Languedoc

Jedes Jahr stattet mich mein liebstes Gartenmagazin mit einer Liste von „must have“ Pflanzen aus. Das Einzige, was mich mit dieser grosszügigen Geste versöhnt, ist die Tatsache, dass diese meist von einem echten Pflanzenkenner -dieses Jahr Dan Pearson, den ich sehr schätze- zusammengestellt wird. Die Frage ist: Möchte ich eine Liste haben, die mir sagt, welche Pflanzen ich zu kaufen habe? Ist es nicht totlangweilig, wenn man überall auf das gleiche Grünzeug trifft? Bereits jetzt stösst man in Gärten immer wieder auf alte Bekannte – wahrscheinlich gerade weil Gärtner glauben, sie unbedingt haben zu müssen. (Das heisst nicht, dass es nicht wichtig ist, gute Pflanzen zu erwähnen und vorzustellen!) Dasselbe trifft auf Gartenstile zu: Magazine sagen uns, was angesagt und cool ist. Übrigens auch Wohnmagazine, die uns seit Jahren vorgaukeln, unser Zuhause müsste einem sterilen, WEISSEN OP ähneln…aber das ist ein anderes Thema. Denkt an all die Japangärten, die gleich Champignons aus dem Boden schossen und sich nun unbehaglich in euopäischen Vorgärten winden. Später liessen die Leute den besten Mutterboden tonnenweise abtransportieren, um den Boden abzumagern und tonnenweise Kies ankarren zu lassen, weil sie einen Kiesgarten haben wollten. Nachhaltigkeit – was ist das? Jetzt heisst’s Piet Oudolf landauf, landab. Versteht mich nicht falsch – ich mag Piets Pflanzstil, aber möchte ich ihn wirklich in jedem Garten des Planeten kopiert sehen? Er ist in einem mongolischen Innenhof oder auf Hawaii vielleicht etwas fehl am Platz. Meine Antwort ist nein. Ich liebe individuelle, innovate Konzepte, fürchte jedoch, Individualität ist vom Austerben bedroht. Ich frage mich, ist es überhaupt möglich, einen persönlichen Stil zu entwickeln, wenn man ständig einer Flut von „tun und haben müssen“ ausgesetzt ist? Wie findet man heraus, welcher Gartenstil der richtige für einen selbst ist? Wo suchen und finden wir Inspiration? Wie muss man gestrickt sein, um sich ungeachtet aller Trends einen eigenen Stil zu verschaffen? Habt ihr Gartenvorbilder? Sicher sind die besten Gärten jene, die einen untrüglichen, persönlichen Stempel tragen und uns zu überraschen vermögen. Vor kurzem stellte eine Dame die Frage, ob Sichtachsen wirklich notwendig sind. Ob es nicht besser sei, sich am Gelände und den Gegebenheiten zu orientieren? Wer hat eigentlich behauptet, dass Sichtachsen der heilige Gral der Gestaltung sind? Viel wird geschrieben, frech behauptet und einfach ohne Nachhaken akzeptiert. Russell Page sagt in „The Education of a gardener“, ein Garten brauche keine Aussicht, im Gegenteil, sie sei ein Nachteil und nicht wünschenswert, gefährde gar das Design. Ich widerspreche dem. Ein Garten, der schön ist und eine gute Aussicht geniesst, ist ein Juwel! (siehe Hanburys La Mortola) Aber vielleicht war Russell ebenfalls ein Modeopfer seiner Zeit? Ich würde mich freuen, wenn wir Gärtner es öfter wagen würden, Dinge und „Tatsachen“, Moden und eiserne Gesetze der Gartenwelt zu hinterfragen. Seid mutig, wild, ein bisschen verrückt und findet euren eigenen Weg durch den Dschungel – verwirklicht euch und kopiert nicht die anderen. Was ist dein Lieblingsgarten? Hast du jemals analysiert, warum er dich anspricht? Oder vice versa, warum ein anderer es nicht tut. Einer meiner liebsten Gärten ist Berchigranges  im Elsass/Frankreich. Ich mache mir oft Gedanken, was seinen Zauber ausmacht und komme immer wieder zum Schluss, dass es an seinem Genius loci und seiner Individualität liegt. Er ist lebendig, innovativ und meisterlich bepflanzt. Lasst eure Idee und Gedanken schweifen und sagt mir, was ihr denkt: Sind Gärten Modeopfer? Sind wir selbst Modeopfer? Kann man dem überhaupt aus dem Weg gehen? Ich meine, es ist eine Herausforderung, aber möglich, genauso wie das Schaffen eines Gartens eine Kunstform sein kann. Was wir anstreben und zu welchen Höhen wir uns aufschwingen, steht auf einem anderen Blatt.  Wenn ihr, wie ich, Lust an  munteren Diskussionen über die philosophische Seite des Gärtnerns habt, schaut auch bei Chloris vorbei, die vor einigen Tagen ein spannendes Thema aufgegriffen hat. Ich sitze bei herrlichstem Sonnenschein im Garten und hoffe, auch ihr habt ein sonniges Wochenende 🙂

