Als wir vor etwas mehr als zwei Jahren hier ankamen, gab es mitten auf der Wiese ein undurchdringliches Gestrüpp mit einer Wildschweinsuhle, bei der sich allerlei Tiere zum Trinken und Baden einfanden. Wasser ist spannend, und wir wollten auch gern etwas davon haben. So entfernen wir alle Brombeeren, eine umgestürzte Weide und anderen Wildwuchs. Als der Bagger während der Renovierungsarbeiten vor Ort war, machten wir aus der Pfütze -denn mehr war es nicht- einen richtigen Teich von 10m x 5m. Ob es denn ein Teich würde, stand damals in den Sternen, aber mit dem schweren Lehmboden hatten wir gute Chancen, dass er sich mit der Zeit selbst abdichten würde. Wenn nicht, wäre der Anblick vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber auch ein temporäres Gewässer (zu diesen zählen auch Wald-, Schmelzwassertümpel, Pfützen) weist eine enorme Artenvielfalt auf und wird von Molchen, Kröten, Fröschen und zahlreichen Kleinstlebewesen aufgesucht. Sie sind ein wichtiges Habitat und ersetzen von Menschen zerstörte Auengebiete und Sumpflandschaften. Die einstige Suhle dichtete sich aber tatsächlich ab und wurde zum Teich, dessen Niveau zwar saisonal variiert, der aber bislang nie ausgetrocknet ist, was auf eine unterirdische Quelle schliessen lässt. Bis vor kurzem sickerte Wasser aus dem Erdreich unterhalb des Teichs, aber nun ist es trocken. Erstaunlich ist die Geschwindigkeit, mit der sich Leben am und im Wasser einfindet: Es dauerte nur wenige Wochen, bis wir die ersten Ringelnattern, Molche, Libellen, Wasserläufer, -käfer und Frösche sichteten. Rohrkolben (Typha minima) wächst nun am Ufer. Ins Wasser setzten wir eine Gelbe Teichrose (Nuphar lutea), eine Seerose und Iris, damit sich Frösche & Co. verstecken können, wenn der Reiher landet. Er stattet uns seit diesem Jahr Besuche ab. Den Teich zäunten wir mit grobem Kastanienholz ein, damit die Mulis nicht baden gehen, und irgendwann bauen wir vielleicht ein Holzdeck, auf dem wir sitzen und die Tierwelt beobachten können. Hier zeige ich euch einige Bilder von der Entwicklung des Teichs…am schönsten ist es in den frühen Morgenstunden, wenn das Licht verzaubert.

When we arrived a little over two years ago, there was a dense, thorny thicket in the middle of our meadow which harboured a small wallow regularly visited by wild boar, deer etc. Water is fascinating and we wanted to have our share. So we started clearing the jungle, removing brambles, a fallen willow and lots of other nasty thorny stuff. When the digger was on site during renovation work on the house, we enlarged the puddle -that’s all it was- and made a proper pond of 10m x 5m.  Would it eventually turn into a pond? We had no idea but chances were good that the heavy clay would eventually seal naturally. If not, the view onto an empty hole would have been something to get used to, but seasonal or vernal pools are important habitats and harbour a wide variety of species like frogs, newts, toads and microorganisms . In times when more and more marshland and water meadows are being destroyed by human action and so called progress, vernal pools replace the original habitat and thus are of great importance. But the former wallow did eventually seal and turn into a pond – the level varies but so far it hasn’t dried out which makes us think there’s a spring. Up until recently the water was seeping through the soil below the pond but now it has stopped. It’s amazing how quickly life settles in and around the water: It only took a few weeks until we saw the first grass snakes, newts, frogs, dragonflies, water skaters and beetles. Dwarf bulrush (Typha minima) has settled on the edge. We planted yellow pond lily (Nuphar lutea), iris and water lily so that frogs & Co. can hide when the heron is visiting. A rough chestnut fence is making sure that the mules don’t take a bath! In future we may build a deck for sitting and watching the wildlife. Let me show you some pics of the development…it’s a beautiful place especially early in the morning when the light works its magic.

Das Dickicht / The thicket

IMG_6333Nach unserer Aktion / After the clearingIMG_7891Im ersten Jahr war es ein trüber Anblick /Pretty sad sight during the first year_MG_0229-0010Viel besser! Der Zaun macht sich gut. / Much better! The fence is blending in nicely._MG_4964-0300Lythrum salicaria_MG_6780-0134Viele Wildblumen gedeihen auf der Wiese und am Teichufer. / Lots of wildflowers grow in the meadow and around the pond._MG_4531-0082

_MG_4547-0082Lookout! _MG_4561-0082Sonnenaufgang / Sunrise_MG_5779-0105Briza maxima (Zittergras/Quaking grass)_MG_5757-0105Am Ufer pflanzten wir neben Fargesia, Miscanthus, Molinia auch einen Judasbaum (Cercis siliquastrum), Cornus sanguinea Midwinter Fire, Salix exigua und eine Kopfweide. Die Pflanzen werden nicht gegossen (da der Teich zu weit vom Haus weg ist), somit wächst alles sehr langsam – survival of the fittest!

Along the pond edge we planted Fargesia, Miscanthus, Molinia, Cercis siliquastrum, Cornus sanguinea Midwinter Fire, Salix exigua and a pollard willow. There’s no extra watering (to far from the house), so things grow slowly – surivival of the fittest!_MG_4962-0300

_MG_6471-0113Wiesenzünsler / Meadow moth_MG_4621.agriphilas_nemorellus-0083Schwebfliege / Hover fly_MG_5047.centaurea_jacea-0094Libelloides coccajus_MG_4701.libelloides_coccajus-0086little work of art / kleines Kunstwerk

_MG_5137-0096Knapweed fritillary/Flockenblumen-Scheckenfalter

_MG_4673.melitaea_phoebe-0086Was geht denn hier ab? / Something odd going on here…_MG_5081-0094

Mating burnet mothsSchwalbenschwanz/ Old World Swallowtail

_MG_4609.papilio_machaon-0083Tagpfauenauge / Peacock

_MG_9080Im Spätsommer blüh Eupatorium cannabinum und ziehen Bläulinge an. / In late summer Eupatorium cannabinum attracts chalk- blues._MG_9196Schachbrettfalter / Marbled white_MG_4986-0300Libelle / Drangonfly

IMG_5905Im Wasser…/In the water_MG_4972-0300

_MG_4973-0300Jeden Tag gibt es Neues zu entdecken! Ohne Wasser möchte ich nicht sein. Was ist mit euch? Habt ihr auch Wasser im Garten?

Something new to discover every day! I wouldn’t want to be without a water feature. What about you?

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