Diese Woche habe ich wie verrückt im Garten gearbeitet. Wie jedes Jahr passiert viel auf einmal, und ich möchte den Augenblick festhalten, nur ein wenig länger… Unser Gemüsegarten wurde letzten Winter fertig und ist jetzt fast ganz bepflanzt. Durch ihn fühle ich mich noch mehr in unserem neuen Zuhause verwurzelt, wohl auch weil ein solcher seit Jahrzehnten fest zu meinem Leben gehört und ich mir nicht vorstellen kann, ohne ihn -oder überhaupt ohne Garten- zu sein. Da ich heuer viel unterwegs bin, musste ich mich mit der Aussaat einschränken. Die Auswahl auf den Pflanzenmärkten ist aber eine Wucht und tröstete mich über diese Tatsache schnell hinweg. So tummeln sich nun allerlei leckere Tomaten (Noire de Crimée, Ande, Raisin vert, Ananas, Berner Rose…), Chili (Purple delight, Piquanté…), Kürbisse Jack be little (hoffe es, da der Platz beschränkt ist :)) und Hokkaido, diverse Zucchini, Mangold, Salate, Spitzkohl, Knollensellerie und vieles mehr in den Beeten.  Im Gewächshaus stehen vor allem Chili und Paprika, da es im Sommer derart heiss wird, dass auch Schattierung und Weg befeuchten nur wenig Einfluss auf die Temperatur haben werden.

This week I’ve been frantically busy in the garden. Like every year a lot of things happen at the same time, and I just want to hold on to that moment a little longer… We finished the potager last winter and now it’s almost planted up. I feel even more rooted now, maybe because a potager has been part of my life for decades and I simply cannot imagine being without one (or without garden that is). As I’m away from time to time, I’ve had to adapt and grow less from seed than usual, but the variety I came across on the spring plant fairs made me quickly forget my grief. Now tomatoes (Noire de Crimée, Ande, Raisin vert, Ananas, Berner Rose…), chili peppers (Purple delight, Piquanté…), peppers, pumpinks Jack be little (hope so as space is restricted :)) and Hokkaido, several courgettes, rainbow chard, salad, pointed cabbage, celeriac and lots more are sitting happily side by side, enjoying the warm sunshine. In the greenhouse I’ve planted mainly chili and peppers as the temperatures go sky-high in summer and I doubt that shading and damping down will have a huge influence.

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Im schönsten Wetter bepflanzte ich ein paar Töpfe mit Sommerflor…Zwar nehme ich mir jedes Jahr Eleganz mit hellen, zurückhaltenden Farben vor, aber voilà, schnell sind die guten Vorsätze vergessen, und ich verfalle wieder Rosa- und Rottönen. Sie sind einfach so lebendig und romantisch, findet ihr nicht?

I’ve planted some pots with summer annuals…Every year I tell myself, now it’ll be something elegant and restrained, but -voilà- this is soon forgotten and I fall for reds and pinks again. They’re just so vibrant and romantic, what do you think?

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Im Obstgarten haben Narzissen die Bühne für Camassia quamash und C. cusickii frei gemacht. Ich finde sie phantastisch und habe bereits mehr für den Herbst bestellt. Sie kommen ursprünglich aus fruchtbaren Wiesen in Nordamerika, sind unkompliziert und vermehren sich leicht. In meinem irischen Garten wuchsen sie problemlos im relativ trockenen (Irland bleibt Irland ;)) Halbschatten. Sie versprühen den wilden, romantischen Charme, den ich so liebe. Rosa „Frühlingsmorgen“ und R. cantabrigiensis haben den Blütenreigen der Rosen eingeleitet. Vor Jahren las ich „A gentle plea for chaos“ von Mirabel Osler, die mich mit ihrer humorvollen, geistreichen Art gleich in ihren Bann zog. Mirabel beschrieb, wie sie mit ihrem Mann Rosensträucher in ihre Obstgartenwiese pflanzte. Das schlummerte in der Tiefe meiner Gärtnerseele und wurde nun, da wir einen Obstgarten unser Eigen nennen dürfen, verwirklicht: R. Frühlingsgold, R. x richardii, R. primula, Cardinal de Richélieu, William Lobb, Nuits de Young, Bourgogne, R. sweginzowii „Marcrocarpa“, Mon Amie Claire, R. Highdownensis…sie dürfen uns inmitten von Wildblumen bezaubern. Die Namen allein beschwören wundersame Geschichten herauf!

In the orchard narcissi left the stage to Camassia quamash and C. cusickii. I think they’re both adorable and have already ordered more for next autumn. Coming from fertile meadows in North America, they are fuss-free and naturalize easily. In my Irish garden they also grew well in fairly dry (Ireland is Ireland after all ;)) half-shade. There’s this wild, romantic charm about them which I ‚m mad about. Rosa „Frühlingsmorgen“ und R. cantabrigiensis are showing their first flowers. A few years ago I read Mirabel Osler’s „A gentle plea for chaos“ and immediately fell for her witty style. Mirabel described how she and her husband planted roses in the meadow of their orchard. This somewhat lay dormant in the depth of my gardener’s soul and is now -that we have an orchard we may call our own- becoming reality: R. Frühlingsgold, R. x richardii, R. primula, Cardinal de Richélieu, William Lobb, Nuits de Young, Bourgogne, R. sweginzowii „Macrocarpa“, Mon Amie Claire, R. Highdownensis…let them charm us among the wildflowers. Their names alone evoke delicious stories!

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Und zum Schluss noch ein Blick vor das Haus, wo Rosa banksiae die Wand in einen cremefarbenen, süss duftenden Blütenmantel hüllt und der Zierlauch (Allium Mars, Purple Sensation & Akbulak) durch das Beet tanzt. Mir kommt das Wort „Blaue Stunden, blaue Tage“ in den Sinn, da Ceanothus „Concha“, Wisteria und Allium derzeit den Ton angeben und mit dem frischen Limettengrün der Wolfsmilch schlichtweg umwerfend aussehen. Jeden Tag gibt’s was Neues zu entdecken! PS: Die lilienblütige Tulpe heisst übrigens Mariyln, ein echter Star – blüht seit Wochen und wandert demnächst von den Töpfen zwischen den Zierlauch.

Last but not least a quick view in front of the house where Rosa banksia has covered the wall with thousands of creme-coloured, sweetly scented flowers and Alliums (Mars, Purple Sensation & Akbulak) are dancing through the borders. „Blue hours, blue days“ come to my mind, with Ceanothus „Concha“, Wisteria and Allium setting the note and looking dazzling with the limegreen of Euphorbia. Every day there’s something new to discover! PS: By the way the lily-flowered tulip is called „Marilyn“, a true star – flowers for weeks and will soon move from the pots to the border, joining the Allium.

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