Seit einigen Wochen sind wir mit der Anlage des nordöstlichen Gartenteiles beschäftigt, der bei unserer Ankunft nicht mehr als ein überwucherter Stein- und Aschehaufen war. Der Anblick tat körperlich weh, und nun sind wir begeistert, was mittlerweile daraus entstanden ist. So sah es am Anfang aus…

This past while we’ve been very busy with the creation of the garden room to the north-east which, upon our arrival, was not more than an overgrown heap of stones and ashes. Just the sight of it hurt, so we’re thrilled when we look at it now. This is how it was when we came…

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Stets hatte ich eine Vision und wusste, dass es sich eines Tages ändern würde. Zuvor musste jedoch schärferes Geschütz aufgefahren werden!

I always had a vision and knew it would change one day. More drastic measures were needed though!

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Manchmal ist eben rohe Gewalt angesagt 😉 …und dann ging es in kleinen Schritten weiter, denn es regnete reichlich, und aus lauter Angst, für immer im Lehmboden stecken zu bleiben, wagte niemand, diesen zu betreten. Aber Gärtnern und Bauen lehrt -unter vielen anderen Dingen- Geduld!

Sometimes brute force is the order of the day 😉 …and then things proceeded at a leisurely pace thanks to all the rain during which nobody dared to walk our heavy loam for fear to get stuck forever. But gardening and building teaches you one thing (among many others): patience!

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Das Niveau des Sitzplatzes wurde erhöht und eine lange Mauer aus den Steinen gebaut, die unter dem Wildwuchs verborgen lagen. Ich finde, es sieht ein wenig aus wie ein Wehrgang, und tatsächlich liebt unser Hund seine Patrouillengänge auf der Mauer. Irgendwann soll an der Hauswand ein kleiner Wintergarten entstehen. Am Ende der Mauer pflanzte ich einen Persischen Flieder (Melia azederach), ein beliebter Baum im mediterranen Raum: duftende, lila Blüten im Frühling/Frühsommer, später gelbe Beeren, die in China als Perlen Verwendung finden. Vielleicht erschliesst sich mir ein potenzieller, neuer Geschäftszweig? 😉 Dieser Baum markiert das Mauerende und soll den Blick auf Senk- und Gemüsegarten kaschieren.

The level of the new terrace was raised and a long wall built from the stones that lay hidden underneath the overgrown mess. I think it looks a bit like the round path of a castle, and indeed, our dog loves patrolling the new wall. Sometime in the future we’d like to add a conservatory here. The end of the wall is marked by a Persian Lilac (Melia azederach), a popular tree in the mediterranean region with scented violet flowers in spring and early summer followed by yellow berries which are used as beeds in China. Maybe a potential, new business for me? 😉 The tree acts not only as marker but will screen the view onto potager and sunken garden one day.

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Am Fuss der Mauer wachsen Schizophragma hydrangeoides „Roseum“, Actinidia arguta „Issai“ and Clematis alpina „Pamela Jackman“. Bislang hatte ich immer Hydrangea petiolaris, fand jedoch, es ist Zeit für etwas anderes und die rosa Brakteen der Schizophragma harmonieren mit den Tönen des Sandsteins.

Schizophragma hydrangeoides „Roseum“, Actinidia arguta „Issai“ und Clematis alpina „Pamela Jackman“ grow at the foot of the wall. I used to have Hydrangea petiolaris but felt it was time for something different and the pink bracts harmonize beautifully with the shades of the sandstone.

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Meine bessere Hälfte baute Stufen und Beeteinfassungen, und letzte Woche konnte ich die Bepflanzung abschliessen. Buchskegel markieren den Eingang und folgende Sträucher finden sich in den Beeten links und rechts: Cercis chinensis „Avondale“, Cistus florentinus, Itea ilicifolia, Stachyurus praecox, Lotus hirsutum und Gomphostigma virgatum. Die letzten beiden sind graulaubig und immergrün. Letzterer ist aus der Familie der Buddlejaceae aus Südafrika, wo er traditionell dazu benutzt wird, um den Menschen wieder Kraft und Energie einzuhauchen. Ist vielleicht mal ganz praktisch, dieses Kraut im Garten zu haben ;). Weisse Gaura lindheimeri, Hemerocallis citrina/lilioasphodelus, panaschierte Euphorbia characias und Carex tummeln sich dazwischen. Für das Beet entlang der Mauer wählte ich Würfel von Pittosporum tenuifolium „Tom Thumb“, um das Burgambiente zu verstärken. Dazwischen wachsen Lavandula „Edelweiss“ und Rosa „Vesuvia“, bei der es Liebe auf den ersten Blick war. Ich mag nämlich keine roten Rosen, aber dieses Rot und die einfachen Blüten sind unwiderstehlich.

My better half built steps and border edgings, and last week I was able to finish the planting. Box cones mark the entrance and the following shrubs are in the borders left and right: Cercis chinensis „Avondale“, Cistus florentinus, Itea ilicifolia, Stachyurus praecox, Lotus hirsutum and Gomphostigma virgatum. The last two are evergreen with grey foliage. The latter is part of the family of Buddlejaceae and comes from South Africa where it’s used to restore strength. Might come in handy sometime to have it in the garden ;). White Gaura lindheimeri, Hemerocallis citrina/lilioasphodelus, variegated Euphorbia characias and Carex mingle in between. For the border along the wall I chose cubes of Pittosporum tenuifolium „Tom Thumb“ to emphasize the „castle feel“. Lavandula „Edelweiss“ and Rosa „Vesuvia“ nestle between the cubes. It was love at first sight when I saw the rose which is odd as I don’t like red roses but this red and the simple flowers are irresistible.

