Archive für Kategorie: Gärtnern / Gardening

Karl Foerster sagte einst „Ein Garten ohne Phlox ist nicht nur ein Irrtum, sondern eine Versündigung gegen den Sommer“. Ich behaupte dasselbe von der Fetthenne (Sedum), die zudem den Vorteil hat, keine Starallüren zu haben. Phlox ist eine Pracht, wenn er denn zufrieden ist. Bei Hitze und Trockenheit (gibt es manchmal im Sommer) steht er oft, von Mehltau und braunem Laub bedeckt, schmollend und vorwurfsvoll im Beet, derweil die Fetthenne zur Höchstform aufläuft und das Gärtnerherz auch im Winter noch erfreut, wenn die Samenstände Tautropfen und Eiskristallen eine Bühne bieten. Es gibt keine Ausrede, wenn man sie nicht im Garten hat, ausser man lebt in den Sümpfen Floridas, aber halt! Fetthenne macht auch in Töpfen eine gute Figur, umspielt von zarten Gräsern wie Festuca und Stipa oder mit Euphorbia myrsinites, Mertensia simplicissima. Es gibt viele Kombinationen. Heute werde ich euch ein paar meiner liebsten höheren Sedum vorstellen. Einige sind Sedum telephium Hybriden und mit ihrem rosa überhauchten oder dunkelroten Laub ein echter Hingucker, noch lange bevor sich die Blüten öffnen. Sedum haben ihren Urspung in der nördlichen Hemisphäre, aber einige kommen aus trockenen Gegenden Südamerikas (S. morganianum, S. frutescens). Sedum telephium wächst bei uns an trockenen Felshängen und bietet  Vernachlässigung trotzig die Stirn. Ich glaube sogar, sie wollen vernachlässigt werden. Eine Eigenschaft, die man nicht vielen nachsagen kann.

Karl Foerster once said „A garden without Phlox is not only an error but a sin against summer“. I say the same about stonecrop (Sedum) which has the additional advantage of being completely free of airs and graces. Phlox is a delight as long as it is happy. During heat and drought (which can happen in summer) plants are often covered in mildew and brown foliage, while Sedum is at its best and even pleases the eye of the gardener in winter when its seedheads turn into a stage for dew drops and ice crystals. There’s no  excuse for not having them in the garden unless you live in the swamps of Florida, but stop! Stonecrop looks also smashing in containers in combination with delicate grasses like Festuca and Stipa or with Euphorbia myrsinites, Mertensia simplicissima. There are many  possibilities. Today I shall present a few of my favourite, taller Sedum. A few are Sedum telephium hybrids and are proper eyecatchers long before the flowering with their foliage which can be dark red or purple or just have a touch of pink. Sedum come from mostly mountainous areas in the Northern hemisphere but a few come from arid regions in South America (S. morganianum, S. frutescens). Sedum telephium grows here in France on dry rocky slopes and defies all neglect. I actually believe they want to be neglected. A characteristic that does not apply to many creatures.

Das ist S. „Betram Anderson“ im Duett mit Coreopsis verticillata „Moonbeam“. Bertram A. wird ca. 20cm hoch, wurde mit dem AGM (Award of Garden Merit) der RHS (Royal Horticultural Society) ausgezeichnet und ist ein echtes Schätzchen.

This is S. „Betram Anderson“ in duet with Coreopsis verticillata „Moonbeam“. Betram A. grows to 20cm and has been awarded the AGM (Award of Garden Merit), proper little darling.

_MG_6773-0134S. „Red Cauli“ ist aus den Niederlanden und wird 20-30cm hoch. Die Blüten erinnern wirklich ein wenig an Blumenkohl, zum Glück ohne dessen starken Geruch beim Kochen ;).

S. „Red Cauli“ comes from the Netherlands and grows to 20-30 cm. The flowers look a little like cauliflower, thankfully without the strong odour which is released when cooked ;).

