Gartendesign ist fantastisch, aber auch überwältigend. Man steht vor dem Bereich, Beet, Garten, dem man seinen Stempel aufdrücken möchte, und eine Million Gedanken schiessen einem durch den Kopf. Man sucht nach dem Geist (genius loci). Manchmal findet man ihn, manchmal nicht. Nicht jeder Ort hat einen Geist, aber wenn ja, dann tut man gut daran, ihn zu respektieren und ihm tunlichst nicht auf die Füsse zu treten. Im Idealfall arbeitet man Hand in Hand und schafft einen Ort, der sich nahtlos und scheinbar mühelos in seine Umgebung fügt. Verzweifle nicht, wenn du den Geist nicht findest. Es gibt immer noch den Sinn des Ortes (im Englischen viel treffender ’sense of place‘ genannt), den man anstreben kann. Im besten Fall hat man beides! Unser Geist ist auf jeden Fall eine rechte Persönlichkeit – unmöglich, ihn zu ignorieren, so bin ich vorsichtig beim Design des letzten, bislang relativ unberührten Bereichs: dem Obstgarten. Als wir ankamen bestand dieser aus einer wilden Wiese und sehr vernachlässigten Bäumen. Wir beschnitten sie so gut es ging. Der Obstgarten beherbergt auch meine bescheidene Wildrosensammlung und die ‚Narzissenwelle‘. Obstgärten beschwören allerlei bukolische, romantische Bilder herauf: Apfelblüte (stimmt), Picknick unter dem Apfelbaum (stimmt auch), Bäume, deren Zweige sich unter der Last der Früchte biegen (stimmt manchmal) und eine üppige Ernte mit lachenden Maiden (selten). Die bittere Wahrheit ist eine andere: Wenn man wie wir in der Wildnis lebt und biologisch gärtnert, dann muss man lernen zu teilen. Da es ausser bei uns weit und breit keine Obstbäume gibt, rückt unser Garten in den Fokus unerwünschter Aufmerksamkeit. Rehe und Wildschweine mögen wir ganz gut im Griff haben, aber Vögel sind eine andere Sache. Lassen wir mal ihren rührenden Gesang und das unschuldige Aussehen beiseite. Sie sind höllisch gierig und kennen keine Grenzen! Es wäre mir egal, wenn sie einen Apfel oder eine Pflaume vollständig aufessen würden, aber leider haben sie die Angewohnheit alle Früchte anzupicken. Der Unterhalt von Obstbäumen ist zeitintensiv. Das wäre mir egal, wenn das Ergebnis entsprechend ausfiele, was nicht der Fall ist. So haben wir beschlossen, die Anzahl der Obstbäume zu reduzieren und einen kleinen Park mit Ziersträuchern und -bäumen und Beeten mit Gräsern und Stauden anzulegen. Ich bin kein Freund von Minimalismus und liebe die Vielfalt. Niemals könnte ich mich auf eine Massenpflanzung mit 3 oder 4 Arten beschränken. Komplett immergrüne Gärten sind mir ebenfalls ein Graus. Ehrlich gesagt, habe ich den Verdacht, Leute mit immergrünen Gärten weigern sich, den Tod als Bestandteil des Lebens anzuerkennen. Ich habe viel Freude am Vergehen und Sterben in meinem Garten – auch ihnen wohnt ein Zauber inne. Den Obstgarten betritt man über eine Steintreppe, die beidseitig von Buchswolken gesäumt ist und auf eine Pergola mit Rosen und Geissblatt führt. Ich war noch nie ein Freund säulenförmiger Gehölze (sie erinnern mich an Friedhöfe), aber mittlerweile habe ich meine Meinung geändert. In Südfrankreich fühlen sich säulenförmige Sträucher -meistens in Form von Cupressus sempervirens- nämlich gut und richtig an. Um Struktur und Pergola zu betonen wurden vier C. sempervirens gepflanzt und ein 5. neben den Brunnen in der Auffahrt, um eine optische Verbindung zu schaffen. Mit dem Abtragen der Grasnarbe habe ich begonnen und arbeite nun an den Pflanzplänen. Ich werde auch Gräser-Blocks integrieren, weil sie im Winter einfach entzückend aussehen. Was die Gehölze angeht, so haben u.a. Cornus ‚Schmetterling‘ und ‚Milky Way‘, Viburnum plicatum ‚Watanabe‘, Malus ‚Prairie Fire‘, Symphoricarpos ‚Mother of pearl‘, Paulownia fortunei ‚Fast Blue‘, Amelanchier, Clerodendron und Heptacodium Einzug gehalten. Das Absägen von Bäumen ist eine schmerzvolle Angelegenheit, aber nachdem ich mich überwunden hatte, wurde schnell klar, dass es die richtige Entscheidung war. Auch zwei Feigen fielen der Säge zum Opfer. Die letzten Jahre hingen sie zwar voller Früchte, aber sie waren innen trocken und ungeniessbar. Im Herbst traf ich einen Feigen-Experten, der das Rätsel schnell löste. Beide Feigen waren unfruchtbar. Zum Glück hatte ich zu Anfang eine dritte Sorte -Violetta- gepflanzt, die bald die Leere der einen Feige füllen wird. Aufregende Zeiten! Ich liebe die Beetplanung und werde euch auf dem Laufenden halten. Wie geht ihr bei der Gartenplanung vor? Sucht ihr auch den Geist?

