Archive für den Monat: Juni, 2013

Ich weiss nicht, wie es euch ergeht, aber ich kann nie genug bekommen von der Natur, den Wildblumen und all den Tierchen da draussen. Gerne nehme ich euch heute auf einen Ausflug in die Walliser Bergwelt mit…habe mich trotz aller Pflichten frühmorgens und abends davon geschlichen. Sie lohnen sich immer, diese Ausreisser…geniesst es! 🙂

I don’t know how you feel about it but I can never get enough of nature, wildflowers and all the creatures out there. Come along then on a trip to the Swiss mountains…in spite of duties of all sorts I tiptoed away for a bit very early in the morning and in the evening. It’s always worth it…enjoy! 🙂

Morgenstund‘ hat Gold im Mund…

The early bird gets the worm…

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Bedrohliche Wolken zaubern eine dramatische Stimmung…toll, der Schlangenbart (Persicaria bistorta) vor den Schneebergen!

Dark clouds evoke a dramatical mood…great, the common bistort (Persicaria bistorta) with the snow mountains in the background!

_MG_5193-0097 _MG_5186-0097Going wild! 🙂

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Huch, da hat sich jemand eine rosafarbene Kinderstube für seinen Nachwuchs gewählt…in der Annahme, dass dieser weiblich ist? (Schmetterlingseier)

Oops, someone picked a very pink nursery for his/her offspring…assuming they’ll all be girls? (butterfly eggs)

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Orchideen gibt es viele zu sehen…

Plenty of orchids to see…

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Und dann war da noch dieses herzige Geschöpf: die Raupe eines Königskerzen-Mönchs. Ist sie nicht wunderschön? Er tat sich in meinem Garten an Verbascum phoeniceum „Violetta“ gütlich, und ich hatte nicht das Herz, ihn dabei zu stören. Das Alter stimmt wohl milde…

And then there was this cute little thing: the caterpillar of a mullein moth. Isn’t it beautiful? It was happily munching away on Verbascum phoeniceum „Violetta“, didn’t have the heart to disturb it. Age makes me soft maybe…

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In diesem Sinn wünsche ich euch allen eine sonnige, fröhliche Woche!

I wish you all a sunny, happy week!

Ihr Lieben, ich entschuldige mich für die Funkstille, aber der Sommer bringt einiges mehr an Arbeit mit sich. Das soll kein Wehklagen sein, sondern eine Feststellung ;). Dazu gehört neben Job, Neuanlage Garten und Renovierung des Hauses, die Pflege meines Gartens in den Schweizer Alpen. Bis heute habe ich euch diesen vorenthalten, aber wenn ihr Lust habt, kommt mit! Ich zeige ihn euch gerne…vielleicht noch einige Worte vorweg: Er befindet sich auf 1400m im Wallis, ist ca. 8 Jahre alt und auf einem total verwilderten Grundstück mit der Topographie des Matterhorns entstanden, d.h. wir haben alles terrassiert, zugänglich gemacht und unseren Traum vom naturalistischen Garten ausgelebt…Nun steht er mitsamt romantischem Lebkuchenhaus zum Verkauf, und meine Gärtnerinnenseele lechzt nach einem passionierten Gärtner oder einer passionierten Gärtnerin (oder im Idealfall beides!!), dem/der/denen ich dieses Erbe anvertrauen kann. Vielleicht kennt ihr jemanden, der ein solches „Bijoux“ (=Schmuckstück) sucht? 🙂

Hi there, sorry for the delay but the summer brings quite a lot of extra work with it. No complaints, don’t worry, just a statement ;). Apart from my job I’m kept busy with the new garden, renovation of the house and the care for my garden in the Swiss alps. Up to today I kept it from you but if you like, do come along and join me! I’d be delighted to show you around…a few words before we start: The garden is at 1400m in the Valais, about 8 years old and was created on a completely neglected, wild piece of land with the topography of the Matterhorn. We made terraces and lived our dream of the naturalistic garden in harmony with its surroundings…Now it’s for sale along with a charming, romantic gingerbread house, and my gardener’s soul is longing for a passionate gardener into whose able hands I can entrust this legacy. Maybe you know someone who’s looking for a gem like this? 🙂

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Ein Bach läuft durch den Garten und speist drei Teiche. Den grössten seht ihr hier…

A stream runs through the garden and feeds three ponds, the largest one can be seen here…

Unser Garten im Sommer

Das ist die Hauptrasenterrasse mit Teich und Beeten…das Grundstück ist vollkommen uneinsehbar und privat mit gigantischer Aussicht!