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S. „Joyce Henderson“ kann 70-80cm hoch werden, aber bislang ist das in meinen Gärten nie der Fall gewesen; ich bin nicht unglücklich darüber, weil sie dann dazu neigen, unschicklich herumzufläzen. Das trifft übrigens auf viele höhere Sorten zu, weshalb sehr fruchtbare Erde tunlichst vermieden werden sollte. Die Blüten sind blassrosafarben und im Verblühen rotbraun. Joyce ist eine Hybride zwischen S. telephium ssp. maximum „Atropurpureum“ (eine Schönheit!) und S. spectabile (weniger aufregend).

S. „Joyce Henderson“  can grow to 70/80 cm but has never reached that in my gardens which I am not too unhappy about as they then tend to sprawl rather indecently. This applies to a lot of the taller Sedum so excessively fertile soil is best avoided.The flowers are pale pink fading to reddish brown. It’s a hybrid of S. telephium ssp. maximum „Atropurpureum“ (a true beauty!) and S. spectabile (not that exciting).

IMG_6214_sedum_joyce_hendersonZwischen Teucrium und Deschampsia seht ihr hier Sedum „Jose Aubergine“ (H: 50cm).

Sedum „Jose Aubergine“ (height: 50cm) is mingling with Teucrium and Deschampsia.

_MG_6774-2-0134Eine weitere Spitzensorte ist Sedum „Panion Plum“ – wie alle Fetthennen heiss begehrt bei Insekten und Schmetterlingen, ein weiterer Grund, Sedum zu pflanzen.

Another great hybrid is „Panion Plum“ – like all stonecrops much beloved by insects and butterflies, another reason to plant Sedum.

IMG_6317_sedum_panion_plumDas ist Sedum „Purple Emperor“ (H: 30-40cm) – seht ihr die purpurfarbenen Stängel und das Laub? Ein Traum! (hier mit Caryopteris x clandonensis „Heavenly Blue“)

This is Sedum „Purple Emperor (height: 30-40cm) – can you see the purple stems and foliage? A dream! (here with Caryopteris x clandonensis „Heavenly Blue“)

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Sedum ussuriense „Turkish Delight“ bleibt mit 30cm etwas kompakter – ich habe diese Sorte erst kürzlich entdeckt und denke, dass ich die Pflanze nächstes Jahr teilen kann.

Sedum ussuriense „Turkish Delight“ stays a little more compact with 30cm – a newish discovery of mine which should be ready for division next year.

_MG_7359-2-0144Zum Schluss noch ein Beispiel aus einem von mir geplanten, modernen Garten: Sedum „Matrona“ setzt Akzente zwischen Miscanthus sinensis „Morning Light“, Yucca, Festuca, Origanum laevigatum „Herrenhausen“, Phlomis und Geranium sanguineum.

Last but not least an example from a modern garden which I designed: Sedum „Matrona“ features among Miscanthus sinensis „Morning Light“, Yucca, Festuca, Origanum laevigatum „Herrenhausen“, Phlomis and Geranium sanguineum.

_MG_7346-0142Habt ihr selbst auch Fetthennen im Garten? Wenn ja, welche? Bin neugierig 🙂 …und wenn nein, dann wird es höchste Zeit: Auf zum Staudengärtner!

Do you also grow stonecrop in your garden? If so, which ones? I’m curious 🙂 …and if not, it’s high time, so go out and get some!

