Archive für den Monat: Oktober, 2013

Heute möchte ich euch einige geschätzte Mitbewohner vorstellen, die uns ans Herz gewachsen sind. Als wir letztes Jahr unser neues Heim bezogen, waren wir mit der Fauna noch nicht ganz vertraut, und so könnt ihr euch vielleicht vorstellen, dass die erste Begegnung mit einer stattlichen 2m langen Schlange für beide Seiten aufregend war. Damals kam ich vom Einkaufen und stieg aus dem Auto, als unter meinem Fuss besagtes Tier panisch davon huschte und innerhalb von Sekunden die Kletterrose am Haus erklomm, um sich in Sicherheit zu bringen. Mit dem Laptop standen wir vor dem Haus, leichten Angstschweiss auf der Stirn und googelten „Schlangen – Midi Pyrénées“. Schnell stellte sich heraus, dass es sich um eine harmlose Gelbgrüne Zornnatter handelt; wir entschuldigten uns bei dem armen Tier, das wie gelähmt an der Hauswand klebte, und gingen ins Haus, um ihr einen Rückzug zu ermöglichen. Tipp: Ungiftige Nattern lassen sich anhand der Augen/Pupillen gut identifizieren, denn Nattern haben -im Gegensatz zu Vipern- runde Augen.

Today I’d like to introduce some cohabitants which are -meanwhile- very dear to us. When we arrived in our new home last year, we didn’t know that much about the local fauna. So you can imagine that our first encounter with a 2m long snake was quite exciting for both sides. One day I came home, got out of the car as this creature suddenly appeared under my feet and rushed off in a panic, climbing the rose on the house wall to safety within seconds. Out came the laptop and -with a touch of cold sweat- we googled „snakes – MIdi Pyrenees“. We quickly identified the poor thing as a harmless green whip snake, told it we were sorry and went into the house to give it a chance to retreat. Tip: Harmless snakes like the two mentioned here can be identified by looking at the eyes/pupils which are round, contrary to those of vipers which are slitted.

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Ist sie nicht ein hübsches Tier? Die meisten Menschen fürchten sich vor Schlangen, woran biblische Erzählungen nicht ganz unschuldig sind. In Europa gibt es viele Schlangen, und noch heute werden sie Opfer von Emotionen und Ignoranz, weshalb sie geschützt werden müssen und teilweise auf der Roten Liste stehen. Lebt man in Afrika und muss sich mit Schwarzen Mambas, Speikobras und ihren Kollegen auseinandersetzen, mag eine gewisse Zurückhaltung verständlich sein. Freunde von uns leben jedoch in Afrika und dies in freundlichem Einverständnis mit den Giftschlangen, die ihr Haus frei von Nagetieren halten. Erkennt eine Schlange, dass sie von menschlicher Seite nichts zu befürchten hat, entspannt sie sich, und ein Zusammenleben in Harmonie ist möglich. Die ungiftige Grüngelbe Zornnatter bevorzugt trockenes, offenes Gelände mit Bewuchs und ist vom westlichen Frankreich über Italien bis nach Kroatien verbreitet. Sie ernährt sich von Nagetieren, Eidechsen und Insekten. Seit einigen Monaten haben wir ein Jungtier am Haus, das abends seine Runden an der Hauswand dreht, und beim Essen können wir beobachten, wie es auf Beutezug geschickt und leise durch die Kletterpflanzen gleitet. Vor einigen Tagen wollte ich den Hund auf die Terrasse lassen, als die Schlange sich direkt an der Tür sonnte. Schnell den Hund zurück ins Haus bugsiert, die Kamera geholt und ein paar Fotos gemacht. Sie legte sich ins Beet neben der Tür zu Füssen der Banks-Rose und blieb dort für die Dauer unserer Kaffeepause liegen. Weder unsere Gespräche noch der Hund, der sich unweit von ihr niedergelassen hatte, störten sie im geringsten. In solchen Momenten bin ich sehr glücklich, einmal über die unglaubliche Vielfalt und Natur, die uns umgibt, und schliesslich, weil ich dankbar bin für das Vertrauen, das sie uns entgegen bringt. Schliesslich bleibt sie bei uns, sie hätte ja auch ihre Zelte abbrechen können.