That’s the main terrace with pond and borders…the garden is completely private and has stunning views!

 

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Vom Steg unterhalb des Gemüsegartens kann man das Alpen-Panorama geniessen…

From the boardwalk one enjoys the panorama of the Alps…

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Ein Blütenmeer…Eintauchen in die Sinneswelt!

A sea of blossom…immerse yourself into the world of the senses!

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Unser Garten im Sommer

Eine Terrasse haben wir dem Gemüsegarten gewidmet: Kräuterspirale, Gewächshaus, Hochbeete, Komposthaufen, Früchte aller Art…lassen keine Wünsche offen.

One of the terraces is dedicated to the potager: herb spiral, greenhouse, raised beds, compost, soft fruit…nothing left to be desired.

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Hat man Lust auf eine Erfrischung, steht diese traumhafte Gartendusche zur Verfügung…

Fancy a refreshment, enjoy a shower…

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Jetzt werdet ihr fragen, warum wir ein solches Paradies aufgeben möchten, nicht wahr? Die Antwort ist einfach und doch nicht einfach, vielschichtig und komplex. Jeder Mensch trägt eine Landschaft in sich, in seinen Genen, seiner Seele. Diese Landschaft spricht zu ihm und -muss er sie missen- ist da dieses Sehnen, dieses Gefühl der Verlorenheit. Zu manchen spricht das Meer, zu anderen die Wüste…zu mir sprechen sanfte, grüne Hügel, streicheln meine Seele und sagen: du bist zuhause. Ausserdem hat ein Designer-Kollege von mir einst gesagt, er trüge mehr als nur einen Garten in sich…das trifft auch auf mich zu, aber ich denke, ich bin nun im letzten angekommen. 🙂

Now you’ll wonder what would make us want to give up this paradise. The answer is simple and not so simple, quite complex too. Every person carries a landscape in his/her soul. This landscape talks to you -and if you have to do without it- there’s this longing, a feeling of being lost. To some of us it’s the sea, to others the desert…soft, rolling, green hills do the trick for me, touch my soul and say: you’re home. Besides, a designer colleague of mine once said, he carried more than one garden in him…same for me, although I feel I’ve arrived in my last one. 🙂

 

Unser Garten im Sommer

Immer wieder gibt es Lichtblicke im Leben, kleine und grosse, und letzte Woche bot mir Getty Images einen Vertrag an, stellt euch vor. Natürlich habe ich mit meinem -leicht überraschten, aber für alle Spässe bereiten :)- Hund eine Runde getanzt und gejohlt, dass sich die Handwerker am Kopf kratzten und sich Sorgen machten, aber -tant pis!- es tut gut, sich zu freuen und ein Tänzchen aufzuführen. Das Leben ist zu kurz, um sich zu grämen, gell?!! 😉

Ever now and again there’s a silver lining and last week, imagine, Getty Images offered me a contract. Of course I danced a jig with my dog (mildly surprised but always prankish 🙂 ) and sang happily, so that the builders scratched their heads and worried about my sanity, but -tant pis!- it feels good to be happy and dance. Life’s too short to fret, ain’t it?!! 😉

I’m a Getty Image Artist!

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Unsere Gärten sind voller Geister – Gertrude Jekyll, William Lobb, La Belle Sultane, Guy de Maupassant, Constance Spry, Graham Thomas…Fragt ihr euch nicht manchmal, wer diese Menschen waren? Bestimmt, oder? Gerade blüht bei uns die charmante Ghislaine de Féligonde und lässt sich am Obelisk von Clematis texensis Princess Diana und Clematis Venosa Violacea umwerben. Ghislaine haben wir dem französischen Züchter Turbat zu verdanken: An einem glorreichen Tag im Jahre 1916 entstand diese Schöne aus einer Kreuzung zwischen Goldfinch und einem Sämling. Sie vereint viele Vorteile: wenig Stacheln, Duft, gesundes Laub, gute Frosthärte und reiche Blüte. Viele Geister, die den Weg in unsere Gärten gefunden haben, sind uns bekannt. Aber wer war nun Ghislaine de Féligonde? Da ich von Natur aus neugierig (auf gesunde Art 😉 ) und lernbegierig bin, gebe ich keine Ruhe… Bei meiner Recherche stiess ich auf Anne Chapmans Buch „Frauen in meinem Rosengarten“ und war gleich fasziniert! Gute Lektüre für alle, die mehr wissen möchten. Ghislaine beschwor für mich stets das Bild eines Burgfräuleins ohne Furcht und Tadel herauf. Tatsächlich war sie ohne Furcht, denn sie rettete im 1. Weltkrieg ihren geliebten, schwer verwundeten Gatten aus den feindlichen Linien. Wunderbar, dass man sie in Form einer Rose unsterblich machte. Findet ihr nicht auch?