Designing a garden is an awesome project. You look at the place that is due to be transformed and millions of thoughts are rushing through your mind. You search for the spirit (genius loci). Sometimes you find it, sometimes you don’t. Not every place has a spirit but if it does you better respect it and refrain from stepping on its toes. You know how nasty ghosts can get! The ideal scenario is to work hand in hand to create a place that melts seamlessly and seemingly effortlessly into its surroundings. If you don’t find a spirit, don’t despair! There’s always a sense of place which can and should be achieved. Mind you, our spirit is quite a character and impossible to ignore so I have to tread lightly when approaching the last bit which is still waiting to be designed: the orchard. When we came it was just a wild meadow with seriously neglected trees. We pruned them as best as we could. The orchard is also home for my humble collection of species roses and the ‚daffodil wave‘. Orchards conjure all sorts of bucolic, romantic images of apple blossom (true), picnics underneath apple trees (true), trees heavily laden with fruit (sometimes true) and a bountiful harvest with laughing maidens (rarely). The bitter truth is that when you live in the middle of nowhere AND garden organically, you have to learn to share. As our fruit trees are the only ones for miles, our garden becomes the focus of unwanted attention. Whereas we have deer and wild boar fairly well under control, birds are a different story. Never mind their charming song and innocent looks – they’re as greedy as hell and know no bounds! I wouldn’t mind if they ate one apple completely but they have the tendency to pick every single fruit. Anyway, keeping fruit trees in good shape and health is rather time-consuming which I wouldn’t mind if the outcome was worthwile but it isn’t. So we’ve decided to reduce their number and turn the orchard into a little parc with ornamental shrubs, trees as well as borders featuring perennials and grasses to prolong the season. I’m no lover of minimalism and appreciate variety. I could never live with massed plantings of 3 or 4 different types of plants. I also hate completely evergreen gardens. To be honest, I think their owners refuse to accept death as part of life. I very much enjoy degeneration and death in my garden – they have a magic of their own. You enter the orchard via steps bordered by cloud-pruned box hedges which lead you to a pergola with roses and honeysuckle. This also marks a stunning vista to the village and castle across the valley. Never a friend of columnar trees (make me think of graveyards), I recently had to review my feelings towards them (the trees not the graveyards). In the South of France columnar trees -usually Cupressus sempervirens- actually feel right. So I planted four to add to the structure and to mark the central pergola and a fifth one next to the stone well in the drive to continue the theme out into another part of the garden. I’ve already started to remove the turf where the new borders will be and I’m working on the planting plan.I will also incorporate blocks of grasses because they add so much beauty in winter. As for shrubs/trees there are Cornus ‚Schmetterling‘ & ‚Milky Way‘, Viburnum plicatum ‚Watanabe‘, Malus ‚Prairie fire‘, Symphoricarpos ‚Mother of pearl‘, Paulownia fortunei ‚Fast blue‘, Amelanchier, Clerodendron and Heptacodium etc. providing flowers, fruits and interesting bark/foliage. Cutting trees must be one of the hardest jobs in gardening, but once I got going I knew it was the right decision. We also had to remove two mature fig trees because, although they were full of fruit, they never produced any edible figs. Talking to a fig expert last autumn revealed the problem which is obviously quite common: the figs were not fertile. I had already planted a third fig ‚Violetta‘ when we arrived which will eventually fill the emptiness the others left, but it still hurts. Exciting times ahead – I just love planning and planting new areas of the garden! How do you develop the design of a new space? Do you search for the spirit too?

