Beim Ulmer Verlag gibt es dieses Jahr eine neue Reihe #machsnachhaltig, bei der auch mein neues Buch „Garten ohne gießen“ erschienen ist. Heute stelle ich euch jenes meiner Kollegin Elke Schwarzer vor, die viele von euch bestimmt schon kennen. Es heisst „Plastikfrei gärtnern“ und verspricht über 150 nachhaltige Alternativen und Upcycling-Ideen. Ich hatte in meinem letzten Buch „Mein Wabi Sabi Garten“ schon das Thema Plastik im Garten aufgegriffen. Leider ist es so, dass gerade bei der naturnahen Tätigkeit des Gärtnerns besonders viel Plastik anfällt. Vor allem bei der Pflanzen- und Substratproduktion lässt es sich bislang noch nicht vermeiden. Habt ihr z.B. gewusst, dass jährlich an die 500 Mio. Plastiktöpfe im Umlauf sind? Eine schwindelerregende Zahl! Am fiesesten ist das Mikroplastik, das man mit blossem Auge nicht sehen kann. Durch den weltweiten Maskenwahnsinn landen jetzt weitere Tonnen unrecyclebares und dazu verseuchtes Material in der Umwelt und in unseren ohnehin sich am Anschlag befindenden Meeren. Müll und Plastik reduzieren bleibt also ein brandheisses Thema, und so war ich gespannt auf das Buch.

Eingangs beleuchtet die Autorin die Eigenschaften, Arten und „Nebenwirkungen“ von Plastik sowie den Weg, den es einschlägt, sobald es in der Mülltonne landet. Interessant ist der Abschnitt über verstecktes Plastik, in dem ich erfuhr, dass Küchenpapier Mikroplastik enthalten kann und deshalb nicht auf den Kompost sollte. Mea culpa, ich werd’s nicht mehr tun. Danach werden Alternativen für die Gartengestaltung vorgestellt. Diese beschwöre auch ich seit Jahren, denn natürliche Materialien entwickeln nicht nur eine schönere Patina, viele gehen schliesslich wieder in den Naturkreislauf zürück. Plastik lässt sich zum Beispiel auch reduzieren, indem man die Beete mit langlebigen Pflanzen versieht. Elke Schwarzer gibt hilfreiche Tipps zu plastikfreien Anzuchtgefässen und ermutigt, Pflanzen selbst zu vermehren. Das kann ich nur unterstreichen: Es macht so viel Freude, Pflanzen aus Stecklingen und Samen selbst zu ziehen. Probiert es aus 😀 ! Inspirierend sind auch die Upcycling-Projekte. Aus alten Dingen etwas machen – das ist wirklich befriedigend ohne Ende. Plastik reduzieren können wir auch, indem wir Gartenerde und -dünger selbst herstellen und auf natürliches Material für Pflanzstützen zurückgreifen. Die Bücher aus der Reihe #machsnachhaltig sind ein haptischer Genuss, die Aufmachung ist benutzerfreundlich und cool. Im Buch gibt’s ein Lesezeichen und die Aufforderung, das Buch mit anderen zu teilen. Alles sympathische Züge, die in Verbindung mit den vielen Ideen und Anregungen ausgiebiges Lesevergnügen garantieren. Lasst uns die Welt nachhaltiger gestalten 🙌.

15 thoughts

    1. Ich habe mich ganz kurz schlau gemacht: es ist wohl so, dass es in manchen Rollen drin ist. Werde demnächst mal auf die Packungen schauen, ob etwas angegeben ist. Es gibt auch welche aus Bambusfasern, die aber auch nicht ganz „unbedenklich“ sind. Das Beste ist wohl, es so wenig wie möglich zu nehmen. Du hast ja sicher einen Kompost, oder?

      1. Gleich nochmal sorry 🤣 Weiß nicht wo ich da angekommen bin aber ich war noch nicht ganz fertig. 😁
        Wollte schreiben dass ich nachschauen muss was auf der Rollenverpackung steht.
        Und äh… 🙈… Seit dem Umzug habe ich mich aufs Haus renovieren konzentriert.
        Gartenmässig sieht es elendig aus, habe noch nicht mal einen Kompost 🙈
        Wollte jetzt im Frühjahr ein Gewächshaus anschaffen aber in der momentanen Situation bin ich unsicher ob ich hier noch was investieren soll… Wenn wir vielleicht ja bald enteignet werden.
        Liebe Grüße aus dem – 16° C kalten Schweden!
        Claudia

      2. Liebe Claudia, du hast mir eine schlaflose Nacht bereitet, echt. Gibt es denn in Schweden schon Anzeichen, dass es in Richtung Enteignung geht? Es sind wirklich schreckliche Zeiten, und leider spitzt es sich ja eher zu als dass es sich entspannt. Geniesst die Natur, ihr zwei, und macht aus jedem Moment das Beste. So machen wir es auch. Schönes Wochenende 🙂 PS: Ich glaube, das mit dem Mikroplastik trifft nicht auf alle Küchenrollen zu. Frage ist, muss es deklariert werden. Ich checke das nochmals mit Elke ab.

      3. Oje, dass du eine schlaflose Nacht hast, wollte ich ganz sicher nicht!!!
        Anzeichen für Enteignung gibt es nicht aber ein ordentliches (großes) Gewächshaus für meine Breitengrade inkl. Zubehör kostet ja auch eine kleine Stange Geld. Und da überlegt man halt schon mehr als einmal ob man zu diesen Zeiten wirklich in so was investieren soll…. vielleicht denke ich auch einfach viel zu viel.
        Sorry auf jeden Fall…. mach dir keine Gedanken um uns…. uns geht es bisher ganz gut.

        Auf der Verpackung unserer Küchenrollen vom Lidl 🙈 steht zumindest 100% Zellulose. Also hoffentlich kein Mikroplastik.

        LG Claudia

      4. Ich bin froh, dass es euch beiden gut geht 🙂 . Was die Zukunft angeht, so glaube ich, dass man sich mehr auf die Selbstversorgung konzentrieren sollte. Auf YT gibt es inspirierende Videos über Permakultur, auch für winterkalte Regionen. Auf unseren Küchenrollen steht dasselbe. Auf utopia.de habe ich gelesen, dass Mikroplastik vor allem in Feuchttüchern vorkommt. Schönen Sonntag, Annette

  1. Ich habe das Buch schon gelesen, viele gute Tipps, aber bei manchen Abschnitten fehlte für mich der Bezug zum Thema.

  2. The first word of my comment has been swallowed up Annette and should be ‚I’m‘. I’m having great problems commenting on WordPress blogs at the moment and must have tried half a dozen times or more without success before copying my disappearing comment and then changing browser!

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