Every year my favourite garden magazine provides me with a list of „must have“ plants. The only thing that conciliates me with this generous gesture is the fact that it is usually compiled by a true plantsman/woman, this year Dan Pearson whom I appreciate a lot and who knows his stuff.  The question is: Do I want a list telling me what I ought to buy? Isn’t it dead boring to find the same plants wherever you go? Already now we often stumble upon the same old acquaintances in other gardens – probably because gardeners were led to believe they must have them. (This doesn’t mean that it is not important to highlight good plants!) Same with garden styles: magazines tell us what’s hip and cool. Same for interior decoration by the way, where magazines pretend that our homes should look like sterile, WHITE operating theatres…but that’s another thing. Think of all the Japanese gardens that popped up like mushrooms and lead lives of quiet desperation in European gardens. A little after that people ripped out their perfectly good soil by the lorry loads to bring in gravel and sand by the lorry loads in the effort to create the gravel garden of their dreams. Sustainable – what’s that? Nowadays it’s Piet Oudolf up and down the country or countries rather. Don’t get me wrong! I like Piet’s planting style but do I really want to see it imitated all over the world? It may look ill at ease in a Mongolian courtyard or on Hawaii. My answer is no. I love individuality, a seriously threatened feature on the brink of extinction. I wonder whether it is possible to develop a distinct, personal style if we’re constantly exposed to this flood of must dos , must haves? How do you find out what kind of garden it is you want for yourself? Where do you look for and find inspiration? What are people made of that manage to develop their own style in spite of all the trends and influences? Do you have gardening heroes? It’s quite rare to find a garden that leaves you breathless and curious, no? Surely, the best gardens are those that are individual and able to surprise. The other day a lady asked: Is it really that important to have vistas in the garden? Is it not more important to consider the shape of the land and let this inspire your decisions? Who told us that vistas are the holy grail? Russell Page said in his acclaimed book  „The education of a gardener“ that a garden needed no good views (out into the landscape, that is), in the contrary, a view would be rather a downside and may even put the design at risk. Well, a lot of things have been written but it’s not all true, believe me. A garden that is beautiful AND has a good view is a gem (think Hanbury, La Mortola), so I kindly dissent with Mr. Page. Maybe he too was a fashion victim in his days… I’d like to see gardeners question trends, „facts“ and iron laws of the horticultural world. Be brave, wild, a little crazy and find your own way through the jungle – express yourself, don’t copy. What is your favourite garden? Did you ever analyze it to find out why it appeals to you? Or vice versa, why others don’t. One of my favourite gardens is Berchigranges in Alsace/France. I often ponder its attraction and it always boils down to its deep sense of place and individuality. It’s quirky, innovative and masterly planted. So let your thoughts run wild and tell me what you think: Are gardens fashion victims? Are we gardeners fashion victims? Can we avoid it at all? I think that as well as garden making has the potential to be an art form, we too have the potential to develop our own style. What we’re striving for and are capable of in the end is an entirely different matter. If you’re like me and enjoy a lively discussion about the philosophical side of gardening, do also pop over to Choris who sparked an interesting one a few days ago. I’m sitting in the sunshine in my garden right now and hope you’re having a sunny weekend too 🙂

