May Clematis viorna Elf will join Little Rambler, Clematis integrifolia Ember will start to flirt with Penelope. As supports I’ve picked -as before in my last garden- construction steel (for concrete posts): looks cool and is an economic alternative. Both sides of the bench are half standards Heavenly Pink (another Lens rose, delightful!) and The Fairy. Between the roses I’ve put feather grass (Nasella tenuissima), cat mint (Nepeta Six Hills Giant), Lavandula angustifolia and the beautiful tall moor grass Molinia arundinacea Transparent. I can hardly wait…and look forward to my scented garden in the summer! Once it’s well established I shall post more photographs.

Ich liebe Duftpflanzen! Dank des milden Wetters kann ich hier und da bereits schnuppern und mich freuen: Die Hamamelis blühen, die Winterheckenkirsche (Lonicera x purpusii) ist über und über mit kleinen, unscheinbaren, cremefarbenen Blüten bedeckt – aber oho, ihr Parfum steht im krassen Gegensatz zum Äusseren. Sarcococca confusa, ein buchsähnlicher, immergrüner Strauch, steht am Eingang zum Gemüsegarten und bietet ein intensives Dufterlebnis, ähnlich dem Jasmin. Dieser Strauch lässt sich gut in Form schneiden und ist eine wertvolle Strukturpflanze, nur windgeschützt möchte er stehen. In meinem Schweizer Berggarten steht ein Duft-Schneeball, Viburnum x bodnantense „Dawn“, der sich bei milder Witterung monatelang mit röhrenförmigen, rosafarbenen und süssduftenden Blüten schmückt. Manchmal stelle ich einen Zweig in eine Vase auf meinem Schreibtisch und bin im Glück (es braucht so wenig)! In meinem neuen Garten habe ich ebenfalls einen gepflanzt, muss mich aber vorerst noch gedulden; zum Glück wächst er schnell. Ein weiteres Schätzchen ist Abeliophyllum distichum: Dieser kleine Strauch (ca. 1.5m) wächst an Berghängen in Korea und bildet duftende, weisse Blüten, die sich ab dem Spätwinter öffnen. Er fühlt sich an einem sonnigen, geschützten Ort wohl und ist vom Habitus und Laub her eher bescheiden und will deshalb gut platziert werden. Meiner ist dieses Jahr zum ersten Mal voller Knospen, die sich in den nächsten Tagen öffnen werden – bin schon gespannt auf ihr Parfum. Meine Mahonia japonica „Bealei“ ziert sich noch ein wenig, aber auch da dauert es nicht mehr lang bis die Hummeln in ihre nach Honig duftenden Blüten tauchen können. So wird uns durch diese wunderbaren Duftpflanzen auf schönste Weise die Wartezeit verkürzt, und ehe man sich versieht, steht der Frühling vor der Tür!

I love scented plants! Thanks to the mild weather I can go around and enjoy some aromatherapy in my garden: The Hamamelis are flowering, the winter honeysuckle (Lonicera x purpusii) is covered in small, inconspicuous, creme-coloured flowers – but crikey, their perfume is something else and quite a contrast to the shrub’s general looks. Sarcococca confusa, aptly called christmas or sweet box, can be found at the entrance to my potager and offers an intensive „scent experience“, a bit similar to that of Jasminum. This shrub can easily be kept in shape and is a valuable structural plant but it prefers a sheltered spot. In my Swiss garden I have a mature specimen of Viburnum x bodnantense „Dawn“ which is covered in pink, sweet scented flowers for months. Sometimes I put a small branch in a vase on my desk and I am just happy (it takes so little). I have planted one in my new garden but have to be patient for a while; thankfully they grow pretty fast. A real treasure is Abeliophyllum distichum: This small shrub (appr. 1.5m) grows in the mountains of Korea and produces scented, white flowers which start to open from late winter onwards. It also prefers a sunny, sheltered spot and, as it is rather humble in appearance, it needs to be placed with care. Mine is for the first time full of promising buds this year and I am looking forward to their perfume. My Mahonia japonica „Bealei“ is still acting a bit coyly but it won’t be long before the bumble bees can dip into their honey scented blossoms. Thus scented plants shorten our time of waiting in the most pleasant way and before you know it spring is on your doorstep!

