Archive für den Monat: Januar, 2015

Gartendesign ist fantastisch, aber auch überwältigend. Man steht vor dem Bereich, Beet, Garten, dem man seinen Stempel aufdrücken möchte, und eine Million Gedanken schiessen einem durch den Kopf. Man sucht nach dem Geist (genius loci). Manchmal findet man ihn, manchmal nicht. Nicht jeder Ort hat einen Geist, aber wenn ja, dann tut man gut daran, ihn zu respektieren und ihm tunlichst nicht auf die Füsse zu treten. Im Idealfall arbeitet man Hand in Hand und schafft einen Ort, der sich nahtlos und scheinbar mühelos in seine Umgebung fügt. Verzweifle nicht, wenn du den Geist nicht findest. Es gibt immer noch den Sinn des Ortes (im Englischen viel treffender ’sense of place‘ genannt), den man anstreben kann. Im besten Fall hat man beides! Unser Geist ist auf jeden Fall eine rechte Persönlichkeit – unmöglich, ihn zu ignorieren, so bin ich vorsichtig beim Design des letzten, bislang relativ unberührten Bereichs: dem Obstgarten. Als wir ankamen bestand dieser aus einer wilden Wiese und sehr vernachlässigten Bäumen. Wir beschnitten sie so gut es ging. Der Obstgarten beherbergt auch meine bescheidene Wildrosensammlung und die ‚Narzissenwelle‘. Obstgärten beschwören allerlei bukolische, romantische Bilder herauf: Apfelblüte (stimmt), Picknick unter dem Apfelbaum (stimmt auch), Bäume, deren Zweige sich unter der Last der Früchte biegen (stimmt manchmal) und eine üppige Ernte mit lachenden Maiden (selten). Die bittere Wahrheit ist eine andere: Wenn man wie wir in der Wildnis lebt und biologisch gärtnert, dann muss man lernen zu teilen. Da es ausser bei uns weit und breit keine Obstbäume gibt, rückt unser Garten in den Fokus unerwünschter Aufmerksamkeit. Rehe und Wildschweine mögen wir ganz gut im Griff haben, aber Vögel sind eine andere Sache. Lassen wir mal ihren rührenden Gesang und das unschuldige Aussehen beiseite. Sie sind höllisch gierig und kennen keine Grenzen! Es wäre mir egal, wenn sie einen Apfel oder eine Pflaume vollständig aufessen würden, aber leider haben sie die Angewohnheit alle Früchte anzupicken. Der Unterhalt von Obstbäumen ist zeitintensiv. Das wäre mir egal, wenn das Ergebnis entsprechend ausfiele, was nicht der Fall ist. So haben wir beschlossen, die Anzahl der Obstbäume zu reduzieren und einen kleinen Park mit Ziersträuchern und -bäumen und Beeten mit Gräsern und Stauden anzulegen. Ich bin kein Freund von Minimalismus und liebe die Vielfalt. Niemals könnte ich mich auf eine Massenpflanzung mit 3 oder 4 Arten beschränken. Komplett immergrüne Gärten sind mir ebenfalls ein Graus. Ehrlich gesagt, habe ich den Verdacht, Leute mit immergrünen Gärten weigern sich, den Tod als Bestandteil des Lebens anzuerkennen. Ich habe viel Freude am Vergehen und Sterben in meinem Garten – auch ihnen wohnt ein Zauber inne. Den Obstgarten betritt man über eine Steintreppe, die beidseitig von Buchswolken gesäumt ist und auf eine Pergola mit Rosen und Geissblatt führt. Ich war noch nie ein Freund säulenförmiger Gehölze (sie erinnern mich an Friedhöfe), aber mittlerweile habe ich meine Meinung geändert. In Südfrankreich fühlen sich säulenförmige Sträucher -meistens in Form von Cupressus sempervirens- nämlich gut und richtig an. Um Struktur und Pergola zu betonen wurden vier C. sempervirens gepflanzt und ein 5. neben den Brunnen in der Auffahrt, um eine optische Verbindung zu schaffen. Mit dem Abtragen der Grasnarbe habe ich begonnen und arbeite nun an den Pflanzplänen. Ich werde auch Gräser-Blocks integrieren, weil sie im Winter einfach entzückend aussehen. Was die Gehölze angeht, so haben u.a. Cornus ‚Schmetterling‘ und ‚Milky Way‘, Viburnum plicatum ‚Watanabe‘, Malus ‚Prairie Fire‘, Symphoricarpos ‚Mother of pearl‘, Paulownia fortunei ‚Fast Blue‘, Amelanchier, Clerodendron und Heptacodium Einzug gehalten. Das Absägen von Bäumen ist eine schmerzvolle Angelegenheit, aber nachdem ich mich überwunden hatte, wurde schnell klar, dass es die richtige Entscheidung war. Auch zwei Feigen fielen der Säge zum Opfer. Die letzten Jahre hingen sie zwar voller Früchte, aber sie waren innen trocken und ungeniessbar. Im Herbst traf ich einen Feigen-Experten, der das Rätsel schnell löste. Beide Feigen waren unfruchtbar. Zum Glück hatte ich zu Anfang eine dritte Sorte -Violetta- gepflanzt, die bald die Leere der einen Feige füllen wird. Aufregende Zeiten! Ich liebe die Beetplanung und werde euch auf dem Laufenden halten. Wie geht ihr bei der Gartenplanung vor? Sucht ihr auch den Geist?