Isn’t it a beautiful animal? Most people fear snakes, and stories in the bible have contributed to this. There are lots of snakes in Europe, but they often fall victim to emotions and ignorance. Because of this they’re under protected status and some are on the IUCN Red List of threatened species. If you live in Africa and have to face up to black mambas, spitting cobras and their colleagues a certain reserve is understandable. Friends of ours live in Africa though and this in peaceful co-existance with very poisonous snakes which in turn keep their house free of rodents. Once a snake recognizes that it has nothing to fear from us humans, it relaxes and a life in harmony is possible. The green whip snake is not poisonous and prefers a dry, open habitat and can be found from Western France, Italy down to Croatia. They eat rodents, lizards and insects. For the past few months we have a juvenile member living around the house. In the evening during dinner we can watch it gliding silently through the climbers on the house wall in search of prey. A few days ago I opened the door to let the dog out when it lay right in front of me in the sun. Quickly I pulled the dog back in, got the camera and took some pictures. It then moved into the border at the foot of the Bank’s rose and stayed there sunbathing all the while we were having our coffee. Neither our conversation nor the dog lying not far from it bothered it. These moments make me very happy because I’m surrounded by such unspoilt beauty and nature and because of the obvious confidence the snake shows towards us. It chose to stay with us and was free to seetle elsewhere.

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Es gibt auch Äskulapnattern bei uns. Sie werden ebenfalls bis zu 2m lang und 25-30 Jahre alt. Versteinerungen deuten darauf hin, dass sie in Grossbritannien präsent waren, aber durch die Eiszeit gen Süden verdrängt wurden. Zwei Populationen existieren jedoch noch immer: in der Nähe von Conwy/Wales und im Regents Park in London. Ihr Habitat sind warme, nicht zu feuchte, bewaldete Hügel und Felshänge. Ihre Diät besteht aus Nagetieren, Maulwürfen, die sie -im Gegensatz zur Zornnatter- im Würgegriff halten bis sie tot sind und dann verspeisen. Kleinere Beute verschlingen sie lebend. Ihren Namen hat sie vom griechischen Gott der Heilkunst. Vielleicht kennt ihr den Äskulapstab, um den sich eine Schlange windet? Er ist Symbol für den Ärztestand. Leider werden die Habitate von Schlangen und anderen Tieren zunehmend von uns Menschen zerstört. Viele werden von Autos platt gefahren, vor allem in den ersten Frühlingstagen, wenn sie auf der Strasse Wärme tanken. Andere werden erschlagen, weil sich ignorante Menschen fürchten und sie scheusslich finden. Aber im Ernst: Wie kann man ein solch faszinierendes, wunderschönes und nützliches Tier abscheulich finden und töten? Ich würde mir etwas mehr Verständnis, Respekt und Mitgefühl für die Schlangen und alle Tiere dieser Welt wünschen. In diesem Sinn grüsse ich aus dem sonnendurchfluteten Aveyron und wünsche euch ein erholsames Wochenende.

We also have aesculapian snakes. They too can be 2m long and live up to 30 years. Fossil evidence indicates that they used to be present in the UK but were driven South with glacials. Two populations from escapes exist still, one near Conwy/Wales, the other in Regents Park/London. Their habitats are warm, moderately moist, wooded or rocky hills. Their diet consists of rodents and moles and -contrary to the Green whip snake- they suffocate their prey with constriction or eat smaller prey alive. Their name is derived from the Greek god of healing. You may know the snake-entwined staff, symbol of medicine? Sadly, we keep destroying the habitat of snakes and other animals. A lot are being run over by cars, especially in spring when they lie on the tarmac in search of warmth. Others are being beaten to death, because ignorant people are afraid or think they’re ugly. Honestly, how could anyone find such a fascinating, beautiful and useful creature ugly and kill it? I would wish for more understanding, respect and compassion for snakes and all animals on this planet. I send you best greetings from the sunny Aveyron and wish you a relaxing weekend.