Am Wochenende zog ein Gewittersturm übers Land, der seinesgleichen sucht. Schwarz und zornig gelb wurde der Himmel, eine bedrohliche Wand, die den Niagara-Fällen verdammt ähnelte, wälzte sich mit beängstigender Geschwindigkeit die Hügel hinter dem Haus hinunter. Strom weg, Finsternis umfing uns…schnell wurden alle Kerzen angezündet, und dann konnten wir nur noch mit offenen Mündern von Fenster zu Fenster rennen, Gänsehaut im Nacken, und zusehen, mit welcher Gewalt Mutter Natur über uns hinweg fegte: Der gesamte Garten legte sich flach, 50mm Regen fielen in ca. 45 Minuten. Der Brunnen sprudelte über, als hätte eine Hexe kräftig das Feuer unter dem Kessel eingeheizt und ihn dann über einer Tasse Kaffee oder Löwenzahnwein vergessen. Reissende Bäche liefen die Einfahrt herunter, Pfützen bildeten sich, der Teich lief über, und die Lockenten klammerten sich verzweifelt an den Uferrand…In der Ruhe nach dem Sturm richteten wir die Tomaten wieder auf, entfernten Laub und Zweige von den Kiesflächen (sehr meditativ), zersägten Bäume, die auf den E-Zaun gefallen waren und staunten über den relativ kleinen Schaden. Die linsengrossen Hagelkörner vermochten nicht viel anzurichten. Schlimmer sah es bei Freunden aus, wo wir am nächsten Tag zu einer „Fête du Pain“ (Brotfest) eingeladen waren. Eine 5cm dicke Hagelschicht hatte alles dem Erdboden gleich gemacht. Der wunderschöne Potager war ein Matschfeld, Rosen und Bäume lagen abgerissen und traurig am Boden. Nach einem Tag gab es wieder Strom, Internet nach zwei Tagen, und so schreibe ich nun einen Beitrag zu Ehren der Rose, schon lange fällig…immer wieder schweift mein Blick in den Garten, erleichtert und dankbar.

In meinem irischen Garten war ich von Rosen abgekommen, weil das dortige Klima vor allem Pilzkrankheiten begünstigt, meine Rosen nach kurzer Zeit schamlos nackt dastanden und ein deprimierendes Bild boten. In meinen Gärten in der Schweiz und in Frankreich jedoch wachsen sie „wie Unkraut“ (O-Ton bessere Hälfte). Während ich den stacheligen Schönheiten auf täglichen Rundgängen meine Bewunderung ausspreche und sie ermutige, hat mein Mann gemischte Gefühle und kommt nicht selten mit blutigen Armen und Beinen daher, weil meine Rosen ihn wieder liebevoll umschlangen und nicht frei geben wollten. Einige Rosen begleiten mich durchs Gärtnerleben und deshalb möchte ich euch nun einen Teil von ihnen vorstellen. Alle würden wirklich den Rahmen sprengen…

This weekend we had a terrible thunderstorm, I’ve never seen anything like it. The sky turned black and furiously yellow, a threatening wall, which ressembled the Niagara-Falls, rolled down the hills behind the house at a frightening speed. No more electricity, darkness sourrounded us…we lit all the candles and ran from one window to another, watching with horror the scene that unfolded in front of our very eyes as Mother Nature swept across the land: The garden lay flat and subdued on the ground, 50mm of rain fell during 45 minutes. The well was overflowing as if a witch had made a huge fire underneath her caldron and forgotten about it over a cup of coffee or dandelion wine. The driveway turned into a stream, puddles everywhere, our pond was overflowing and the decoy ducks were desperately holding on to its edge with fear of being swept away …In the calm after the storm we lifted and re-tied the tomato plants, removed twigs and leaves from the gravel (very meditative), cut trees that had fallen onto the electric fence and couldn’t help but feel amazed at how little damage there was. The lentil-sized hailstones didn’t destroy much. Next day friends invited us over for a „Fête du Pain“ (Celebration of bread) and their potager and garden looked like some ugly orcs had chosen this place for an even uglier party: 5cm of hailstones killed this season’s devotion within a couple of minutes. After a day the electricity came back, after two days the internet, and so I’m now able to write this blog in honour of the rose, it’s been due for a while…now and again I look out the window onto our garden, relieved and grateful.