56 thoughts

  1. Vielen Dank für deinen Gedankenanstoß, Annette. Ich kann ja nur für mich und meinen Garten sprechen, dessen Gestaltung mehrere Komponenten bestimmen:
    Da sind zum einen die klimatischen Verhältnisse (Wind, Feuchtigkeit, kurze Sommer), dann die Bodenbeschaffenheit (Moorland) und nicht zuletzt meine eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse beim Gärtnern (eher bescheiden), die bestimmen, was wachsen darf und was nicht. Anregungen hole ich mir bei euch, also den versierten Gartenmenschen wie du das bist, oder Sabine, oder Scratchmo, Barbara und vielen anderen, die ich nicht persönlich kenne.
    Es dürfte sich im Garten ähnlich verhalten, wie in anderen Bereichen, in denen Menschen konsumieren. Die einen entwickeln einen persönlichen unverwechselbaren Stil und die anderen imitieren und halten für schön, was gerade en vogue ist. Die Industrie dahinter gibt ihr Bestes, die Umsätze anzukurbeln. In meinem Umfeld kann ich beides finden. Mit persönlich sympathischer ist immer das Individuelle. Und die angesprochenen Kiesgärten waren vor 20 Jahren schon grauenhaft. Sie repräsentieren aber eben auch eine ganz bestimmte Klientel Menschen. Wie vieles andere auch 🙂
    Sonne hatten wir heute übrigens auch. Schön wars. Einfach nur schön. Da singt das Herz 🙂

    1. Liebe Heike, du orientierst dich ja schon mal ganz gut, finde ich. Wie weit das Gartenvirus dich in der Kralle hat und deine Weiterentwicklung bestimmt, kann ich nicht beurteilen. Natürlich sind wir alle Einflüssen ausgesetzt, aber nicht alle gleich stark dafür empfänglich. Die Industrie spielt bei der Sache eine nicht unwesentliche Rolle. Kiesgärten können wunderbar sein, wenn sie passen – schau Beth Chattos Beispiel, ein Traum! Ich wünsche dir, dass du deinen grünen Weg findest. Freude und Spannung garantiert 🙂

  2. Ja, es würde doch sehr langweilig, wenn alle dem Modetrend, den es ja auch beim Gärtnern gibt, folgen würden. Da findet man dann plötzlich z.B. nur noch Gräser, die Pflanzenmärkte favorisieren alle das gleiche, und wenn man seine Pflanzen nicht aus Samen zieht, ist es manchmal schwer, sich dagegen zu wehren, es wird einem nur der Trend angeboten. Ich selber liebe es indiviualistisch, schaue mir aber wahnsinnig gerne alles an, obwohl ich es nicht nachmache. Einiges nehme ich an, wenn es für meine Gegebenheiten passt, oder ich wage einen Versuch und merke, es klappt nicht. Dann halt anders, ich experimentiere gerne, das erfordert im garten Geduld, da man ja nicht gleich sieht, was letztendlich herauskommt. Aber es ist aufregend und spannend, und wenn jetzt das neue Gartenjahr startet, hab eich manchmal Bauchschmerzen vor Aufregung, wie wohl alles wird. Ich wünsche dir einen schönen Sonntagabend, liebe Annette, lg Marlies

    1. Ich denke schon, es ist wichtig, für alles offen zu sein, nur alles hinzunehmen, finde ich kritisch. Freude am Experimentieren ist ein ganz wichtiger Teil beim Gärtnern, und so entwickeln wir uns auch weiter. Danke für deinen Kommentar, liebe Marlies 🙂

  3. Hallo Annette, eine interessante Frage, die du dir/und uns Lesern da stellst. Allerdings eine, die für mich z.B. in einer ganz anderen Liga angesiedelt ist, als die, in der ich spiele. Heute war ich das erste Mal in diesem Frühjahr wieder länger in meinem kleinen Garten. Mode? Fashion? … hihi … nix wie plane, nackte Erde. Wenn ich nicht wüsste, dass in einigen Wochen Zucchinipflanzen, Bohnenstangen, Erbsengitter, Tomatenstäbe und -pflanzen, dem Ganzen etwas Schwung uns Struktur geben, könnte ich mich nur still etwas schämen 😉 Von bewusstem Handeln, von Kunstform oder Sichtachsen weit entfernt. Wer weiß, vielleicht kommt der Blick, das Wissen mit dem Tun, mit dem Blättern von „Modeheftchen“ mit der Lust, es einmal auszuprobieren … davon zu erkennen, dass es hier „Richtungen“ gibt, ist aber so ein Laie, wie meinereiner weit entfernt.

