‚Piep-piep-piep‘ – das hören wir derzeit oft in der Nacht ums Haus herum und im Garten. Aber die Verursacher sind heimlich, und es sind die Anschleichkünste eines Winnetou gefragt, möchte man die ‚Piepser‘ in flagranti erwischen. Sobald sie nämlich unsere Fusstritte vernehmen, schweigen sie. Aber als alte Indianersquaw bin ich nicht so leicht abzuwimmeln, halte geduldig inne und mache bei jedem Fiepen den nächsten Schritt. Dazu gehört Mut, keine Frage, denn es kann schliesslich alles mögliche da draussen in der Nacht lauern. Aber Gärtner sind ja bekanntlich mutig und nahkampferprobt (denkt nur an all die Läuse und Schnecken!). Als ich das Fiepen neben mir glaubte, schaltete ich meine Taschenlampe an und staunte nicht schlecht: Eine winzige Geburtshelferkröte sass unter unserem Grill auf der Terrasse. In der Nähe unter dem Gartenkamin raschelte es plötzlich. Mir schlug das Herz bis zum Hals! Zwei weitere Kröten hatten uns zielstrebig angepeilt und fielen alsbald über den kleinen Gesellen her. Was danach geschah…naja, nicht viel, denn ich wollte wirklich nicht weiter stören…ist ja eine sehr persönliche Angelegenheit 😉

Geburtshelferkröten (Alytes obstetricans) werden nur ca. 5cm gross und haben Warzen auf Rücken und Flanken. Sie sind in Westeuropa und Nordafrika heimisch. Ihre Oberseite ist gelb, bräunlich mit grünen, roten und schwarzen Flecken und Punkten. Sie sind sehr gesellig, leben in Mauern, Böschungen und manchmal auch Kies- und Sandgruben. Als nachtaktive Zeitgenossen verbringen sie den Tag gemütlich in ihrem Unterschlupf. Das Interessante ist jedoch, dass sich das Männchen um den Nachwuchs kümmert und mit Eischnüren von bis zu 100 Eiern gesehen werden kann, die es sich um Leib und Hinterbeine schlingt. Nach 3-7 Wochen schlüpfen die Kleinen bei Wasserkontakt. Kröten ernähren sich von Würmern, Schnecken (bravo!) und Gliederfüsslern. Habt ihr auch Kröten im Garten?

‚Peep-peep-peep‘ – a sound which we hear quite often around the house and in the garden these days. The perpetrators are rather furtive, and you have to be a master stalker if you want to catch them in the act. The moment they hear your footsteps, they keep silent. As an experienced wildlife stalker I only move when they bleep. You’ll have to be brave to do that kind of thing as you never know what’s lurking out there in  the dark night! But as we all know gardeners are courageous creatures and experienced in close combat (think of all those greenflies and slugs!). When I finally felt that the bleeper was right next to me, I switched on my torch and saw a little midwife toad sitting right under our barbecue grill. Suddenly very close I could hear some commotion underneath the garden chimney. My heart was beating fast! Two more toads had set their sights on us, came straight towards us to pounce on the little chap. Well, what happened thereafter…not much and I didn’t want to disturb them any longer…quite a personal matter too 😉

Midwife toads (Alytes obstetricans) grow to about 5cm long and have warts on their back and flanks. They can be found across western Europe and northern Africa. Their upper side is yellow, brownish with green, red and black spots. They’re very social and live in walls, slopes and sometimes quarries. They’re nocturnal and spend the day in a sheltered spot. The interesting thing about them is, that the males care for the offspring and can often be seen with up to 100 eggs slung around hind legs and belly. After 3-7 weeks the babes are born when they get in contact with water. Toads eat worms, slugs (bravo!) and arthropods. Do you also have toads in your garden?

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