Stippvisite im Sichtungsgarten Weihenstephan.

Liebe Gartenfreunde, Sabine führt uns heute durch den faszinierenden Sichtungsgarten von Weihenstephan – viel Spass dabei!

Dear gardening friends, Sabine will take us on a tour of the fascinating and inspiring gardens of Weihenstephan/Germany today – enjoy!

Nach einigen feuchten Tagen ist es wieder sehr warm geworden, und der Oktober lässt ein wenig vom Feuer erahnen, das uns noch bevorsteht. Die Kastanien werfen bereits Laub und Früchte. Bei jedem Schritt raschelt und knackt es. Die Wildschweine liegen mit dicken Bäuchen im Unterholz. Erst heute las ich, dass ihr Speck mit Kastanien besonders schmackhaft wird. Essen sie hingegen Bucheckern, wird er angeblich tranig. An manchen Tagen träume ich davon, dass Rudolf uns zu Weihnachten Gesellschaft leistet. Nicht am Tisch, sondern auf dem Tisch. Er müsste bei seiner Diät aus wertvollen Rosenknospen (vergesst die Hundsrose!) besonders saftig schmecken. Bei dem, was er mir im Lauf des Jahres angetan hat, scheint es ein wahrhaft kleiner Preis, meint ihr nicht? 😉 Spass beiseite. Kennt ihr den Begriff „Erntemond“? Manche erinnern sich vielleicht an Neil Youngs Platte „Harvest Moon“. Es handelt sich dabei um den Vollmond kurz vor der herbstlichen Tagundnachtgleiche. Er ist besonders schön und hatte früher, als es noch kein künstliches Licht gab, eine besondere Bedeutung für die Bauern, die in seinem Licht die letzten Ernten einfuhren. Und hier ist er…

After a few damp days it’s very warm again and October gives us an idea of the wonderful colours awaiting us. The chestnuts are among the first to loose their leaves and nuts. Lots of rustling and cracking when we walk in the woods these days. The wild boar lie in the undergrowth with full bellies. Only today I read that the flavour of bacon is enhanced by sweet chestnuts, contrary to beechnuts which are supposed to turn it oily. Some days I dream of Rudolf joining us for christmas. Not at the table but on the table. He must be very succulent indeed with his diet of valuable rose buds (forget about the dog rose!). Considering what he has done to me this year, this seems a small price to pay, don’t you think? 😉 Joking aside. Do you know the expression „harvest moon“? Some may remember Neil Young’s record „Harvest Moon“. It’s the full moon closest to the autumnal equinox. It’s very special and beautiful and was once very important for farmers in the days without artificial light, who brought in the last harvest by the light of this moon. And here it comes…

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Auch wir haben geerntet… viele Jack be little, zwei Potimaron, die sich selbst ausgesät haben und zwei Hokkaido.

We’ve harvested too…lots of Jack be little, two Potimaron that self-seeded and two Hokkaido._MG_9283-0186Zeit für das „Haar der Erde“: Calamagrostis brachytricha und Mahonia japonica…

Time for the „hair of the earth“: Calamagrostis brachytricha and Mahonia japonica…

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Miscanthus sinensis Morning Light_MG_9357-0188

Pennisetum alopecuroides Hameln_MG_9353-0188

Festuca glauca, Brunnera macrophylla & Euphorbia myrsinites_MG_9368-0188Zeit für Farben…Parrotia persica

Time for colour…Parrotia persica

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Hamamelis x intermedia Diane_MG_9349-0188

Euonymus alatus_MG_9360-0188

Cercidiphyllum japonicum, einer meiner liebsten Bäume/one of my favourite trees_MG_9359-0188