Designing a garden is an awesome project. You look at the place that is due to be transformed and millions of thoughts are rushing through your mind. You search for the spirit (genius loci). Sometimes you find it, sometimes you don’t. Not every place has a spirit but if it does you better respect it and refrain from stepping on its toes. You know how nasty ghosts can get! The ideal scenario is to work hand in hand to create a place that melts seamlessly and seemingly effortlessly into its surroundings. If you don’t find a spirit, don’t despair! There’s always a sense of place which can and should be achieved. Mind you, our spirit is quite a character and impossible to ignore so I have to tread lightly when approaching the last bit which is still waiting to be designed: the orchard. When we came it was just a wild meadow with seriously neglected trees. We pruned them as best as we could. The orchard is also home for my humble collection of species roses and the ‚daffodil wave‘. Orchards conjure all sorts of bucolic, romantic images of apple blossom (true), picnics underneath apple trees (true), trees heavily laden with fruit (sometimes true) and a bountiful harvest with laughing maidens (rarely). The bitter truth is that when you live in the middle of nowhere AND garden organically, you have to learn to share. As our fruit trees are the only ones for miles, our garden becomes the focus of unwanted attention. Whereas we have deer and wild boar fairly well under control, birds are a different story. Never mind their charming song and innocent looks – they’re as greedy as hell and know no bounds! I wouldn’t mind if they ate one apple completely but they have the tendency to pick every single fruit. Anyway, keeping fruit trees in good shape and health is rather time-consuming which I wouldn’t mind if the outcome was worthwile but it isn’t. So we’ve decided to reduce their number and turn the orchard into a little parc with ornamental shrubs, trees as well as borders featuring perennials and grasses to prolong the season. I’m no lover of minimalism and appreciate variety. I could never live with massed plantings of 3 or 4 different types of plants. I also hate completely evergreen gardens. To be honest, I think their owners refuse to accept death as part of life. I very much enjoy degeneration and death in my garden – they have a magic of their own. You enter the orchard via steps bordered by cloud-pruned box hedges which lead you to a pergola with roses and honeysuckle. This also marks a stunning vista to the village and castle across the valley. Never a friend of columnar trees (make me think of graveyards), I recently had to review my feelings towards them (the trees not the graveyards). In the South of France columnar trees -usually Cupressus sempervirens- actually feel right. So I planted four to add to the structure and to mark the central pergola and a fifth one next to the stone well in the drive to continue the theme out into another part of the garden. I’ve already started to remove the turf where the new borders will be and I’m working on the planting plan.I will also incorporate blocks of grasses because they add so much beauty in winter. As for shrubs/trees there are Cornus ‚Schmetterling‘ & ‚Milky Way‘, Viburnum plicatum ‚Watanabe‘, Malus ‚Prairie fire‘, Symphoricarpos ‚Mother of pearl‘, Paulownia fortunei ‚Fast blue‘, Amelanchier, Clerodendron and Heptacodium etc. providing flowers, fruits and interesting bark/foliage. Cutting trees must be one of the hardest jobs in gardening, but once I got going I knew it was the right decision. We also had to remove two mature fig trees because, although they were full of fruit, they never produced any edible figs. Talking to a fig expert last autumn revealed the problem which is obviously quite common: the figs were not fertile. I had already planted a third fig ‚Violetta‘ when we arrived which will eventually fill the emptiness the others left, but it still hurts. Exciting times ahead – I just love planning and planting new areas of the garden! How do you develop the design of a new space? Do you search for the spirit too?