Am Anfang nach der ersten Mahd/ After the first cut of the long grass

Mas de Béty

Beschneiden/Entfernen ausgewählter Bäume/Pruning and removal of selected trees

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_MG_8297-2-0375Cupressus sempervirens hält Einzug/ moving in

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47 thoughts

  1. Annette, one of the grand aspects of planning a new garden area is that, if things don’t work out, you can always remove the offender and add a replacement. I find that I see new and wonderful plants I want in my garden, but there’s no room, so I must decide which one to sacrifice. It’s a continuing process…and a fun one.

  2. Ja, dein Freud und Leid einer (kleinen) Obstwiese kann ich gut nachvollziehen. Eine tolle Baumblüte haben wir auch immer, sofern das Wetter nicht komplett daneben ist. Da wir auch nicht spritzen, schwankt die Ernte stark – meistens entweder gar nichts oder viel zu viel 😉 Auch der Appetit der Vögel ist von Jahr zu Jahr verschieden.

    Trotzdem möchte ich die Obstwiese nicht missen, schon allein wegen der Baumblüte.

    Was die Beetplanung betrifft – dazu bin ich erst in der Lage, wenn ich auch loslegen kann. Vorher weigert sich mein Gehirn strikt, sich mit dem Thema zu befassen 😉

    Liebe Grüße aus dem regengrauen Rheinland, das zur Zeit nicht zu Gartengedanken inspiriert,

    Jana

    1. Ich wünschte, der Appetit würde bei uns auch variieren, aber sie sind immer gleich gierig. Wir haben immer noch sehr viele Obstbäume, aber ich denke, dieser Bereich wird durch seine Vielfalt nun attraktiver. Wann ist es denn Zeit zum Loslegen bei dir? Ich bin reif für den Frühling, liebe Jana, mach’s gut 🙂

      1. Von mir aus kann der Frühling ebenfalls gerne kommen, aber das dauert hier sicher noch ein bisschen. Wenn’s ein kurzer Winter ist, geht es aber März so langsam los. Zumindest ist dann Zeit, zum Tomaten-Vorziehen 🙂

        Liebe Grüße
        Jana

  3. Jaja die Geister. Ich versuche sie auch zu beschwören, vor allem weil mein „Reich“ sehr viel bescheidener ist. Dazu kommt, dass ich (leider) bislang noch wenig „sense“ für eine Gartenästhetik habe, sondern meine praktischen Wünsche nach Nutzgarten präferiere. Ich hoffe sehr, dass ich im Ergebnis nicht alles gar zu sehr verhunze. Wir mussten zuerst das Nötige wagen: entwildern und zwei tote große Waldbäume fällen (ein dritter hat noch Schonfrist, weil er mir gar zu sehr ans Herz gewachsen ist). Und nun wir Baum und Baum, Busch um Busch hinzugefügt, leider so ganz ohne KnowHow und Ahnung. Aber spannend ist es allemal 🙂

    1. Auch wenn man mehr auf Nutzgarten gepolt ist, kann man diesen ästhetisch gestalten. Wobei sich die Frage stellt, ob Ästhetik im Auge des Betrachters liegt. Ich glaube, du gehst mit ausreichend Feingefühl an die Sache heran, und das wird den Geist froh stimmen, denn diesen gibt es bei deinem Grundstück bestimmt!

      1. Danke. Vermutlich ändert sich das auch mit den Jahren und der Erfahrung. Jetzt zu wissen, dass ich dieses Grundstück haben werde, so lange ich will (oder kann), gibt mir auch die nötige Gelassenheit, Dinge bzw. die Pflanzen sich entwickeln zu lassen

  4. Ich wünsche Dir viel Glück mit Deinem Obstgarten und denke, dass Du gut mit dem Geist umgehen kannst. Das Problem mit den Vögeln ist bei mir ähnlich geartet und man muss schon ein sehr großer Vogelfreund sein, wenn man da tatenlos zuschaut. Meine Apfelbäume sind sehr alt und einige geben jetzt auf, sie sind auch wohl kaum geschnitten worden, als wir einzogen, war es für sie schon zu spät, bis jetzt erfreue mich noch an dem Fallobst, was ich geschwind verarbeite, aber ich überlege nun schon 3 Jahre, wie ich diesen Platz am Besten neu gestalten kann, ich denke dieses Jahr werden die Ideen reifen. Liebe Grüße Marlies

    1. So alt sind die Bäume bei uns noch nicht, aber mir gefällt die Idee eines dekorativen Obstgartens mit Beeten und Gehölzen gut, vor allem weil er mich das ganze Jahr erfreuen wird…hoffe ich zumindest! Bin gespannt, was du aus eurem zauberst. Liebe Grüsse