Our gardens are full of ghosts – Gertrude Jekyll, William Lobb, La Belle Sultane, Guy de Maupassant, Constance Spry, Graham Thomas…Don’t you sometimes wonder who these people were? I bet you do. In our garden, charming Ghislaine de Féligonde is in full bloom. Clematis texensis Princess Diana and Clematis Venosa Violacea are courting her as it’s right and proper. It’s due to French rose breeder Turbat that we can cherish her today: On a glory day in 1916 he created her by crossing Goldfinch with a seedling. She combines many advantages: few thorns, scent, healthy foliage, good frost hardiness and rich blossom. We know many of the ghosts that made their way into our gardens. But who was Ghislaine de Féligonde? As I’m curious (in a healthy way 😉 ) and eager to learn, I did some research, stumbled upon Anne Chapman’s book „Women in my rose garden“ and was quite intrigued! Good read for those who want to know more. Ghislaine conjured up images of a brave damsel beyond reproach. In fact she must have been very brave because during World War I she rescued her beloved, seriously wounded husband from enemy lines. How wonderful to immortalise her in the shape of a rose, wouldn’t you agree?

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Es wird Zeit, wieder einmal einen Blick in den Blumengarten vor dem Haus zu werfen! So schnell verfliegt das Jahr, alles wächst und blüht, und ich komme kaum nach mit Schauen, Bewundern und Geniessen. Momentan dominiert Rosa in allen Tönen, eine romantische Farbe, die ich sehr mag. Zartes Apfelrosa wie auf den Wangen eines verlegenen Mädchens (gibt’s das eigentlich noch? 😉 ), Lippenstift-Pink,  Rosa, das ins Apricot changiert, Pupurrosa – verschiedene Stimmungen werden heraufbeschworen, begleitet von ebenso verschiedenen Düften. Da ich oft gefragt werde, wie der Garten bei unserer Übernahme vor 15 Monaten ausgesehen hat, zeige ich euch nun ein Bild:

It’s about high time to have a look at the flower garden in front of the house! Time flies by, everything’s growing, flowering, going mad, and I can hardly keep up with looking, admiring and enjoying. Pink is dominating the scene at present, it’s a lovely romantic colour and one I’m very fond of. Delicate apple pink like the cheeks of a shy girl (does that still exist? 😉 ), lipstick pink, pink with a tinge of apricot, purplish pink – different moods are being evoked, accompanied by equally different scents. As I’m often asked how the place looked like when we bought it 15 months ago, I show you a picture:

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Die Linde (Tilia) links haben wir mittlerweile zum Friseur (meine Wenigkeit)  geschickt, da sie an dieser Stelle unmöglich ohne Schnitt stehen bleiben kann. Glücklichweise eignen sich Linden bestens für den Formschnitt. Rechts vorne steht ein gelber Jasmin (Jasminum humile), ein immergrüner oder halbimmergrüner, frostempfindlicher Strauch aus Asien. Und so sieht es heute aus…

The limetree (Tilia) has had a date with the hairdresser (my humble self) since, unthinkable to leave it in that spot without pruning. Luckily limetrees are well suited to pruning. To the right you can see a yellow jasmine (Jasminum humile), an evergreen or semi-evergreen, frost hardy shrub from Asia. And this is how it looks like today…

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Die Kletterrose an der Hauswand ist eine Wucht, und ihr süsser, frischer Duft liegt wie eine Liebkosung in der Luft. Das Schlafzimmer ist zum Aromatherapie-Zimmer avanciert. Leider kenne ich ihren Namen nicht, deshalb kommt jetzt noch eine Nahaufnahme. Ich wäre so froh, wenn eine/r von euch das Geheimnis lüften würde. Als Belohnung gibt es eine private Führung und Kaffee/Tee und hausgemachten Kuchen im Garten. Versprochen! 🙂 Am Obelisk wachsen die Rose Cornelia und Clematis texensis Typ B, bei der Holzbank eine Banane, dahinter Spornblume und Blush Noisette.