_MG_9391-0191Zeit für Herbstblüten, die uns den Übergang in den Winter versüssen. Die unermüdliche Gaura lindheimeri…

Time for autumn flowers that gently take us over into winter. Gaura lindheimeri never tires…

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Salvia microphylla

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Verbena bonariensis_MG_9389-0191

Veronica_MG_9374-0188

Westringia fruticosa_MG_9363-0188Choisya ternata, die zweite Blüte/second flowering

_MG_9287-0187Spirea

_MG_9286-0187Euphorbia Silver Swan

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Zeit für Samenstände: Clematis tubulosa Cassandra, aber alle Staudenclematis bilden hübsche Samenstände aus.

Time for seedheads: Clematis tubulosa Cassandra, but all herbaceous clematis make lovely seedheads._MG_9372-0188

Clematis aromatica_MG_9292-2-0187

Zeit für Hagebutten, besonders schön ist Rosa moyesii Geranium!

Time for hips, Rosa moyesii Geranium is particularly beautiful!_MG_8673-0179

Pilze/Mushrooms_MG_9295-0187Zeit, um genauer hinzuschauen…

Time to look closely…

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Zeit für Genuss, auch -oder besonders!- wenn man keine Zeit hat. Ich kenne das zu gut, habe mir aber vorgenommen, an diesem selbst geschaffenen Problem zu arbeiten…

Time to enjoy, even -or especially!- if you don’t have the time. I know this too well but intend to work on it…

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Eine Tasse Kaffee oder Tee im Garten, ein Stückchen Kuchen, barfuss auf dem noch warmen Gras laufen, den Tag für einen kurzen Moment vergessen. Das tut gut!

A cup of tea or coffee in the garden, walking on the yet warm grass, forgetting about the day, just for this precious moment. That feels good!_MG_9399-0191

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Ehe ich euch verlasse möchte ich schnell mein Lieblingsherbstkuchen-Rezept mit euch teilen: Quittenkuchen auf dem Kopf. Unendlich lecker, aus dem Kochbuch einer Freundin, das ich wärmstens empfehlen kann. Alle Rezepte sind verführerisch und köstlich, die Fotografie ein Genuss: Bernadette Le Roux & Marianne Palmer „Prickly pears & pomegranates“. Es gewann den ersten Preis für regionale Küche bei den „Gourmand World Cookbook Awards“.

Before  I go, I’d like to share my favourite autumn tarte recipe: Upside-down quince tarte. Endlessly delicious, from the cookbook of a friend which I can only recommend. All recipes are tempting, tasty and the photography is pure bliss: Bernadette Le Roux & Marianne Palmer „Prickly pears & pomegranates“. It has been awarded first prize for local cookbook in the „Gourmand World Cookbook Awards“.

Man braucht/You’ll need:

2 teacups water/Teetassen Wasser

2 teacups sugar/Teetassen Zucker

8 small quince/kleine Quitten peeled, quartered and cored/ geschält, geviertelt und ohne Kerngehäuse

75g butter/Butter

6 tablespoons sugar/Esslöffel Zucker

cardamon/ Kardamom (oder Zimt/or cinnamon)

1 puff pastry/Blätterteig

So geht’s/ That’s how to do it:

Sirup aus Wasser und Zucker herstellen, Quitten zufügen und 1 Stunde dünsten./Make syrup by boiling water and sugar, add quince and poach for 1 hour.

Ofen auf 180°C vorheizen. Butter und Zucker erhitzen bis Karamell entsteht. Kardamom oder Zimt zugeben, in eine gefettete Kuchenform schütten, die Quittenstücke hineinlegen und mit dem Teig zudecken (am Rand gut hinunter drücken). Ca. 45 Minuten backen, umdrehen und mit einem grossen Klecks Crème fraîche servieren. Bon appétit 🙂

Preheat oven to 180°C. Cook butter and sugar until a rich caramel is formed. Add cardamon or cinnamon, pour in a round, buttered cake tin, place the quince in the caramel and cover with the puff pastry, tucking the edges properly between fruit and tin. Bake for about 45 minutes, turn it out and serve with crème fraîche. Bon appétit 🙂_MG_9866Habt auch ihr den Erntemond gesehen?

