IMG_7119 Wisley

Es ist mal wieder soweit: Kaum nähert sich der Winter seinem Ende, sehen sich Magazine und Experten bemüssigt, uns die neuen Gartentrends zu unterbreiten. Mich befällt schon ein leichtes Zittern, wenn ich die Ankündigung auf der Titelseite lese. Viel lieber würde ich auf diesen Seiten etwas wirklich Spannendes lesen, z.B. wie man den rosenfürchtigen Gatten eines Besseren belehrt oder die Nachbarskatzen davon abhält, die putzigen Rotkehlchen im fremden Garten (oder überhaupt!) zu meucheln, oder wie Menschen mit Gräsergärten reagieren, wenn die Stunde der Miscanthus-Teilung naht. Aber nein, ich werde bombardiert mit finsteren Prognosen: Corten-Stahl ist nun out, bei Erwähnung des Wortes ‚Allium‘ rümpfen Gartenfashionistas künftig die Nase, Buchsbälle sind so was von ‚out‘, das gibt’s gar nicht, und wurzelnackte, kleine Bäume pflanzen nur noch irgendwelche Hinterwäldler, denn ‚in‘ sind ausgewachsene Bäume. Letztes Jahr, ihr mögt euch vielleicht erinnern, hiess man uns, Tausende von Alliums zu pflanzen, Corten-Stahl-Wände bis zum Umfallen zu integrieren und trotz Zünsler lustig weiter Buchs zu pflanzen. Bitte nun nicht wütend auf den austreibenden Alliumzwiebeln herumtrappeln oder gar die Stahlwand auf den Sperrmüll werfen. Auch wenn ihr treu dem Trend folgt, wäre dies überstürzt, denn ganz sicher kehren die nun Verschmähten irgendwann wieder zurück. Dann könnt ihr eure Cortendeko wieder vorziehen. 😉 Ich bin kein Freund von Modetrends egal welcher Art, und vor allem bin ich kein Freund der um sich greifenden Globalisierung, die auch vor unseren Gärten nicht halt macht. Ich bin gegen Modediktat und für mehr Individualität. Ein gruseliger Schauer befällt mich auch, wenn irgendwelche Pflanzen zur ‚Pflanze des Jahres‘ gekürt werden. Das ist fast so widerlich wie die Miss-Wahlen. Was ist eure Meinung? Lest ihr diese Trends mit Interesse? Nehmen sie Einfluss auf eure Gartengestaltung? Wenn ja, wie geht ihr damit um, wenn alles ständig über den Haufen geworfen wird? Wie gestaltet ihr eure Gärten? Lasst uns ein wenig diskutieren – ich freue mich drauf!

It’s that time of year again when certain magazines and experts feel the urge to tell us about the new gardening trends. I already get the creeps when I see the headline on the cover. I’d so much more see the space dedicated to something really fascinating, like how to help husbands overcome their unnecessary fear of roses, or how to stop the neighbour’s cats from murdering my dear little robins, or how people with grass gardens cope with reality when the time has come to finally divide the Miscanthus. But no way, instead I get bombarded by sinister predictions: Corten steel is from now on ‚out‘, from tomorrow on garden fashionistas will turn up their noses at the pure mention of the word ‚Allium‘, box balls are even worse than ‚out‘, and bare rooted, small trees will only be planted by some sad hillbilly because now it’s hip to plant mature specimen. Last year, you may recall, they told us to plant thousands of Allium, integrate Corten into every nook and cranny and to keep planting box balls in spite of the loathsome pyralids. But easy, easy, please don’t trample the emerging alliums or throw the Corten on the skip! Even if you follow trends faithfully, it’d be too hurried and most certainly those who now are being despised will celebrate their comeback before too long. Then you can pull the Corten steel out again. 😉 I’m not a friend of fashion trends and certainly not of the ever spreading globalisation that doesn’t stop at our garden gate. I’m against fashion dictate and for more individuality. I also get the creeps when some plants are elected ‚plant of the year‘. That’s almost as dreadful as a beauty contest. What do you think? Are you interested in gardening trends? Do they influence your design? If so, how do you cope with constantly changing trends? How do you proceed when planning your garden? Let us discuss a bit – I’m looking forward to it!