    1. Liebe Scratchy, wenn man wie du Gemüse anbaut, ist es anders, aber auch hier kann man natürlich gewisse Ambitionen entwickeln, denke mal an Villandry oder Sarah Raven. Laien sind herzlich willkommen und sollen sich ebenfalls austoben 😉

  4. Hi, Annette. !
    Also,das mit dem Modeopfer kann ich nur bestätigen.
    Wenn ich mich in meiner näheren Umgebung so umschaue,denke ich oft ,dass ich eigendlich nur einen Garten zu sehen brauche, um alle zu kennen. Weisse oder graue Kiesel und alles porentief rein.Da sieht man dann die Kopie einer Kopie.Ist schon gruselig. Andererseits denke ich, dass es auch immer eine Geschmackssache ist. Ich folgte noch nie einem Trend – zum einen weil es (Gott sei Dank) mein Buget nicht zuließ, zum anderen weil ich schon immer anders gedacht habe.Mein Garten durfte und darf sich entwickeln.Auch dürfen Pflanzen einziehen und- wenn sie sich dann ihren Platz erobert haben, bleiben.
    Deshalb habe ich auch immer Probleme, wenn mich jemand( wie neulich ) nach meinem Gartenstil fragt. Für mich ist es mein kleines Paradies. 😉
    Ich wünsche dir eine schöne Woche,lG Elke.

    1. Das ist traurig, Elke, aber beim Gärtnern ist es halt wie in allen Lebensbereichen: die einen haben Stil, die anderen nicht. Das betrübt mich auch, wenn ich Gärten besuche. Solange du mit deinem Paradies zufrieden bist, ist es doch prima. Du hast ja den Bezug dazu und Freude am Experimentieren – das ist schön 🙂

  5. Mein Garten ist kein Opfer der Mode, sondern mein Opfer.
    Gestylt ist hier gar nichts,..aber ich denke deine und meine Intensionen in Bezug auf schöner Garten sind etwas unterschiedlich.
    Deiner ist dennoch ein ganz ganz wunderbarer bezaubernder, meiner einfach ein wilder!

  6. I think it all depends on what sort of soil you happen to inherit when you buy your house, you have to go with what you have if you want your plants to be happy and increase. We have all sorts of different areas in the garden here, we are very lucky to have woodland, natural bog, shady areas and sunny areas. Beth Chatto has been my guru and opened my eyes to see that each plant should be put in the correct soil if it is to survive. To try and superimpose someone else’s planting plans without considering the soil would just lead to disaster I think.

  7. Yes, there is a problem and one sadly partly due to the ability of English gardeners to go more or less what they like. The English weather is hardly ever so cold as to be a major problems, never so hot that a little water won’t make the plant comfortable and then there’s always some rain not long in coming. Gardens designed for place – climate, soil, rainfall will always sit well in their landscape and so should always be in fashion. Even Dan’s plant list (and I am a big fan) had plants for many different situations and actually, surprisingly some of his descriptions of the plant’s needs were incorrrect. Designers who have too much of their own style instead of responding to the site and the clients needs can also be a problem. A good desinger will create magical gardens that are great to use and to look at – and that’s the best fashion there can be.

    1. Plants are often very adaptable, hence the confusing descriptions, I think. But for a design to be successful, one needs to consider the personality and genius loci. A lot of designer have a signature style which they keep repeating and that doesn’t feel right.

  8. Sehr interessantes Thema.
    Ich lasse mich sehr gerne von Gestaltungsideen inspirieren, wenn es um neue Farb- und Strukturkombinationen, um neue Arten oder Sorten für eine bestimmte Standortart geht. Doch käme es mir nicht in den Sinn, den Boden abzutragen und Kies auszubringen, weil es gerade modern ist oder sonstige gravierende Standortveränderungen vorzunehmen, um einer Mode gerecht zu werden. Zu solchen Eingriffen zähle ich natürlich nicht, wenn jemand aus einem jahrelang gedüngten Rasen eine Blumenwiese machen möchte und diesen daher abmagern muss, damit sich entsprechende Wildpflanzen auf Dauer gegen Gräser durchsetzen können. Sehr wohl aber, wenn aus natürlicher Pflanzenvielfalt ein kurz gemähter Rasen mit einigen dekorativ verteilten Steinquadern und 3 Formgehölzen gemacht wird. Ich habe bei manchen Gartenarchitekten den Eindruck, die mögen gar keine Pflanzen, sondern es sind für sie nur Gestaltungsobjekte, die zum neuen Bau- und Gartenmöbelstil passend angeordnet werden. Ich glaube, den Weg gehen nur diejenigen mit, die auch mit Pflanzen nichts am Hut haben. Zum Glück sind das ja auch bei den Gartenarchitekten nicht alle.
    Ich haderte vor ein paar Tagen mit einem ähnlichen Thema: Die aktuell modernen Gartenmöbeln im Lounge-Style: So großzügig und bequem sie sind: Sie nehmen so viel Platz weg. Und auch sie werden in den Katalogen fast ganz ohne Pflanzen gezeigt – die würden nur die klare Eleganz stören. Aber das verstört mich ;-).