Have you too seen the harvest moon?

Eigentlich wollte ich euch heute durch meinen Garten führen, aber da es regnet, schlage ich euch einen weiteren Ausflug vor, und zwar ins sonnige Wallis. Hier scheint an über 300 Tagen im Jahr die Sonne, und im Herbst verfärben sich die Wälder wie im Märchenbuch, wenn die Lärchen ihr goldfarbenes, die Kirschen ihr leuchtendrotes Gewand überstreifen. Der Boden duftet beim Drüberwandern würzig und warm, die Kühe kauen im Licht der tiefer stehenden Herbstsonne die letzten Kräutlein und beobachten uns neugierig. Heute wandern wir an den sonnigen Halden, in der Nähe des Safrandörfchens Mund, das wir später noch genauer unter die Lupe nehmen.

Today I wanted to take you on a ramble through my garden but it’s raining so I rather suggest another excursion, this time to the sunny Valais, Switzerland, where my other garden is located. The Valais has over 300 days of sunshine per year and in autumn the forests take on blazing colours, when the larch trees put on their golden yellow, the cherries their fiery red cloaks. When out hiking the ground exudes a typical, warm and very spicy scent which is hard to describe. Cows are chewing the last herbs in the low standing autumn sun and watch us curiously. Today we’re hiking in the area of Mund, the saffron village, which we will visit later on.

Welcome!

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Das sind übrigens Perückensträucher (Cotinus coccygria) – man könnte meinen, der Hang steht in Flammen, nicht?

By the way, these are smoke bushes (Cotinus coccygria) – one could be forgiven for thinking the rocks were on fire, no?IMG_2710 Herbstzauber-2-0183

Hübsche Hagebutten…pretty hips..IMG_2682-2-0183

IMG_2679-2-0183Quo vadis? Ah, Mund, nur noch 5 Minuten – prima!

Quo vadis? Ah, Mund, only another 5 minutes – great!

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Reizende kleine Weiler liegen am Weg. Die alten Holzhäuser sind urig und verwittert, ein wenig wie die Menschen. Das Leben in den Bergen geht nicht immer zimperlich mit den Leuten um.

Pretty hamlets can be found. The old wooden houses are weathered and rustic, a bit like the people. Life in the mountains is not always easy.

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Da ist Mund! Es liegt auf 1200m und hütet einen ganz besonderen Schatz: Safran, das teuerste Gewürz der Welt! Das Dorf liegt im Rhone Tal. Glazialerosion ist verantwortlich für Form und klimatische Verhältnisse in diesem Tal, welches von mehr als 40 Bergen umgeben ist, die über 4000m hoch sind. Ihnen verdankt man das günstige, nahezu mediterrane Klima. Die Strasse nach Mund wurde übrigens erst in den 70ern gebaut.

There lies Mund! It’s situated at 1200m above sea level and is the keeper of a very special treasure: saffron, the most expensive spice in the world! The village is located in the Rhone Valley. Glacial erosion is responsible for the shape and climate of the valley which is surrounded by more than 40 mountains which are higher than 4000m. It’s due to them that the Valais has its favourable, almost mediterranean climate. The road to Mund was only built in the 70s.IMG_2635-2-0184Safran wird aus den Fäden von Crocus sativus, einem Mitglied der Iris Familie (Iridaceae) gewonnen. Crocus sativus blüht im Herbst und bildet 1-5 lilafarbene Blüten. Gewöhnlich hat eine Blüte drei Fäden, aber manchmal schliessen sich zwei Blüten zusammen und produzieren 4-5. In Mund nennt man einen Safrankrokus mit 5 Fäden eine Prinzessin, jenen mit 6 eine Königin.