      1. Ich bin auch gespannt, das Dumme ist, dass ich vor 10 Jahren Kletterrosen an die alten Apfelbäume gepflanzt habe und jetzt schon ein Teil abgestorben und abgebrochen ist, bzw. ganz tot ist, da werde ich wohl die Rosen opfern müssen. LG Marlies

      2. Rosen sind fast nicht zu killen, und wenn du die Bäume entfernst, ist das vielleicht die Gelegenheit für einen kräftigen Rückschnitt der Rosen und eine Überlegung, wie sie in Zukunft in die Gestaltung eingebunden werden können.

  5. The new Cypress trees look great and frame that pergola perfectly, and your choice of plants sounds wonderful! You’ve captured my favourite part on entering a new garden: dreaming about what it might be like 🙂

    1. Dreaming is so good, Matt, and to turn your dreams into reality is even better! Quite pleased with the cypress trees and relieved that they don’t make the place look like a graveyard!

  6. Oh Annette, what a brilliant post. I don’t know where to start! Yes I totally agree about the trees in the orchard. I’m so tired of sharing fruit with the birds and other pests. And yes, if only they would eat one apple or pear without munching on all of them. I didn’t realise until we moved here that plants and trees have a life time (silly isn’t it) .. and yes they grow, flourish and die. But this is good too as you say … time to change, reshape and love the garden again for all that it is. Good luck with your orchard – oh how I wished I lived closer to you, I would love to lend a hand 🙂

    1. You know, I’m sitting at breakfast clenching my jaw looking at them eating all my plums, figs etc. but I think iis more of a concern when you have a small harvest because in friends‘ gardens that have more fruit there’s always enough for birds and humans. I’m planning to offer garden holidays sometime in the future…this may tempt you to come over who knows 😉

  7. Die Buchenhecke, die wir vor knapp 6 Wochen gepflanzt haben, stand letzthin so merkwürdig schräg. Was soll ich sagen: Die Wühlmäuse waren dran gewesen. Und zwar in vernichtender Gründlichkeit. Daran und an so vielen anderen Pflanzen in diesem Jahr, dass ich echt schon richtige Hassgefühle gegen die entwickle. (Was natürlich völlig albern ist, die können ja meinen Namen nicht mal schreiben.) Also das als Antwort auf etwaige Pläne, die ich hier haben könnte. Das richtet die Natur ganz von allein. Übrigens auch bei den Bäumen, wie du es beschrieben hast. Kampfgeschwader aus der Luft und ratzfatz ist alles dahin.
    So ganz gelassen wie du kann ich es nicht sehen, aber es nützt ja nichts, die Viecher gehören ja eher dazu, als ich. (Hmpf)
    Jedenfalls arbeite ich am Gleichmut, das dürfte erfolgversprechender sein, als Mäusefallen zu setzen 🙂

    1. Wühlmäuse sind wohl das Schlimmste, was dem Gärtner widerfahren kann, liebe Heike, du hast mein volles Mitgefühl! Gelassenheit stellt sich bei mir nur zögernd ein, aber Haare raufen nützt nix, nur dem, der Perücken produziert! Frag nicht, wie viele Mäuse wir diesen Winter gefangen haben…grenzt schon an Völkermord. Bin froh, wenn die Schlangen wieder aufwachen, da die Eulen die Sache nicht in den Griff kriegen 😉

  8. Diese Säulen-Zypressen o.ä. liebe ich in entsprechendem Raum und nicht in einem Reihenhaus-Garten. Du hast doch genug Fläche und ich bin gespannt, wie es im Sommer ausschaut!
    Unsere Obstbäume spritzen wir auch nicht…da haben wir die gleichen Probleme! Ein Netz über die guten Kirschen half zwar im letzten Jahr, aber es sieht schon ganz schön blöd aus!! Ebenso der Wein, den wir schützen müssen, um etwas von ihm zu haben!
    Letztendlich bekommen aber auch alle ihren Teil!
    Liebe Grüße und eine gute Woche,
    Sabine

    1. So geht es mir eben auch, und ich bin ebenfalls gespannt, wie sich die Sache entwickeln wird. Netze hängen wir auch über die Bäume, aber meisten finden sie einen Weg darunter. Gärtnern ist halt oft auch ein Kampf, zum Glück überwiegen die Glücksgefühle. Euch auch eine gute Woche 🙂

  9. Your plans sound very interesting Annette, designing your own garden is such a personal journey and sense of place is so important, you certainly seem to have achieved that though. I can relate to your sadness of taking trees out. Interesting comment too about the fertility of figs.