In my Irish garden I had almost abandoned the thought of growing roses as the damp climate favours fungal diseases and not roses, and after a while my roses stood there like naked ladies (appropriate name which unfortunately has already been assigned to another plant – Amaryllis) and rather depressed me. Then in my gardens in Switzerland and France I grew to love them, my better half says „they grow like weeds“.  While I admire and encourage them on my daily rambles in the garden, my husband cannot quite share my affection and often comes into the house with bloody scratches on arms and legs because my roses have once more wrapped themselves lovingly around him and didn’t want to part. Some roses have been with me for a long time and will always have a place in my heart, so I shall present some of them. All of them would be beyond the scope…

Ich liebe einfache, romantische Blüten, wenn möglich duftend, sehr schätze ich Hagebutten…also Edelrosen werdet ihr in meinem Garten vergeblich suchen…

I love simple, romantic flowers, scented if possible, I also appreciate nice hips…you won’t find hybrid tea roses in my garden…

Rosa „Frühlingsmorgen“

 

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Rosa „Frühlingsgold“Rosa sp.Beide allerliebst und sehr beliebt bei Insekten.

Both are delightful and very popular with insects.

Rosa „Penelope“

Rosa sp.

Rosa „Bouquet Parfait“ ist eine neuere Entdeckung und vereint alles, was man sich wünschen kann: kräftiger Wuchs, perfekte Blüten, Duft, Dauerblüher. Nomen est omen!

Rosa „Bouquet Parfait“ is a fairly recent discovery and has everything one could wish for: strong growth, perfect flowers, scent, long flowering period. Nomen est omen!_MG_5015.rosa_bouquet_parfait-0094Eine Vielzahl von Ramblern tummelt sich im Garten, eigentlich viel zu viele, aber ich kann nicht widerstehen…so wachsen sie über Zäune, Gebäude, Bäume, alles, was sich anbietet. Kürzlich las ich, man soll sie nicht schneiden. Kompletter Blödsinn, ausser man will den Garten in ein Szenario für Dornröschen verwandeln. Ob sich dann wirklich ein Blöder -sorry, ein Prinz-  findet, um dich zu retten, möchte ich bezweifeln…

Many ramblers grow in my garden, far too many really but how can I resist…they ramble over fences, buildings, trees, everything. Recently I read you don’t have to prune them. Complete rubbish! Unless you want your garden to turn into the scene for sleeping beauty. I doubt that you’ll find a moron -sorry, prince that is- to save you then…

Einer der romantischsten, üppigsten Rambler/One of the most romantic, lavish ramblers: Rosa „Félicité et Perpétue“

Rosa sp.

Rosa „Appleblossom“ – tauch‘ deine Nase in einen süss duftenden Obstgarten! Inhale the sweet scent of an orchard in full bloom!Rosa sp.

Rosa „Maria Lisa“ – ein Hummeltraum und sieht im Verblühen aus wie eine Bougainvillea./ – dream of all bumble bees and looks like a Bougainvillea when the flowers fade.Rosa sp.Rosa „Ballerina“ – wie „Mozart“ einfach unverschämt charmant, endlose Blüten gefolgt von reizenden Hagebutten. Sehen gut aus im Duett!

Rosa „Ballerina“ – like „Mozart“ simply indecently charming, endless flowers followed by adorable little hips. They look great in duet!

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Und dann Rosa „The Fairy“, preisgekrönt und das zu Recht! Selten ein Röschen gesehen, das so blühfreudig, gesund und unempfindlich gegenüber der Witterung ist. Habe sie gleich als Bodendecker und Hochstamm…

And then award-winning Rosa „The Fairy“ – rarely have I come across a rose which is so tough, healthy and willing to flower. Have her both as ground cover and standard…IMG_5990_rosa_the _fairy

Rosa „Heavenly Pink“_MG_5021.rosa_heavenly_pink-0094Rosa sancta

_MG_4507.rosa_sancta-0081Rosa „Albéric Barbier“

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Rosa „Martin des Senteurs“ – wenig bekannt, aber der pure Genuss: Eine Floribunda mit köstlichem Duft, bei dem man sich umgehend in eine Biene verwandeln, in der Blüte verschwinden und bleiben möchte bis sie abfällt. Die Farbe changiert von Apricot ins zarte Rosa – ach, einfach schön 🙂

Rosa „Martin des Senteurs“ – little known but pure bliss: A Floribunda with a delicious scent, which makes you wanna turn into a bee, disappear into the flower and linger until it falls off. The colour fades from apricot to soft pink, oh so pretty 🙂IMG_7868_rosa_martin_des_senteurs

Rosa „Blush Noisette“ – trotz unschönem Verblühen ein Muss! /A must in spite of rather unsightly appearance when flowers have gone over!