    1. Liebe Eva, danke für dein Feedback. Das Problem bei vielen Gartenarchitekten ist, dass sie keine -oder wenig- Pflanzenkenntnisse haben. Das ist, meines Erachtens, zum Scheitern verurteilt. Was heute alles unter dem Namen Garten daher kommt, ist der pure Horror. Liegt natürlich auch daran, dass viele keinerlei Arbeit haben wollen. Manchmal würde ich manche meiner Kunden gerne fragen: Wozu braucht ihr mich, wenn ihr nur Kunstrasen und Zwerge wünscht?! Am schönsten finde ich es, wenn ich Gärten für Menschen gestalte, die eine echte Liebe zu Pflanzen haben. Was die Möbel angeht, so unterliegen sie auch dem (wahnsinnigen) Gesetz der Mode. Spricht mich gerade gar nicht an, was es da so gibt…und wenn’s dann steril in Szene gesetzt ist, geht’s mir wie dir: Verstörung pur

  9. I agree with Pauline and Christina. Your have to deal with what the site has to offer. I believe that the more your location is „difficult“ the more individualistic and original your garden will be simply because you will have to work harder at making something out of this difficult situation. It comes down to having what you call: „a deep sense of place and individuality“.
    My old garden, which had beautiful soil and a better climate, was „prettier“ than my present one, more fahionable and easier to appreciate. However, I think my present garden is much more interesting because it has required more thoughts and efforts, the number of plants I can used being a lot more restricted.

    1. Hi Alain, that’s a very interesting point you’re making and I agree totally: If you face certain challenges your plot is more likely to turn out full of intrigue. Your garden is very special – I have pictures of it in my mind which is a good sign 🙂

  10. Thank you for the mention, Annette.
    I agree with you. Fashions come and go in gardening and everybody jumps on the bandwagon. I like Piet Oudolf gardens but I think trying to make an English country garden look like an American prairie is totally inappropriate. Alexander Pope said ‚ Consult the genius of the place‘ and I think that is the best gardening advice ever. I don’t want my garden to look like everyone else’s. I hate the idea of being hip or cool. How awful. I want my garden to fit into the landscape and to sit well with the house and to reflect my taste, not Dan Pearson’s or anyone else’s.
    Thank you for an interesting post.

    1. Not everybody but a lot, so cheers to Robin Lane Fox who is not afraid to speak out on the Oudolf versus English rose garden matter! Pope was certainly right, I just wonder how many really understand what he referred to and what they should make out of it? Many are insecure and that’s when the designer comes in. He/she should overcome his/her ego though and conceive something which suits the client.

  11. I have had this argument myself. It is far more important to listen to the site and take cues from the surroundings, than to open a book or magazine and try to install what one sees in them. I keep hoping people will get there noses out of books and do what the site asks of them. As an architect, that is what was instilled in us from the beginning. It begins with the structures fitting their surroundings too.

    1. True, Donna, but how many can truely understand the language of the site, and then you need to consider the soft landscaping as well. A lot of people lack knowledge of plants and may not be curious enough to learn through trial and error.

  12. There’s room for everyone to have a vision of what a garden is. Finding some kind of „gardening authority“ in the beginning was useful to me (not well-known designers or trend-setters in my case, but friends and older relatives mostly). It is interesting to me to see or read about new plants or gardening themes or styles. I enjoy visiting gardens and garden centers for ideas, but rarely feel compelled to follow a fashion.

    1. Just my cup of tea, Susie. Nothing wrong with getting advice and inspiration from people you appreciate – it’s what you make of it that will distinguish you from the rest.