 

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Lotus hirsutum, also called hairy canary clover

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Gomphostigma virgatum, also called otterbush

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Ist es nicht erstaunlich, was man aus Steinen und Asche hervorzaubern kann? Wir sind sehr happy und freuen uns am Anblick des neuen Gartenraumes :). Das Wochenende steht vor der Tür und ich wünsche euch entspannende, sonnige Tage im Garten!

Isn’t it amazing what sometimes rises from the ashes? We’re very happy and enjoy the view onto the new garden room :). Weekend is about to start and I wish you relaxing, sunny days in the garden!

MY HOME IS MY CASTLE

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29 thoughts

  1. Einfach wunderschön!!!
    Was sind denn das für Steine die so schön glatt sind dass man daraus eine Mauer bauen kann?
    Wir haben ja auch aus der Not eine Tugend gemacht und unseren Steingarten angelegt nachdem wir leider die Dränage erneuern mussten und plötzlich alles voller Steine war… aber gegen euer Prachtstück ist unseres ja … nix. 😉
    LG Claudia

    1. Liebe Claudia, die Steine, die bei uns rumliegen, waren einst ein Haus, d.h. sie sind oftmals schon beschlagen. Wir haben also grosses Glück, denn zahlen kann man solch einen Schatz kaum. Noch immer haben wir gute Reserven – mal sehen, was daraus noch wird :), liebe Grüsse!

  2. Soooo schööön ist es bei euch Annette. Toll, dass du hier zeigst, wie viel Arbeit sich dahinter verbirgt. Ich kann deine „Vision“ fast nachvollziehen. Vor dem inneren Auge entsteht ein Bild. Umso schöner, wenn man – wie ihr – Mittel und Wege findet, es wahr werden zu lassen. Das sieht unheimlich gemütlich, behaglich und romantisch aus – ein Traum. Schön sind auch die unterschiedlichen Ebenen/Niveaus, und (#hach) das Hügelige eben. Toll! 🙂

    1. Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Das habe ich aus all den Jahren geschlossen, denn das ist nicht unser erstes Abenteuer, aber wenn man seine Komfortzone ab und zu verlässt, eröffnen sich neue, wunderbare (manchmal bessere) Welten – ich möchte es nicht missen! Aber das weisst du ja selbst, gell?! 🙂

  3. Good to create something out of nothing like this, Annette – any idea what was there before it turned to ash? You have been busy plotting and planning and planning – all very lovely. You enjoy your weekend too.

    1. Hi Cathy, oh yes, we’ve seen pictures of the „before“, say even before the last owners rebuilt the house from ruins and it used to be a farm a very long time ago…feels good to re-awaken it and breath new life and happiness into it 🙂 Once again thanks for following my garden path!

      1. Good to know that history – we nearly know who has lived in our house since 1841, using info from the Census – can’t yet be sure how much older the original house is though…

  4. Da freut man sich schon auf die Bilder von den nächsten Jahren, wenn alles eingewachsen ist. Klasse! Ich muss zugeben, dass ich von einigen der aufgezählten Arten noch nie was gehört hab ( bei uns im rauhen Norden )….

    1. Um ehrlich zu sein, lieber Frank, hatte ich von den zwei graulaubigen Vertretern auch nicht gehört, aber das ist das Schöne beim Gärtnern, all die neuen Bekanntschaften (schliesst die Leute ein 😉 )

    1. Ich hoffe, du bist mittlerweile wieder aus deiner Erstarrung erwacht, meine Liebe, wäre zu schade, das Wochenende so unbequem zu verbringen, haha 😉 Jeder hat halt so seine Passionen, und wir schleppen gerne Steine durch die Gegend…geniesse dein Wochenende, bestimmt gibt es wieder allerlei Leckereien.

      1. Hallo Annette!
        Ja bin erwacht, wir hatten ein kleines Grillfest, da konnte ich nicht nur starr sein:-)

        Steine durch die Gegend kann ich eindeutig nicht so gut wie kochen lach!

  5. Looks like a successfully completed project! I love your planting Annette. I saw a Lilac Tree in a botanical garden last year and the fragrance and pretty flowers really impressed me. Have a lovely weekend!

    1. Hi Cathy, yes, we’re endlessly pleased :). Can’t wait to see the tree in flower…guess it’ll be a while yet. Enjoy your beautiful garden and the weekend, too!

  6. Liebe Annette, da habt ihr wieder Großes geleistet – einfach Klasse! Nachdem ihr Stein für Stein gebaut und die Pflanzen so liebevoll ausgesucht und gepflanzt habt, seid ihr sicher Eins geworden mit eurem neuen Domizil! Allerdings habt ihr bereits reichlich Erfahrung Erfahrung damit;-)
    Ein sonniges und entspanntes Wochenende wünsche ich dir!

    1. Danke, Sabine, ja, wir wachsen mit jedem Stein, den wir herumtragen (und teils sind sie nur mit Sackkarre und Zaubertrank zu bewegen…), mehr mit Haus und Garten zusammen. 😉 Und jetzt geht’s raus zum Jäten, Verblühtes abschneiden…das Wetter ist ein Traum – hoffe, bei euch auch! Liebe Grüsse

  7. ohhh – das war jede Menge Arbeit. Könntest Du Deine bessere Hälfte mal als Mauer-Bau Experten ausleihen?

      1. Schade… 😉 Aber mein Garten ist im Vergleich zu eurem ja auch klitzeklein, da gäbe es höchstens kleinere Projekte…

      2. Lach – ich bin froh, wenn er mal die Hecke schneidet und den Rasen mäht…
        Unseren Sitzplatz haben wir von einem Gärtner anlegen lassen, der hat bei unserem Boden voller Kieselsteine auch ganz schön Mühe gehabt…

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