_MG_0605-0218Wie schön es ist, das tief stehende Licht des Winters, aber bald werden die Tage wieder länger, und viele kleine Zeichen deuten bereits jetzt auf den nahenden Frühling.

How beautiful it is, the low winter sun, but soon the days will be getting longer again and many little signs indicate that spring is not too far.

_MG_0552-0215Jeden Tag verbringe ich Zeit im Gewächshaus. Die Atmosphäre dort hat mich immer fasziniert, und ich möchte nicht ohne eines sein: Dieser erdige, warme Geruch nach Wachstum, die Ahnung von dem, was noch kommt! Beim kleinsten Sonnenstrahl wird es dort wohlig warm, und man kann es sich mit einem Buch und einer Tasse Tee bequem machen und vom Frühling träumen. Vor einigen Wochen habe ich bei meiner Baumschule eine Camellia sasanqua „Versicolor“ erstanden. Seit Jahren träume ich von einer C. sasanqua und entdeckte kürzlich erneut ihre herrlichen Blüten bei Susie in http://pbmgarden.wordpress.com/, und als ich im Polytunnel auf den Strauch traf, sah es verdächtig nach Schicksal aus. Im Frühjahr wird sie im Garten ausgepflanzt, aber bis dahin setze ich mich zu ihr ins Gewächshaus und bewundere sie gebührend. Ihr zarter Jasminduft ist auch nicht zu verachten. Camellia sasanqua wird auch Weihnachtskamelie genannt, weil sie bereits ab Herbst blüht und, da es es meist erst im neuen Jahr richtig kalt wird, weniger frostgefährdet ist als ihre Schwestern. In ihrer Heimat, den Wäldern im Süden Japans, mausert sie sich zu einem kleinen Baum von ca. 5m. Der eigentliche Teestrauch ist Camellia sinensis und wird in China bereits seit fast 5000 Jahren angebaut. Man vermutet, die Kamelienblüte sei die älteste, uns bekannte Blüte. Die Japaner nennen C. sasanqua „SAZANKWA“ = pflaumenblütiger Tee und verwenden die Blätter für eben dieses Getränk. Das Öl der Samen wird zum Kochen, für Kosmetika und Lampenöl genutzt. Holländische Händler brachten die ersten Pflanzen 1869 nach Europa, aber wegen ihrer Empfindlichkeit blieb ihre Kultur lange ein Privileg der oberen Klassen. C. sasanqua kommen auch mit sonnigen Standorten zurecht und wachsen in humusreichem, kalkfreiem Boden. Empfehlenswerte Sorten sind „Narumigata“, „Crimson King“ und „Satan’s Robe“, die alle mit dem Award of Garden Merit (AGM) der RHS ausgezeichnet wurden. Kennt ihr das Camellia Festival -Antiche Camelie della Luchesia- in der Toskana? Es findet jeden März in den Orten San Andrea di Compito und Pieve di Compito bei Lucca statt. Ein Besuch lohnt.

Every day I spend time in my greenhouse. Its atmosphere has always fascinated me and I wouldn’t want to be without: the earthy, warm smell of growth and promise! The smallest ray of sun turns it into a pleasant place and one can settle there with tea and a book and dream of spring. A few weeks ago I got myself a Camellia sasanqua „Versicolor“. I’ve been dreaming about a C. sasanqua for a few years and drooled over its beautiful flowers in Susie’s garden at http://pbmgarden.wordpress.com/ , and when I came across this shrub in the polytunnel of my nursery, it had destiny written all over it. I shall plant it into the garden in spring, and until then I will join it in the greenhouse and admire it duly. The flowers have a delicious scent of jasmine, not too strong just right. Camellia sasanqua is also called christmas camellia, because it starts to flower in autumn and as it usually only gets really cold in the new year its flowers are not so prone to frost damage. In its natural habitat, the forests of southern Japan, it grows into a small tree of about 5m. Tea is made of the leaves of Camellia sinensis which has been grown in China for nearly 5000 years and its flowers are supposed to be the oldest known to men. The Japanese call Camellia sasanqua „SAZANKWA“ = plum-flowered tea and also use its leaves for this beverage. The oil of the seeds has been used for cooking, cosmetics and lighting. Dutch traders brought the first plants to Europe in 1869, but due to their tenderness their culture remained a privilege of the rich. C. sasanqua can be grown in a sunny spot and likes humus-rich, lime free soil. Other good varieties are „Narumingata“, „Crimson King“ and „Satan’s Robe“, all of them have received the Award of Garden Merit (AGM) of the RHS. Do you know the Camellia Festival -Antiche Camelie della Luchesia- in Tuscany? It takes place in March every year in the two small villages San Andrea di Compito and Pieve di Compito near Lucca. It’s worth a visit.

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Mögt ihr Kamelien auch gerne? Ich wünsche euch eine schöne Woche 🙂

Do you also like Camellias? I wish you a beautiful week 🙂