Safran is obtained from the long, deep red stigmas of Crocus sativus, a cormous perennial of the Iris family (Iridaceae). Crocus sativus is an autumn-flowering crocus producing 1-5 open, lilac flowers. Usually a flower features three styles but sometimes two flowers unite and produce 4-6 stigmas. In Mund a saffron crocus with 5 stigmas is called a princess, one with 6 a queen.

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Safran hat eine lange, aufregende Geschichte. Im Mittleren Osten -zwischen Euphrat und Tigris- wurde er 3500 Jahre lang angebaut. Die Worte Crocus und Safran stammen aus dem Nahen Osten: Crocus = Faden, Safran (arabisch: asfar bzw. safra) = gelb. Der Schmuggel von Safran stand einst unter Todesstrafe.

Saffron has a long and exciting history. It has been cultivated in the Middle East -between Euphrates and Tigris- by ancient people for more than 3500 years. The words saffron and crocus originate in the Near East: Crocus = thread, saffron (arabic: asfar or safra) = yellow. Smuggling saffron was once subject to death penalty.

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Erde und Klima sind sehr wichtig für erfolgreichen Safran-Anbau: Der Boden sollte gut durchlässig, arm und sandig sein und in voller Sonne liegen. Safran-Krokusse mögen keine Unkräuter, weshalb man sie in Kombination mit Roggen anbaut, welcher Unkraut hemmt. Im August/September werden die Felder gepflügt. Die Zwiebeln werden geteilt, wieder gepflanzt und Roggen gesät. Danach wachsen die Krokusse und blühen in milden Jahren bis Ende November. Die Blüten werden täglich von Hand geerntet, die Safranfäden entfernt und in einem kühlen, dunklen Raum getrocknet. Der Preis für ein Gramm liegt bei ca. 15 SFR, und man benötigt mindestens 120 000 Blüten für ein Kilo Safran. Safran ist eine Leidenschaft – vom Anbau kann in Mund keiner leben.  Es ist ein soziales Miteinander und eine Tradition, auf die man stolz ist.

Soil and climate are very important for the successful cultivation of saffron: Soil should be well-drained, poor, sandy and the field should lie in full sun. Saffron crocuses dislike competing with weeds; that’s why they’re grown in combination with rye which is known to keep weeds down. Fields are ploughed in August/September. Bulbs are divided, replanted and rye will be sown. Afterwards the crocuses come up and flower in mild years until the end of November. Every day the flowers are harvested manually, the stigmas are removed and dried in a cool, dark room. The price for one gram lies at about 15 CHF, and at least 120 000 flowers are needed for one kilo of saffron. Saffron is a passion – nobody can make a living from it in Mund. It’s a social event and a tradition they are proud of.IMG_2654-2-0184Eigentlich schade, diese Schönheiten zu köpfen, oder?

Pity to chop their pretty heads of, isn’t it?

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Der meiste Safran kommt heutzutage aus Spanien und Griechenland.

Most of the saffron nowadays comes from Spain and Greece.

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Unweit vom Dorf kann man im Restaurant Salwald ein feines Safran Risotto geniessen – spektakuläre Aussicht inbegriffen. 🙂

Not far from the village you can enjoy a fab saffron risotto in the Restaurant Salwald – spectacular views included. 🙂HPIM1523-2-0185

Wollt ihr’s mal ausprobieren? Would you like to try it at home?