  13. I think people who follow fashions in garden design blindly are probably not gardeners at all. I think certain elements may be taken from the latest trend and adapted to the site, but also to the purpose and the person(s) behind the garden. My garden is very personal, not at all „in“, with definite room for improvement, but I like it and that’s what counts! 😉
    Glad you had some sunshine Annette – it’s a beautiful frosty and sunny morning here today! 😀

    1. Hi Cathy, interesting thought that proper gardeners may not be prone to the fashion regime – you may be right. Most gardens have room for improvement – that’s important too! Imagine it’d be all perfect…nightmare 😉

  14. Interessanter Text, selbst für mich, die keinen Garten hat und sich diesem „Problem“ Modegarten nicht stellen muss. Nichtsdestotrotz gibt es auch in Gärten Moden, denen manche (viele?) Leute hinterherrennen. Wenn alles gleich aussieht, mag ich’s auch nicht. Liebe Grüße und ebenfalls sonnige Grüße. 😉

  15. Für uns persönlich stellt sich die Frage nicht, allerdings stellen wir fest, dass sich viele Hobbygärtner an Garten-Zeitschriften u. ä. orientieren und zu Hause umsetzen möchten. Nur wenige überlegen, ob Örtlichkeit, Klima und Boden passen. Es ist immer eine persönliche Entscheidung, ob ich einen Buddha im fränkischen Bauerngarten haben möchte oder nicht. Die Mauerreste, heute nachgebaut in vielen kleinen Privatgärten – wer weiß denn, dass sie im Biedermeier beliebt und schon Goethe sie in seinem Landschaftsgarten, im Park an der Ilm als wichtiges Element einsetzte? Ich mag viele Gärten schön finden. Die Frage, ob es denn auch passt, die scheinen sich wenige zu stellen. Eine Flasche Wein schmeckt in der Region des Herkunftslandes immer anders als daheim! Schön, dass Du uns Gelegenheit zu dieser Diskussion gibst, liebe Annette!

    1. Es ist natürlich auch eine Frage des Wissens, inwiefern man blauäugig allen Trends hinterher rennt. Wenn man sich mit Pflanzen beschäftigt, geht man ganz anders an die Sache heran. Das mit dem Geschmack ist so eine Sache…manchmal recht schmerzhaft, nicht?! Liebe Grüsse an euch zwei 🙂

  16. I love those snails Annette. Now I wonder what magazine are referring to? 🙂 I’m with Pauline on this. Where your garden is situated should surely be the most important factor in deciding what you grow and certainly dictates what you can grow well. There are other factors that some of these magazines seem to conveniently ignore such as the amount of money, time and energy that any of us have to spend on our gardens. I’ve never liked being told what I should or shouldn’t like so do hope that I’m not a fashion victim. Another Beth Chatto fan here – hence my blog name 🙂

    1. You’re the first one to love them but they’re really cute and don’t seem that hungry. Magazines often create an illusion which can be a little frustrating to the reader who wonders how and if he/she’ll ever get there!

  17. When you look at any Movement they are made up of individuals. The New Perennial Movement is made up Mien Ruys, Piet Oudolf, Henk Gerritsen and many more and none of those gardens look the same. Our climate, weather, particualr sites and our choice of plants is going to create individual looking gardens. People who try and copy a style exactly are most likely going to be creating much more work for themselves.

  18. I think I am very much influenced by trends, although I like to think I’m above it…. I think it’s hard not to see ‚a look‘ again and again and not have any of it’s influence rub off on you.
    … but my garden is so poorly designed, I don’t think any designer would take credit for the little flourishes and nods that show up in my garden. I tend to let nature have the final call, and frequently allow things to do their own thing just because I’m curious to see how it turns out. The problem with this is that suddenly you wonder how the little oak seedling has begun to shade your iris!
    -also I love to experiment and propagate and sometimes when you’re standing there with a few hundred rooted boxwood cuttings, you need to come up with your own inspiration!

    1. Hi Frank, you should not look at your garden from a designer’s point of view because it’s all about you, your dreams, ideas, imagination – or at least that’s how it should be. It’s about experimenting too, about being able to let go sometimes, not wanting to be in control all the time. I just feel that many gardens are lacking soul, don’t you? I think with all influences we should still be able to create something special.