    1. I think this may be helpful for other gardeners wondering why their figs are no good as I’ve often heard others complain. I googled it and checked my clever books but couldn’t find anything useful. But now that I’ve identified the problem it was easier to remove them.

  10. Like you, I believe I search for the spirit of the place too. Designing needs to have that element I think, or it just becomes puting a plant here or there. The design principles matter of course, but something deeper drives a true artist. I have seen that in your work.

    1. I think the spirit can be harder to find in an urban environment where you’re also a lot more freedom when it comes to designing gardens. You may even get away with a Japanese garden that would look completely out of place in the country. But a sense of place can always be achieved.

  11. A lovely post. I agree with you, getting rid of trees is always difficult. I have the same problem, my orchard has been an orchard for several hundred years. The trouble is that the trees are dying one by one from honey fungus and inevitably it is changing, but I believe a garden should evolve. It can never be set in stone forever. I don‘ t know if the genii loci will object but I have plans for this part of the garden. I will leave the 2 huge horse chestnuts though, even though they take up so much room.
    I am looking forward to seeing how your orchard evolves.

    1. To see them die of disease is not easy either but I always try to look at the new opportunities that will come up in a situation like this. We still have plenty of fruit trees left but it will be far more attractive to complement the planting with more glamorous companions. Our trees are not old so they don’t have the beauty of age (gnarled trunks etc.) yet. Are your chestnuts still healthy? You’re absolutely right: no garden should ever stop evolving.

  12. It is interesting to see how you approach the question. Finding the genus loci can be difficult in some situations but I think in the end having found it is what makes the garden.
    I admire you for writing bilingual posts. I feel I should do the same since I worked as a professional translator/interpreter all my life but so far I have been too lazy to do so.

    1. Spirits don’t inhabit each and every place, that’s why we have to consider the sense of place. Finding the time to write bilingual posts is a challenge but it keeps my brain alive, I guess. It’d be great to read yours in French, Alain, as I could learn so much!

  13. Oh I am sorry to read about the removal of some of your apple trees Annette but it sounds as if they were not worth all that hard work. I imagine that the birds will make formal complaints 🙂 An exciting chance though to replant. I look forward to seeing and reading more about your new planting as the months unfold.

  14. When I read about ’sharing‘ your fruit, I thought you were going to describe a situation similar to ours in Ireland where we had an old apple orchard. Every silly person in the area appeared to have cut down their trees 30 years ago – but they loved apple pies. Ours was the only one left and so everyone had a share. We did get some back – and especially enjoyed the illegal apple poteen, distilled from our orchard. Basically we couldn’t keep up with all the apples ourselves, so it was a good deal. Your orchard looks wonderful and I look forward to pictures of the daffodil ‚wave‘ – I’m sure you must have posted it before, but I missed it!

    1. Up to now we were very lucky to have generous friends sharing their harvest, Cathy. I remember it being a struggle in Ireland too as our orchard was the only one for many miles and birds used to invade the place. We even made a fruit cage. We once got a bottle of Poteen and still have nightmares about it…strong stuff indeed, glad we didn’t turn blind afterwards!

  15. I thoroughly enjoyed reading this post Annette and hearing your thought process as well as your plans – it will be a pleasure to share this journey with you. When and Monsieur first viewed this property, did you know immediately that it was the place for you? We certainly did here…

  16. It will be exciting to see those cypress grow, and cemetery did not even cross my mind when I saw the picture!
    We are a few years behind you here. The apple and pear have been planted as well as blueberries. Insects and rabbits have made off with most of the harvest so far but we still have the rosy glow of optimism towards our ‚orchard‘. A few more years should sour that spirit!

    1. Hi Frank, our orchard must be 20 years old but as I say, the former owners neglected the trees big time. We still have about 10 fruit trees left which is more then enough when you think of having to defend them come harvest time 😉

  17. I’ve always gardened on small, fairly featureless plots in city or suburb. They are unhaunted, so I try to attract a spirit. I agree with you about evergreens, I am baffled by people who are conifer enthusiasts. What kind of fruit do you have in your orchard? I have lots of fruiting plants, but I leave just about all the fruit for the birds – elderberry, juneberry, currant, etc.

    1. And you definitely succeed, Jason, as your plot is just beautiful! We have apples, pears, plums, mirabelle, cherries, quince or should have if it weren’t for the birds 😉

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