Lieber nicht küssen…im Teich sind sie viel schöner 😉

Wer diesen Blog schon länger verfolgt, weiss, wie sehr ich Wasser liebe. Wir haben zwei Teiche auf dem Grundstück: einen Folienteich und einen, der sich aufgrund des Lehmbodens auf natürliche Weise abgedichtet hat. Zudem gibt es neun Vogelbäder, die mit großer Begeisterung angenommen werden und an denen wir neben Vögeln Eidechsen und Insekten beobachten. Wasser im Garten ist pure Lebensqualität. Ich kann stundenlang das Treiben am Teich beobachten. Es ist meditativ und unendlich spannend. Dabei sehe ich nur einen Bruchteil, denn sehr viel spielt sich im Unsichtbaren, z.B. unter den Seerosenblättern, ab. Faszinierend ist die Geschwindigkeit, mit der ein Gewässer besiedelt wird. Kaum ist es fertiggestellt, ziehen die ersten Wesen ein. Gelbrandkäfer und andere Insekten machen meist den Anfang, aber schnell folgen andere Tiere. Wasser bedeutet im wahrsten Sinn Leben.

Als mir der Dorling Kindersley Verlag Kate Bradburys Buch „Leben am Gartenteich“ zum Rezensieren anbot, war ich also gespannt. Bradbury ist eine bekannte Journalistin und Autorin, die sich aufs Naturgärtnern spezialisiert hat. Das gebundene Buch ist kompakt und kann problemlos mit in den Garten genommen werden.

Bradburys Schreibstil ist locker und zugänglich. Man spürt ihre Begeisterung fürs Thema. Das Buch umfasst fünf Kapitel. Im ersten geht die Autorin knapp auf die Planung und praktische Faktoren wie Grösse, Standort und Form ein. Im nächsten Teil geht es um die Praxis, wobei einzelne Schritte mit anschaulichen Skizzen erläutert werden. Hier werden die gängigen Formen wie Naturteich, formaler Teich und Mini-Teich vorgestellt. Das nächste handelt von der Bepflanzung, wobei aber nur eine kleine Auswahl für die verschiedenen Zonen vorgestellt wird. Für Leser/innen, die tiefer in die Materie einsteigen und spezielle Pflanzen kultivieren möchten, empfiehlt sich eine Lektüre mit Schwerpunkt Wasserpflanzen. (In meinem Regal stehen u.a. die „Encyclopedia of Water Garden Plants“ von Sue und Greg Speichert,Timber Press, und „Der Wassergarten“ von Karl Wachter, Ulmer Verlag). Im nächsten Kapitel geht die Autorin auf das Leben am und im Wasser im Jahreslauf ein. Dieses ist sehr ausführlich und gibt auch Tipps zum Keschern und Identifizieren von Organismen und Tieren. Für mich ist dieser Abschnitt besonders gelungen, weil er meine eigene Faszination widerspiegelt und Anfänger sicher neugierig machen wird. Bekannte Tiere wie z.B. Kröte, Frosch, Libelle und Lurch werden, begleitet von schönen Aufnahmen, porträtiert. Es ist ein Plädoyer für die Natur und die Artenvielfalt. Die Message: Jede/r, egal wie gross die eigene Scholle ist, kann einen Beitrag leisten. Wassergärtnern macht Spass und bereichert. Zum Schluss gibt es einen kleinen Abstecher in die Welt der Teichpflege und ein Troubleshooting.

Fazit: Das Buch ist angenehm zu lesen und und macht Lust, Wasser in die Gestaltung zu integrieren. Es eignet sich besonders für Einsteiger, die sich über die Basics informieren möchten.

6 thoughts

  1. Liebe Annette, Du sprichst mir aus der Seele, ein Garten ohne Wasser ist für mich nicht komplett. Viel Platz von den 180 qm habe ich für Teich und Bachlauf abgezwickt. Erst gestern besuchte mich ein Wildenten-Paar und grundelte stundenlang im Teich. Wenn das Buch mit der gleichen Begeisterung über die Thematik Wasser berichtet, wie ich sie von Dir gesehen habe, dann wird es mich auch freuen, wenn ich nicht unbedingt mehr ein Wasser-Anfänger bin. Liebe Grüße Wurzerl

    1. Liebe Renate, ich freue mich, dass du auch auf den „Frosch gekommen“ bist. Dein Teich muss ja recht gross sein, wenn er sogar Wildenten anzieht, wow! Bei einem der Teich schaut ab und zu der Reiher vorbei, was mir nicht gefällt, da er die Froschpopulation enorm reduziert. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende 🌷

  2. Was für ein tolles Hintergrund Bild !
    Wir leben hier in einer Teich reichen Gegend. Darin viele Frösche.
    Viele Wildgänse sind zu beobachten . Störche kommen zuverlässig und kreisen ganz weit unten über den
    Dächern.
    Wenn ich wieder besser laufen kann , drehen wir eine kleine Runde um den etwa 300 m entfernten kleinen See.
    Aber gerade ist es bitterkalt. Haben alles abgedeckt was geht, es sollen minus 9 ° in der Nacht geben.
    Herzliche Grüße, Angela

    1. Wildgänse und Störche sind natürlich fantastisch. Letztere bauen dann wahrscheinlich ihre Nester auf den Dächern? Das fand ich im Elsass immer so toll. Bei uns waren es -2°C, habe die Hortensien etc. abgedeckt. Manches ist natürlich zu groß. Mal sehen, wie es weitergeht. Hoffe, dein Garten übersteht die Kälte und dass du bald um den See laufen kannst. Alles Liebe

      1. Habe noch Schaffelle 🙂 über die Hortensien gelegt. Ich glaube sie schaffen es.
        Aber leider haben vom Dach herabrauschende Schneemassen, viele Knospen vom Rhododendron abgerissen.
        Ob sie wohl Wurzeln schlagen , im Wasser ?
        Liebe Grüße

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