  19. Not long ago you talked about the garden you designed for a family and how thrilled they were with it, which made it so worthwhile for you – and you clearly assessed both their needs and the site’s potential in a thoughtful manner to make it so successful. For those of us who create our own gardens the important thing is that we enjoy it, whether it’s the creation itself, the learning from things that don’t work, the pleasure of observation, the physical gardening itself, or whatever – and in that respect it doesn’t really matter where our ideas have come from, if we can even identify their origins, as long as it appeals to us or we are enjoying working towards that appeal.

    1. I appreciate that, Cathy, and this may be true for a lot of people. Then there are those who don’t have a proper connection with their garden and they may be more prone to becoming a fashion victim. It’s a tricky question but I agree, if you get all of the things out of it that you mention it’s absolutely fine.

  20. What a great post Annette – really thought provoking. I like to think that I plan my garden for myself, with the best interests of the house and site at heart. I do, however, read books & magazines, watch TV programmes and visit other gardens which all must influence my taste. I like to think that I love dahlias because I grew up with them, but I find it hard to be sure that I would still be growing them if the fashion police outlawed them again. Nature or nurture? Such a difficult question.

    1. I feel you’re spot on, Julie. We’re all under some sort of influence but it depends on the individual how strong it will be reflected in our gardens. Thanks for your thoughtful comment.

  21. I am influenced by the ideas that show up in trends but not an exact copy of a style. There are so many good ideas in The New Perennial Movement: like the ‚after life‘ of plants, planting good clump forming perennials that don’t need to be divided or move about by agressive rooting or self seeding. I am only now starting to get a grip on those sort of perenials after a lot of hard ache of plants taking over my garden. I have laid out my garden in an arts and craft style of garden rooms which allows me to make areas based on what I fancy. I am definetly moving in the direction of using more native plants and less exotics becaue our enviroment is so different today with the loss of pollinators and the landscape continuing to be fractured by mono cultural plantings. I think differently about how to make gardens today then I did 30 years ago when I started gardeing so yes I am influenced by the times.

    1. We can’t help being influenced one way or another, I guess. It’s interesting though how people cope with this influence. Gardening is a life long learning process, that’s part of the fun. Your garden intrigues me and I look forward to seeing more of it, Don. Thanks for sharing your views!

  22. Well, I do love Piet Oudolf but I didn’t hear of him until after I had developed my own basic gardening style. I can say in all sincerity that I would garden as I do whether it was fashionable or not. Actually, my own garden looks quite different from almost all the ones around it. Could it be that Piet is secretly imitating me?

    In any case, I can assure you I would not plant a Japanese garden no matter how fashionable it becomes. Anything can become distorted by fashion trends, the answer is to always make pleasing and expressing yourself your primary goal.

  23. Really interesting, Annette. I think a lot of people lack the confidence to go it alone and follow their own taste. I’m not even sure many of us even know what our own taste is. It’s hard when we’re bombarded with so many ideas and images today for us to truly know what we want. I always wondered if I could afford to have a garden designed by someone else would I. It would seem a little odd to hand over something so personal to someone else. I’m also a great believer in gardens evolving as opposed to being created. However, it would be interesting to have somebody else’s perspective, ideas and knowledge. A really fascinating topic. Glad to hear you have sunshine. Have a lovely weekend.

    1. Hi Louise, I’ve had so much interesting feedback on this and it sparked lots of discussions on facebook too. Confidence, patience and experience are part of developing your own style. A lot of people haven’t got any patience and want an instant garden. The evolution of your personal idea of paradise is such an intriguing voyage though and enriches your life a great deal. We’re very lucky to be able to cherish this. Best wishes 🙂

  24. Hi Annette,an interesting article, and lots of questions!
    I think gardens and gardening is like other things be it food, or films or books in that there are fads, phases and fashions. Some things stand the test of time others fall by the wayside.
    I’m not a fan of 10 best lists, whatever they are, I guess I’m not a fan of following the crowd, but for some people someone elses list is a starting point, it takes courage and a bit of knowledge and a dollop of „what the heck“ to do things differently and I think for many people they simply want to fit in and don’t want to be different. Besides these lists seem to sell magazines……. plus it’s cheap journalism !
    Great article

    1. Hi Clare, afterwards I felt I had asked too many questions! Thanks for sharing your view. I think a lot of people need guidance and some will eventually succeed in establishing their own style. Guess there will always be fashion victims. Hadn’t thought of the cheap journalism side. Have a great weekend, I shall make yet another of Nigel’s frosted orange cakes today…#addiction

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