The climbing rose on the wall is a stunner and its sweet, fresh perfume fills the air and is like a caress. The bedroom turned into an aromatherapy temple. Pity, I don’t know the name of the rose, that’s why I’ll post a close up too. I should be delighted if one of my highly esteemed readers would disclose the secret. In reward I’ll offer a private tour and tea/coffee and homemade cake in  the garden. Promise! 🙂 Rosa Cornelia and Clematis texensis Type B adorn the obelisk, next to the bench you can see a banana (Musa), Centranthus ruber and Blush Noisette.

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Durch den Vorgarten führt ein Weg (eigentlich sind es zwei, aber der andere taucht heute nicht auf) aus Steinplatten. An der Hauswand wachsen Rosa rugosa, Rosa Guirlande d’Amour, Passiflora caerulea, Stipa tenuissima, Nepeta x faassenii, Salvia microphylla, Erigeron karvinskianus, Clematis tubulosa Cassandra, Clematis integrifolia Fascination…

A path leads through the front garden (two paths actually but the other one remains hidden for today). In the bed along the house wall I’ve planted Rosa rugosa, Rosa Guirlande d’Amour, Passiflora caerulea, Stipa tenuissima, Nepeta x faassenii, Salvia microphylla, Erigeron karvinskianus, Clematis tubulosa Cassandra, Clematis integrifolia Fascination…

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Diese Rose habe ich als Little White Pet gekauft…naja, wie man sieht ist sie weit davon entfernt, dennoch ist sie absolut entzückend, wie gemacht für einen Brautstrauss oder so…Falls sie jemand kennt, es gibt dann auch ein zweites Stück Kuchen und ein Glas Prosecco dazu! 😉

I bought this rose as Little White Pet…well, as you can see it’s far from it, never mind it’s a delightful little thing, perfect for a bridal bouquet or something…If anyone knows the name, I shall add a second piece of cake and a glass of Prosecco to my offer! 😉

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Die Wiese nähert sich langsam ihrem Höhepunkt. Ich sitze oft inmitten der Blumenpracht und finde mich Auge in Auge mit den bezauberndsten Geschöpfen. Eine besondere (Licht)Stimmung herrscht am frühen Morgen oder gegen Abend. Kann eine Wiese laut sein? Oh ja, denn die Grillen produzieren einen Schalldruck von bis zu 100 Dezibel. Wahnsinn! Warum sie bei der Partnersuche nicht taub werden? Weil sie beim Zirpen (oder Schrillen, was nicht von ungefähr kommt) die Ohren auf Durchzug stellen, ganz schön clever, nicht?! Neuronen senden eine Nachricht an die Nervenzellen des Gehörs: Klappen zu. Nur in den gesanglosen Momenten öffnen sie ihre Ohren wieder. Die Pracht unserer Wiese und deren Bewohner bedarf nicht vieler Worte, und so teile ich nun ein paar Sternstunden oder -momente der letzten Tage mit euch…

The meadow is about to reach its peak. I often sit among the flowers and find myself eye to eye with the most awesome creatures. Early morning and late afternoon evokes a special mood and of course, the light’s so much better too. Can a meadow be noisy? Oh yes, because crickets produce up to 100 decibel. Crikey! Why do they not turn deaf during their search for the perfect mate? While chirping they go literally deaf, very clever isn’t it?! Neurons send a message to the nerve cells of the ear: close up. They only open again during quiet moments. The splendour of our meadow is such that it doesn’t need many words, and so I’m going to share a few great moments with you…

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Blick vom Haus auf Wiese, Teich und liebliche Aveyron-Hügel. Und dann tauchen wir ein in eine andere Welt…

View from house onto meadow, pond and the lovely Aveyron hills. And then we dip into another world…

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Tolle Aussichtsplattform!

Great viewing platform!

 

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Da ist’s aber auch nicht schlecht!

That’s not bad either!

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Viel gemütlicher (und wärmer!) ist’s, wenn man sich zusammen schnuckelt…Liebe ist schön.

Much more comfy (and warmer too) to snuggle up…Love’s a wonderful thing.

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Da versucht sich jemand zu verstecken, aber dem Auge eines Fotografen entgeht nichts so schnell… 🙂

Someone’s trying to hide, but it’s not easy to escape the photographer’s eye… 🙂

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Pas de deux…

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Was für ein herrliches Schwalbenschwänzchen! Es hat mir den Morgen unendlich versüsst!

What a magnificent swallowtail! It really made my day!

