Foraging is one of life’s greatest pleasures. To go for a walk and gather nature’s bounty to turn into delicious, simple meals is a deeply rooted desire. Now it’s spring! The trees are turning green, frogs are tuning up, orchids and other wildflowers are flowering, the cuckoo and the golden oriole are back…and in South West France you come across people scanning the roadsides, carrying precious, green bundles. What are they up to? Well, they’re looking for „respounchous“, a true delicacy. Black bryony (Dioscorea communis) is a climbing herbaceous plant which grows up to 4m and is widespread throughout southern and central Europe. It usually grows in woodlands but can also be found in meadows and hedges. All components are poisonous due to their saponin content and should never be eaten raw BUT –now comes the important bit!– the young shoots are highly prized in Southern France for their delicious flavour. They can usually be picked between March and mid May. As soon as the fruits form, the harvest is over. Sometimes I simply fry the shoots in a pan and serve them with quail’s eggs, butter and lemon juice. Last time I made an omelette. For this I boil the shoots two minutes in salt water, chop them roughly and put them in a pan with olive oil. Then I add a mix of eggs, kefir, roasted bacon and chilli. We ate it with fresh salad from the garden. Just heavenly! It’s so rewarding to grow your own and complement your cuisine with wild ingredients. With food prizes soaring and a world in turmoil it has never been more important to be self sufficient or at least partially independent. At the moment we also pick dandelions, garlic mustard, wild garlic and sorrel which are great pick-me-ups after a long winter. Do you have a favourite wild food?

In der Natur nach Essbarem zu suchen, gehört zu den schönsten Dingen im Leben. Die Schätze heimzubringen und in köstliche, einfache Gerichte zu verwandeln, ist ein tief verwurzeltes Bedürfnis. Der Frühling ist da! Die Bäume legen ihre grünen Mäntelchen um, die Frösche stimmen ihre fröhlichen Lieder an, der Kuckuck und der Pirol sind zurück…und im Südwesten Frankreichs sieht man, wie Leute die Wegränder absuchen und wertvolle, grüne Bündel tragen. Was machen die bloss? Sie sammeln „respounchous“, ein echte Delikatesse. Die Gemeine Schmerwurz (Discorea communis) ist eine heimische, mehrjährige Kletterpflanze, die bis zu 4m hoch wird und in Wäldern, Hecken und Wiesen in Zentral- und Südeuropa vorkommt. Aufgrund des Saponingehalts sind alle Teile giftig und sollten niemals roh verzehrt werden, ABER –und nun kommt der wichtige Teil!– die junge Triebspitzen werden in Südfrankreich wegen ihres köstlichen Geschmacks sehr geschätzt. Man erntet sie gewöhnlich zwischen März und Mitte Mai. Sobald sich die Früchte bilden ist es vorbei. Manchmal brate ich die Triebe mit ein wenig Olivenöl in der Pfanne und serviere sie mit Wachteleiern, Butter und Zitronensaft. Letztes Mal entschied ich mich für ein Omelett. Dafür die Triebe zwei Minuten in Salzwasser kochen, grob zerkleinern, in eine Pfanne geben und eine Mischung aus Eiern, Kefir, geröstetem Speck und Chili darüber verteilen. Dazu gab’s frischen Salat aus dem Garten. Einfach himmlisch! Es ist so beglückend, wenn man das eigene Gemüse anbaut und in der Küche mit wilden Zutaten ergänzt. Die Nahrungsmittelpreise gehen durch die Decke, die Welt versinkt im Chaos – es war noch nie so wichtig, autark oder zumindest so unabhängig wie möglich zu sein. Im Frühling ernten wir auch Löwenzahn, Knoblauchsrauke, Bärlauch und Sauerampfer, perfekte Aufsteller nach einem langen Winter. Welches Wildkraut magst du am liebsten?

„Respounchous“ use all sorts of plants as a support…“Respounchous“ klettern an allen möglichen Pflanzen empor…
This is how pretty it looks in winter! So schön sieht die Pflanze im Winter aus!
Respounchou omelette – bon appétit ☺️

29 thoughts

    1. In Frankreich heisst es m. W. auch „Spargel des armen Mannes“, hat aber mit wildem Spargel nichts zu tun. Der Pyrenäen-Milchstern ist in der Küche auch sehr beliebt. Ja, es gibt noch viel zu entdecken 🙂

      1. Jenes Plätzchen, wo ich sie fand, ist ein Wiesenhang (in meiner Heimat Osttirol) mit einem Bächlein und mit wunderbarem Ausblick auf die umgebende Bergwelt (Von dieser Wiese habe ich als Kind oftmals auch Blumen für das Muttertagssträußchen geholt 😊)

  1. Mein Favorit ist Bärlauch. Zum Glück wächst er wild ganz in der Nähe. Danke für den Tipp mit der Schmerwurz 🙂

  2. Wow, I have never heard of that! It looks and sounds delicious. I am always on the lookout for Bärlauch, but haven’t found any nearby yet. At the old house there was a good patch, but somebody else discovered it and there was never enough! We have been looking into what is edible in our garden, and have planted large quantities of Topinambur as well. Soon it will be elderflower season. And we certainly have plenty of dandelions too! 😉