Man braucht/You’ll need:

50g Speck/Bacon in Würfeln/finely chopped

1 Zwiebel/Onion in Würfeln/finely chopped

160g Risottoreis/risotto rice

500ml Rinderbouillon/beef stock

2 Knoblauchzehen/garlic cloves

6 Tomaten/tomatoes geschält und gewürfelt/peeled and diced

50g gekochter Schinken/ham gewürfelt/diced

600g Kalbsgeschnetzeltes/ chopped veal

Thymian, Salz, Pfeffer & Safran/Thyme, salt, pepper & saffron

Speck in einer Pfanne anbraten, rausnehmen und dann die Zwiebeln dünsten, Reis zufügen, stetig rühren, Bouillon , Knoblauch und Tomaten zufügen. Gewürze, Speck und Schinken zugeben. Weitere 10 Minuten auf mittlerer Flamme köcheln, immer rühren, Kalbfleisch unterrühren und nochmals ca. 15 Minuten köcheln.

Roast the bacon in a pan, remove it and fry the chopped onions until soft. Add the rice, always stirring, add stock, garlic and tomatoes. Season, add bacon and ham and leave for another 10 minutes before adding the veal. Stir constantly and cook for another 15 minutes.

Jetzt hat der Regen aufgehört! Hurra und euch allen ein schönes Wochenende!

Rain has stopped! Horray and a nice weekend to all of you!

Heute nehme ich euch mit auf den Markt! Der Markt ist -wie Essen, Trinken und Geniessen- fester Bestandteil der französischen Kultur: Hier deckt man sich mit Köstlichkeiten ein, trifft Freunde und Bekannte, tauscht sich aus, trägt sein Baguette spazieren, trinkt ein Glas Pastis und philosophiert über allerlei. Die Atmosphäre ist entspannt, alle sind gut gelaunt und lassen sich die Gelegenheit zu einem Plausch nicht entgehen. Hunde drehen vergnügt ihre Runden zwischen den Ständen, wahrscheinlich haben auch sie sich viel zu erzählen. Kleinkinder tätscheln ihnen gutmütig und glücklich krähend vom Kinderwagen aus das Fell. Katzen schlängeln sich geschäftig durch das Treiben. All das in fröhlicher Harmonie – vive la France!

Today I shall take you with me to the market! The market is an important part of French culture, like eating, drinking and enjoying: Here you can indulge in the most delicious treats, catch up with friends, have a chat, take your baguette for a walk, sip a glass of Pastis and philosophize. The atmosphere is relaxed, everyone is in a good mood and never refuses a natter. Dogs stroll about, they probably have lots to talk about as well. Toddlers coo delightedly and pat the dogs as they are pushed by in their prams. Cats roam between the stalls. All this in cheerful harmony – vive la France!

Wo sind wir überhaupt? Gute Frage!

Where are we at all? Good question!

Wir sind im malerischen Städtchen St. Antonin Noble Val/ Tarn et Garonne. Der Fluss Aveyron meandert hier durch wilde Schluchten und Täler.

We’re in the picturesque town of St. Antonin Noble Val/ Tarn et Garonne. Here the river Aveyron meanders through wild gorges and valleys.

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Heute ist unser Glücksttag, denn es findet nicht nur der Wochenmarkt statt, sondern auch der Herbst-Pflanzenmarkt! Lasst uns also die Brücke überqueren und dabei noch einen Blick auf die hübsche Architektur werfen. Blaue Fensterläden sind sehr beliebt wie ihr seht…

This is our lucky day, because it’s not only the weekly market but also the autumn plant fair! Let us cross the bridge and have a look at the beautiful architecture. Blue shutters are a favourite as you can see…

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Ist das nicht ein verwunschenes Gärtchen am Ufer? Ich muss es jedes Mal bewundern: Bananen, Kletterpflanzen und blühende Sträucher haben den Sitzplatz in einen Ort zum Träumen verwandelt.

Isn’t this an enchanted garden by the riverside? Every time I pass I have to admire it: bananas, climbers and flowering shrubs have turned this terrace into a cute hideaway._MG_9260-0182Da sind wir schon, am Pflanzenmarkt. Kann nichts dafür, aber mein Herzschlag beschleunigt sich, und meine Schritte werden vor Erwartung federleicht (noch denke ich nicht an die zu schleppenden Taschen 😉 ). Tolle Baumschulen und passionierte Gärtner bieten ihre Schätze feil – jedes Mal finde ich etwas Besonderes, auch heute.