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Here’s looking at you, kid 😉

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Manche bevorzugen ein zeitiges Frühstück…

Some prefer an early breakfast…

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Ich wünsche euch allen eine sonnige Woche mit spannenden Begegnungen!

I wish you all a sunny week with exciting encounters!

 

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Früh am Morgen, als ich schlaftrunken auf die Terrasse tapste, bot sich mir dieses Bild: Wallende Nebel hüllten „unsere“ Burg in ein mystisches Gewand, als schwebte sie über den Wolken. Die tief stehenden Strahlen der Sonne tauchten den Garten in warmes Licht. Warte, du wunderbarer Augenblick, verharre bitte noch ein Weilchen! Der Sommer ist seit einigen Tagen eingekehrt und alle Lebewesen räkeln und strecken sich, als wollten sie das Ungemach vergangener Wochen abstreifen. Schwalben fliegen beschwingt in luftiger Höhe, statt auf  jener unserer Fussknöchel, die Nächte sind erfüllt von Zirpen, frohen Eulenrufen und dem Crescendo der Nachtigallen. Es tut gut, sich hie und da eine Auszeit zu gönnen, auch wenn es nur kurze Momente sind, in denen unsere Seele leise baumelt und sich von all den Wundern, die uns umgeben, zart streicheln lässt. Lust auf Rhabarberkuchen und Kaffee? Am besten rücken wir den Tisch in Rosennähe, zum Schnuppern, Staunen und Freuen…Rhabarber und Rosen sind eine herrliche Kombination finde ich :). Und hier nun ein Kuchen, der mindestens drei Vorteile hat: Er ist Genuss pur, sehr einfach zu machen und -das liebe ich besonders!- die Früchte können je nach Saison variiert werden. Was? Er sei nicht gerade kalorienarm? Na, in dem Fall müsst ihr eben ein paar Scheite Holz mehr spalten, ein neues Beet anlegen, mit dem Hund eine grössere Runde drehen…irgendwas wird euch schon einfallen.

Early in the morning, as I stepped on the terrace still half asleep, this fantastic scene unfurled in front of me: Mist in the valley wrapped „our“ castle in a mystical robe, it almost seemed to float above the clouds. The garden was immersed in warm light – oh, glorious moment, linger for another while! Summer’s here and all creatures stretch and loll, as if they wanted to cast off the hardship of these past weeks. Swallows fly at a dizzy height instead of ankle level, the nights are filled with chirping, the calls of happy owls and the crescendo of nightingales. It does oneself the world of good to have a time-out, just a moment here and there, when we leave our cares behind and let the wonders surrounding us caress our soul. Fancy a rhubarb cake and a cup of tea? Let’s move the table near the roses so that we can inhale their perfume, marvel and be happy…I think rhubarb and roses are a delightful combination :). Here comes a cake that has at least three advantages: it’s pure bliss, simple to make and -what I love most of all!- you can use different types of fruit, whatever’s in season. I beg your pardon? The cake’s not exactly low in calories? Well, in that case you have to chop some logs of wood (think of how happy you and your stove will be in winter), make a new border, go for a very long walk with your dog…no doubt you’ll think of something.

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Rhabarber-Kuchen:

Man braucht: 700 g Rhabarber in kleine Stücke schneiden u. mit 2 EL Maizena und 50 g Zucker verrühren; 2 Eier, 1 Vanillezucker, 1 Vanilleschote, 100 g Crème fraîche, 140 g Mehl, 120 g Zucker, 90 g weiche Butter, 1 Teelöffel Backpulver. Für die Streusel: 50 g brauner Zucker, 70 g Mehl, 30 g gemahlene Mandeln, 60 g geschmolzene Butter

So wird’s gemacht: Eier und Zucker schaumig schlagen, Butter, Crème fraîche, Vanilleschotenmark zufügen und zum Schluss Mehl und Backpulver unterrühren, und in eine Springform geben. Rhabarber und Streusel darauf verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 175 °C ca. 45-50 Min. backen.