Am Anfang nach der ersten Mahd/ After the first cut of the long grass

Mas de Béty

Beschneiden/Entfernen ausgewählter Bäume/Pruning and removal of selected trees

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_MG_8297-2-0375Cupressus sempervirens hält Einzug/ moving in

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one-lovely-blog-award-logo Matt has nominated me for the One lovely blog award – I’m so honoured, thank you, Matt, also for sharing your garden passion in your own very lovely blog Railwayparade. By accepting the nomination you’ll agree to give away five things about yourself. I try to be as funny as Matt who suggested having a glass of something before starting ;). Here we go… Matt hat mich für den One lovely blog award nominiert – ich fühle mich so geehrt, vielen Dank, Matt, auch fürs Teilen deiner Gartenpassion in deinem eigenen netten Blog Railwayparade. Wenn man die Nominierung annimmt, erklärt man sich bereit, fünf Dinge über sich preiszugeben. Ich versuche so lustig wie Matt zu antworten, der mir riet, vorher ein Gläschen zu trinken ;). Los geht’s… 1. In the pursuit of my garden passion I’ve been known to behave rather bizarrely and my neighbours looked pretty confused when they saw me hopping around like Roger Federer with a flyswatter (I know he uses a racket!) last summer in an effort to fight the invasion of june beetles. And yes, I know Don Quixote… In der Ausübung meiner gärtnerischen Passion benehme ich mich manchmal etwas bizarr, z.B. als ich letzten Sommer wie Roger Federer mit der Fliegenklatsche durch den Garten hechtete (ich weiss, er hat einen Tennisschläger!), um mich der Junikäfer-Invasion zu stellen. Ja, ich kenne Don Quijote… 2. In my last life I was a fish and I adore water. That’s why Monsieur won’t let me have a pool because he’s afraid I’d spend all day in the water while he’s slaving in the garden. In meinem letzten Leben war ich ein Fisch und liebe Wasser, deshalb weigert sich Monsieur, mir einen Pool zu bauen. Er fürchtet, dass er sich hernach im Garten abrackern muss, während ich den ganzen Tag im Wasser dümple. 3. Only my mule and I know that I pretend to be Zorro when we’re out galloping through the woods. Nur mein Muli und ich wissen, dass ich so tue als wäre ich Zorro, wenn wir durch den Wald galoppieren. 4. When I’m out shooting my own or another garden in stunning landscape and the light is like molten gold, the atmosphere so peaceful, then I know that I’ve the most beautiful albeit not the best paid job in the world. In those moments of pure bliss I can hardly breath, I’m so moved. Life is good! Wenn ich einen Garten in einer tollen Landschaft fotografiere, und goldenes Licht und friedliche Atmosphäre kommen zusammen, dann weiss ich, dass ich den schönsten Job der Welt habe. In solchen Momenten der Glückseligkeit kann ich kaum atmen, so berührt bin ich. Das Leben ist gut! 5. I have an obsession about blackbirds: In winter when they dig up my garden and throw around my carefully placed mulch I’m inclined to give some of them away to a good home. 😉 Ich bin besessen von Amseln: Wenn sie im Winter meinen Garten umgraben und den ganzen Mulch, den ich zuvor sorgfältig ausgebracht habe, herumschmeissen, dann bin ich geneigt, ein paar an ein gutes Zuhause abzugeben. 😉 I’d like to nominate five lovely blogs (indeed the choice is hard as there are so many):/ Ich möchte die folgenden schönen Blogs nominieren (die Wahl ist schwierig, da es so viele gibt): greentapestry homesteadnotes landglueck pecaroschneider frogpondfarm Then, a few days ago Aquileana nominated me for the Very Inspiring Blogger Award – thank you so much, Aquileana, again I’m honoured but couldn’t accept as I just don’t have enough time to do another award post. Check out her fascinating blog here. Friends sent us this quote of Li Po for New Year – I love it and just have to share it with you: Life passes like a flash of lightening whose blaze hardly lasts long enough to see while the earth and the sky stand still for ever how swiftly changing time flies across man’s face oh you, who sit over your full cup and do not drink tell me what are you still waiting for.   Well, I’m not sitting over a full cup anymore…and hope neither do you. 🙂   Before I go, here are some frosty pics of my garden…nice hoar frost doesn’t happen too often around here but if it does… _MG_9226-0390 _MG_9218-0390 _MG_9199-0390 _MG_9176-0390 _MG_9169-0390 _MG_9155-0390 _MG_9123-0390 _MG_9117-0390 _MG_9390-0394

Mieux vivre Jardin

Mieux vivre dans son jardin

The Big Garden and Croft

A small country living in the Outer Hebrides

ONCE MORE AROUND THE SUN

A photograph every day for a year

Stephen Studd Photography

Travel Gardens Plants

The World according to Dina

Notes on Seeing, Reading & Writing, Living & Loving in The North

Gartenstreifzug

Garten und Natur

Leselebenszeichen

Buchbesprechungen von Ulrike Sokul©

Jardins à l'Anglaise

Gardens in France... and elsewhere

Expressing my vision

A journey into creativity

All creatures great and small

een kijkje in de keuken van de natuur

Photofocus

education and inspiration for visual storytellers

Wayne Grundy's PhotoTech Blog

A blog about digital photography techniques and technology

Hopeful Traveller

Moving in many directions, sometimes quite slowly, but always with a camera. www.anniegaphotography.co.uk

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