    1. Bärlauch grows so well in my old Swiss garden. It struggled a bit here initially but now I have found a place that suits it. I planted Topinambur in an old tractor tyre to keep it from roaming. While writing the post I was trying to work out a vegan way of preparing respounchous but had to give up ;). Wishing you a lovely week 🤗

  3. Ich liebe Bärlauch, aber leider gelingt es mir nicht, ihn anzubauen. Zu sandig und karg, entsprechend kränkelt er. Du hast mich neugierig gemacht! Werde mal nach respounchous suchen 😉

    1. Am besten gedeiht er in humosem Boden unter Gehölzen. Hatte in meinem jetzigen Garten auch erst Probleme, aber nun ist’s okay. Oft hat man ja in einem Garten verschiedene Bedingungen – vielleicht auch du?

  4. Hallo Annette,
    von dieser Pflanze habe ich auch noch nie gehört. Hört sich sehr gut an (und dein Omelette sieht sehr gut aus!). Es ist auf jeden Fall gut, wenn man sich selber versorgen kann, da hast du Recht. Allein schon ein bisschen Salat aus dem eigenen Garten oder eine Tomate – was für ein Genuss und was für ein gutes Gefühl. Girsch, Bärlauch, Knoblauchsrauke sind Pflanzen, die ich gern hier und da verwende. Gartenschaumkraut schmeckt auch gut und wuchert ja fast überall. Bärlauch wird bei mir im Garten auch nichts aber eine Nachbarin hat jede Menge davon und gibt uns gern was ab. Was für ein Glück!
    Herzliche Grüße!
    Doris

    1. Liebe Doris, das Schaumkraut hatte ich schmächlich übersehen! Es wächst hier en masse, ich reisse es aus dem Kies 🙈. Das Sammeln von Essbarem in Wald und Wiese hat auch etwas sehr Meditatives. Freue mich schon auf die ersten Pilze und bald gibt’s Holunderblüten-Pfannkuchen, yummie. Hoffe, es geht dir gut. Hab einen schönen Frühling 🌷

  5. Liebe Annette,
    alles beginnt mit der Neugierde und am Interesse an den Dingen. Das du da nicht einfach vorbei gehen konntest
    war klar …
    Sofort bekommt man Appetit, wenn man das Omelett sieht.
    Wir sehen auch zu, dass wir die Lebensmittel bewusst kaufen und mit Achtsamkeit verarbeiten.
    Heute brachte der Mann ein halbes Brot ( es ist ein gutes Brot mit wunderbarer Kruste ). Es kostete 4.40 €
    Somit würde ein ganzes Brot 17,60 Mark !!! kosten.
    Wo sind wir hingeraten ?
    Herzlichst, Angela

  6. PS: Sauerampfer erinnert mich sehr an meine Kindheit – vom Wiesenbach weggenascht. Bärlauch ist natürlich jetzt auch im Salat. Es gibt eine Stelle in F aber da komme ich jetzt nicht hin. Aber er wird ja jetzt angeboten.
    Wir haben überall Kapuzinerkresse in die Töpfchen gesteckt und freuen uns schon darauf 🙂

    1. Habe vor kurzem eine mehrjährige Kapuzinerkresse gekauft. Im Gewächshaus hat sich die einjährige letztes Jahr ausgesamt und blüht nun seit Monaten. Für Sauerampfer habe ich noch ein leckeres Rezept, das ich vielleicht demnächst noch teilen werde. Liebe Grüße

  7. Oh an interesting post Annette. I’ve never come across any mention of respounchous before and wonder if it is eaten over here. We love wild garlic which we can pick in abundance in the lanes near our caravan where later in the year there are always plenty of blackberries in wait. I’m trying to squeeze as much in terms of edibles as I can manage into the garden. I chuckled at your description of frogs ‚tuning up‘ 😂

    1. Hi Anna, don’t think it’s used very much in the UK. Maybe in Hugh Fearnley-Whittingstall’s books…I remember how we went out digging for pig nuts after reading The River Cottage Cookbook…but stayed away from chasing squirrels 🤣. Nature has so much to offer 🙏 Happy May days

  8. How 8ntriguing – I suspect it’s not the case for white bryony, which is common here. I remember digging a chunky root out once and wondering if it was edible…

    1. Hi Cathy, White bryony is less common here but it seems to be used in homeopathy. As for eating I’d probably stick to Black Bryony. Quite fascinating what can be eaten once you look into it. 🙂

  9. Your omelette looks amazing Annette … I too have never heard of this plant. Wild mushrooms provided by our neighbour are a favourite .. Hope you are well my friend, lovely to hear from you! I’m way behind with a post .. shame on me 😊

    1. Good to hear from you, Julie, I was about to send you a mail as I was getting worried. Yes, the first mushrooms will pop up soon. I hope all is well with you and that you’re having an enjoyable autumn in spite of the ongoing madness. Big hug for you both xx

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