_MG_6450.rosa_blush_noisette-0112Kürzlich schrieb ich einmal, ich mag keine roten Rosen. Stimmt nicht ganz. Ich mag die konventionellen nicht, aber Rosa moyesii „Geranium“ & Rosa „Scharlachglut“ sind umwerfend und die Hagebutten erst!

Recently I wrote that I don’t like red roses. Not quite true. I don’t like the ordinary ones but Rosa moyesii „Geranium“ & Rosa „Scharlachglut“ are simply smashing and those hips!

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_MG_4495.rosa_scharlachglut-0081A propos Hagebutten: Kennt ihr diese zwei Schönheiten? Rosa sweginzowii „Macrocarpa“ & Rosa „Bourgogne“

As for hips: Do you know these two beauties? Rosa sweginzowii „Macrocarpa“ & Rosa „Bourgogne“

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Ich hoffe, der Ausflug ins Reich der Rose war unterhaltsam…vielleicht habt ihr sogar eine neue Freundschaft geschlossen? Sende euch allen frohe Gartengrüsse und wünsche eine gute Woche 🙂

I hope you enjoyed this little trip into the world of roses…maybe you’ve even found a new friend? Happy gardening and an equally happy week 🙂

Seit einigen Wochen sind wir mit der Anlage des nordöstlichen Gartenteiles beschäftigt, der bei unserer Ankunft nicht mehr als ein überwucherter Stein- und Aschehaufen war. Der Anblick tat körperlich weh, und nun sind wir begeistert, was mittlerweile daraus entstanden ist. So sah es am Anfang aus…

This past while we’ve been very busy with the creation of the garden room to the north-east which, upon our arrival, was not more than an overgrown heap of stones and ashes. Just the sight of it hurt, so we’re thrilled when we look at it now. This is how it was when we came…

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Stets hatte ich eine Vision und wusste, dass es sich eines Tages ändern würde. Zuvor musste jedoch schärferes Geschütz aufgefahren werden!

I always had a vision and knew it would change one day. More drastic measures were needed though!

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Manchmal ist eben rohe Gewalt angesagt 😉 …und dann ging es in kleinen Schritten weiter, denn es regnete reichlich, und aus lauter Angst, für immer im Lehmboden stecken zu bleiben, wagte niemand, diesen zu betreten. Aber Gärtnern und Bauen lehrt -unter vielen anderen Dingen- Geduld!

Sometimes brute force is the order of the day 😉 …and then things proceeded at a leisurely pace thanks to all the rain during which nobody dared to walk our heavy loam for fear to get stuck forever. But gardening and building teaches you one thing (among many others): patience!

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Das Niveau des Sitzplatzes wurde erhöht und eine lange Mauer aus den Steinen gebaut, die unter dem Wildwuchs verborgen lagen. Ich finde, es sieht ein wenig aus wie ein Wehrgang, und tatsächlich liebt unser Hund seine Patrouillengänge auf der Mauer. Irgendwann soll an der Hauswand ein kleiner Wintergarten entstehen. Am Ende der Mauer pflanzte ich einen Persischen Flieder (Melia azederach), ein beliebter Baum im mediterranen Raum: duftende, lila Blüten im Frühling/Frühsommer, später gelbe Beeren, die in China als Perlen Verwendung finden. Vielleicht erschliesst sich mir ein potenzieller, neuer Geschäftszweig? 😉 Dieser Baum markiert das Mauerende und soll den Blick auf Senk- und Gemüsegarten kaschieren.