Rhubarb Cake:

You’ll need: 700 g rhubarb in small pieces, mixed with 2 tablespoons of starch and 50 g sugar; 2 eggs, 1 sachet of vanilla sugar, 1 vanilla pod split and scraped, 100 g crème fraîche, 140 g wheat flour, 120 g sugar, 90 g soft butter, 1 teaspoon baking powder. For the crumble: 50 g brown sugar, 70 g flour, 30 g ground almonds, 60 g melted butter

That’s how to do it: Whisk eggs and sugar until fluffy, add butter, crème fraîche, content of vanilla pod and finally flour and baking powder. Pour into cake tin. Put rhubarb and crumble on top and bake in pre-heated oven at 175 °C for about 45-50 minutes

Viel Spass beim Geniessen und Seele baumeln lassen…

Enjoy…

 

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Um Verwirrungen vorzubeugen, möchte ich gleich klar stellen, dass es sich bei Rudolf und dem Zigeunerknaben (Gipsy Boy) nicht um irgendwelche Liebhaber handelt…dabei verliebe ich mich -vor allem im Sommer- ständig neu…und geniesse es! Das gebe ich frech und frei zu. 🙂 An jeder Ecke in meinem Garten gibt es täglich eine neue Schönheit zu entdecken, und mein Mann drückt gerne beide Augen zu.

Diese Woche war in vieler Hinsicht schlichtweg wunderbar: Der Regen hat sich vor drei Tagen verabschiedet und ordnungsgemäss wieder dem Frühling Platz gemacht; Rudolf hat unserem Garten den Rücken gekehrt (Ja, ich habe den Eindringling aus „Williams Schändung“ Rudolf genannt, vielleicht nicht sehr einfallsreich, aber es gibt der Gefahr einen konkreten Namen… 😉 ). Ehrlich gesagt, hatte ich mir das nicht so leicht vorgestellt, vor allem nachdem ich das Problem „Reh im Garten – was tun?“ gegoogelt hatte und hernach depressiv auf die Gartenbank fiel, da niemand eine Lösung parat hatte. Aber meine „magic potion“ wirkt bislang gut…und im Wald wird gemunkelt und geklatscht, es seien ziemlich unangenehme Typen (wir!!!) hierher gezogen. Rudolf bellt entrüstet (von ferne 🙂 ) und ist, glaub‘ ich, ziemlich sauer. Im Englischen gibt es den Ausdruck „to be pissed off“, und ich verstehe erst jetzt langsam, woher er kommt…Also auf jeden Fall ist Rudolf abgezogen, und sofort haben sich dankbar die Blüten von Gipsy Boy & Co. geöffnet. Ich bin im Glück, im Rosenglück! Zudem traf ich auf diesen Anblick…das Foto wurde im strömenden Regen gemacht, mein Mann hielt geduldig den Schirm, und der Anblick dieser Orchideen, inmitten von Wiesensalbei und Margeriten, hat mich zutiefst berührt…

To get things straight, Rudolf and Gipsy Boy are not my lovers…but I do tend to fall in love again and again, especially in summer…and I enjoy it too! I have to admit it openly and honestly. 🙂 At every corner in my garden there’s beauty to be found, and my husband happily turns a blind eye.

This week has been fabulous in many ways: The rain stopped three days ago and made room for spring again; Rudolf has turned his back on our garden (yes, I called the intruder from „Molesting William“ Rudolf, maybe not very imaginative but it gives danger a proper name…;) ). To be honest, I didn’t think it’d be that easy, particularly after googling the problem „deer in the garden – what now?“ and falling onto the garden bench thereafter -in deep depression- because nobody seemed to have a solution. But my magic potion seems to do the trick so far…and there’s talk in the woods about some weird guys that have moved in (us!!!). Rudolf is barking rather disgustedly (from afar), and I think, he’s pretty pissed off  too. I’m beginning to realize where this expression comes from… Anyway, Rudolf left and immediately the flowers of Gipsy Boy & Co. started to open. I’m sooo happy! Apart from this I came across something special…the image has been taken in the pouring rain, my husband patiently holding the umbrella, and the sight of these orchids amid the sage and oxeye daisies touched my deeply…

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Heute entdeckte ich eine Ringelnatter in unserem Teich und beobachtete eine Plattbauchlibelle (Libellula depressa). Und: Rosa moyesii „Geranium“ blüht ebenfalls…

Today I spotted a grass snake in our pond and a broad-bodied chaser (Libellula depressa). And Rosa moyesii „Geranium“ has also started to flower…

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Ich freue mich an all diesen Entdeckungen und denke, es ist schön, inmitten der Natur zu leben und ihre täglichen Geschenke annehmen zu dürfen.

I’m indeed a very happy bunny, being able to live in the middle of nature and share her daily gifts.

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Ich wünsche euch allen eine positive Woche mit vielen Lichtblicken 🙂

I wish you all a good week and many moments of happiness 🙂

 

 

 

 

 

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