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Witch hazels make our hearts glow: From early winter to early spring they unfurl their buds and reveal dainty, often perfumed flowers that pop out like yellow, orange or red ribbons which seem to wave at you „Hey-ho…winter can be pretty too“. They are not bothered about snow and ice, just face it out and keep up the show no matter what the season throws at them. I’d love to be a bit a more like them…These deciduous, mostly vase-shaped shrubs or small trees come from Eastern North America and China and prefer moisture retaining, neutral to acid soil but as with most plants they are pretty adaptable. I was reluctant to try, feeling I couldn’t provide the conditions they like but then „Diane“ moved in and did well, although summers are very dry, the soil not great. She hated the snow though as branches snap quite easily and we used to not only get a sprinkling but tons of it. They say Hamamelis don’t like to be disturbed but I dug mine up when we moved and it went through some rough handling until it could settle into new ground…but it has never looked back and is thriving beautifully, right now covered over and over in spidery flowers the colour of oxblood which will eventually fade to burnt orange. „Diane“ is not great for scent but the flowers and autumn colours are pure magic. For scent I chose Hamamelis mollis, the Chinese witch hazel which is still small but already glowing golden-yellow from afar. It sits between compost and woodshed and makes the regular trips to these places in winter definitely more enjoyable. A lot of different varieties are now available and it’s a good idea to visit an arboretum like Kalmthout in Belgium where a lot of the cultivars were bred or a good nursery. Other good Hamamelis: H. x intermedia „Arnold Promise“ & „Jelena“, H. vernalis „Sandra“, H. mollis „Pallida“.

The witch hazel is one of those plants that look stunning from a distance but its delicate beauty can only be appreciated when you get very close…and beware, you are easily bewitched…and maybe even bewildered.

Zaubernüsse wärmen unser Herz: Vom zeitigen Winter bis in den Frühling hinein öffnen sie ihre Knospen und offenbaren zarte, oft duftende Blüten, die wie gelbe, orangefarbene oder rote Bänder herauspoppen und einem zuzuwinken scheinen „Hey-ho, der Winter kann auch schön sein“. Schnee und Eis sind ihnen egal, sie harren aus und halten die Schau aufrecht, ganz egal, was ihnen die Jahreszeit aufbürdet. Ich wäre gerne mehr wie sie…Diese laubabwerfenden, meist vasenförmigen Sträucher oder kleinen Bäume kommen aus dem Osten Nordamerikas und China und bevorzugen feuchtigkeitsspeichernde, neutrale bis saure Erde, aber wie die meisten Pflanzen sind sie sehr anpassungsfähig. Erst habe ich gezögert, sie auszuprobieren, dachte, ich könnte ihnen nicht die gewünschten Bedingungen bieten, aber dann hielt „Diane“ Einzug und machte sich gut, obgleich die Sommer sehr trocken sind, der Boden nicht besonders ist. Sie hasste jedoch den Schnee, denn die Zweige brechen leicht, und wir hatten nicht nur ein wenig Schnee sondern Tonnen davon. Man sagt auch, Zaubernüsse möchten nicht umgepflanzt werden, aber ich grub meine aus, als ich umzog, und sie machte einiges mit, ehe sie sich neu etablieren konnte…nun sie gedeiht prächtig und ist -momentan- über und über mit ochsenblutroten, spinnenähnlichen Blüten bedeckt, die später die Farbe von verbranntem Orange annehmen. „Diane“ duftet nicht sehr, aber ihre Blüten und Herbstfärbung sind pure Magie. Für Duft wählte ich Hamamelis mollis, die Chinesische Zaubernuss, die zwarnoch klein ist, aber bereits jetzt von weit goldgelb glüht. Ich habe sie zwischen Kompostplatz und Holzschober gepflanzt, was die regelmässigen Gänge dorthin im Winter sehr angenehm macht. Viele Sorten sind heute erhältlich, und es ist eine gute Idee, ein Arboretum wie Kalmthout in Belgien, wo viele Kultivare gezüchtet wurden oder eine gute Baumschule aufzusuchen. Weitere empfehlenswerte Hamamelis: H. x intermedia „Arnold Promise“ & „Jelena“, H. vernalis „Sandra, H. mollis „Pallida. Die Zaubernuss gehört zu den Pflanzen, die von fern atemberaubend aussehen, aber ihre zarte Schönheit kann nur von der Nähe geschätzt werden…und Achtung, man ist leicht verhext.

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Moving in many directions, sometimes quite slowly, but always with a camera. www.anniegaphotography.co.uk

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