The level of the new terrace was raised and a long wall built from the stones that lay hidden underneath the overgrown mess. I think it looks a bit like the round path of a castle, and indeed, our dog loves patrolling the new wall. Sometime in the future we’d like to add a conservatory here. The end of the wall is marked by a Persian Lilac (Melia azederach), a popular tree in the mediterranean region with scented violet flowers in spring and early summer followed by yellow berries which are used as beeds in China. Maybe a potential, new business for me? 😉 The tree acts not only as marker but will screen the view onto potager and sunken garden one day.

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Am Fuss der Mauer wachsen Schizophragma hydrangeoides „Roseum“, Actinidia arguta „Issai“ and Clematis alpina „Pamela Jackman“. Bislang hatte ich immer Hydrangea petiolaris, fand jedoch, es ist Zeit für etwas anderes und die rosa Brakteen der Schizophragma harmonieren mit den Tönen des Sandsteins.

Schizophragma hydrangeoides „Roseum“, Actinidia arguta „Issai“ und Clematis alpina „Pamela Jackman“ grow at the foot of the wall. I used to have Hydrangea petiolaris but felt it was time for something different and the pink bracts harmonize beautifully with the shades of the sandstone.

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Meine bessere Hälfte baute Stufen und Beeteinfassungen, und letzte Woche konnte ich die Bepflanzung abschliessen. Buchskegel markieren den Eingang und folgende Sträucher finden sich in den Beeten links und rechts: Cercis chinensis „Avondale“, Cistus florentinus, Itea ilicifolia, Stachyurus praecox, Lotus hirsutum und Gomphostigma virgatum. Die letzten beiden sind graulaubig und immergrün. Letzterer ist aus der Familie der Buddlejaceae aus Südafrika, wo er traditionell dazu benutzt wird, um den Menschen wieder Kraft und Energie einzuhauchen. Ist vielleicht mal ganz praktisch, dieses Kraut im Garten zu haben ;). Weisse Gaura lindheimeri, Hemerocallis citrina/lilioasphodelus, panaschierte Euphorbia characias und Carex tummeln sich dazwischen. Für das Beet entlang der Mauer wählte ich Würfel von Pittosporum tenuifolium „Tom Thumb“, um das Burgambiente zu verstärken. Dazwischen wachsen Lavandula „Edelweiss“ und Rosa „Vesuvia“, bei der es Liebe auf den ersten Blick war. Ich mag nämlich keine roten Rosen, aber dieses Rot und die einfachen Blüten sind unwiderstehlich.

My better half built steps and border edgings, and last week I was able to finish the planting. Box cones mark the entrance and the following shrubs are in the borders left and right: Cercis chinensis „Avondale“, Cistus florentinus, Itea ilicifolia, Stachyurus praecox, Lotus hirsutum and Gomphostigma virgatum. The last two are evergreen with grey foliage. The latter is part of the family of Buddlejaceae and comes from South Africa where it’s used to restore strength. Might come in handy sometime to have it in the garden ;). White Gaura lindheimeri, Hemerocallis citrina/lilioasphodelus, variegated Euphorbia characias and Carex mingle in between. For the border along the wall I chose cubes of Pittosporum tenuifolium „Tom Thumb“ to emphasize the „castle feel“. Lavandula „Edelweiss“ and Rosa „Vesuvia“ nestle between the cubes. It was love at first sight when I saw the rose which is odd as I don’t like red roses but this red and the simple flowers are irresistible.

 

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Lotus hirsutum, also called hairy canary clover

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Gomphostigma virgatum, also called otterbush

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Ist es nicht erstaunlich, was man aus Steinen und Asche hervorzaubern kann? Wir sind sehr happy und freuen uns am Anblick des neuen Gartenraumes :). Das Wochenende steht vor der Tür und ich wünsche euch entspannende, sonnige Tage im Garten!

Isn’t it amazing what sometimes rises from the ashes? We’re very happy and enjoy the view onto the new garden room :). Weekend is about to start and I wish you relaxing, sunny days in the garden!

MY HOME IS MY CASTLE

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