There we are, the plant fair. Can’t help it but my heartbeat quickens and my step lightens in anticipation (I am not yet thinking of the heavy bags I’ll have to carry later 😉 ). Specialist nurseries and passionate gardeners put up their treasures for sale – every time I find something special, today is no exception.

_MG_9232-0182Der Wochenmarkt ist gerade um die Ecke…lasst uns mal schauen (das Baguette ist ja sooo französisch)…

The weekly market is just around the corner…let’s have a look (the baguette is sooo French)…

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_MG_9237-0182Lecker, Knoblauch! Rosa Knoblauch aus dem benachbarten Tarn, genau genommen aus Lautrec, ist eine Spezialität der Gegend und zählt zum besten Knoblauch des Landes.

Yummie, garlic! Pink garlic from neighbouring Tarn, from Lautrec to be precise, is a speciality of the region and is considered the best garlic in the country.

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Würste mit Kräutern, Ziegenkäse, Blauschimmel, Oliven…alles, was das Herz begehrt 🙂

Sausages with herbs, goats cheese, blue cheese, olives…everything the heart desires 🙂_MG_9239-0182

Oh, dieser feine Duft? Riecht ihr ihn auch? Wo kommt das plötzlich her? Aber ja, da drüben ist ein Gewürzstand!

Oh, this delicious scent? Can you smell it too? Where does it come from? Ah, there is a stall selling spices!_MG_9240-0182Das ist das alte Marktgebäude – sagenhafte Dachkonstruktion-  mittlerweile viel zu klein, um allen Händlern Platz zu bieten.

This is the old market hall – great roof construction- but it’s meanwhile far to small for all the stalls.

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_MG_9253-0182Seltene Kartoffelsorten und Zwiebeln gefällig?

Fancy some heirloom potatoes and onions?

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Seit einigen Wochen werden die Wälder von Heerscharen durchkämmt. Pilzzeit! Steinpilze aus dem benachbarten Lot…auch in unseren Wäldern kann man fündig werden, so man die Zeit findet, seufz.

For the past few weeks people have been roaming the woods. Mushroom time! Cep from the Lot…in our woods one could find plenty of them, if one had the time, sigh._MG_9256-0182Und nun wollt ihr sicher noch wissen, was ich denn an Pflänzchen gefunden habe, oder? Ein kleiner Höhepunkt ist diese Mahonia eurybracteata ssp. ganpinensis Soft Caress – als ich sie vorhin googelte, sah ich, dass sie bei der diesjährigen Chelsea Flower Show zur Pflanze des Jahres gekürt wurde. Wie aufregend! Das erklärt wahrscheinlich auch den blutdrucksteigernden Preis…

And now you’d like to know what kind of plants I found, I bet. A little highlight is this Mahonia eurybracteata ssp. ganpinensis Soft Caress – when I googled it after coming home I saw it has been voted Plant of the Year at the Chelsea Flower Show 2013. How exciting! This probably explains the price which slightly raised my blood pressure…

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Von Aster pansus Snowflurry war ich sogleich angetan – wie findet ihr sie? Ein ganz charmanter Bodendecker, der flott einen grossen Teppich bildet und mit trockenem Boden zufrieden ist.

I was quite taken with Aster pansus Snowflurry – what do you think? A charming ground cover which spreads quickly and is happy with dry soil._MG_9280-0182

Choisya ternata White Dazzler, Sisyrinchium striatum, Dierama pulcherrimum, Sedum Xenox, Schizostylis coccinea…_MG_9279-0182

Habt Ihr auch einen schönen Markt in eurer Nähe? Ich hoffe, dieser Ausflug hat euch Spass gemacht und wünsche euch eine bunte Herbstwoche 🙂

Do you also have a beautiful market nearby? I hope you’ve enjoyed this trip and wish you a colourful autumn week 🙂

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