Archive für den Monat: März, 2013

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Der Anblick einer Wieser voller Schachbrettblumen (Fritillaria meleagris) ist selten geworden und berührt mich zutiefst. So grazil schweben sie über dem Gras, leuchten in der Sonne und scheinen dem Plätschern des Baches zu lauschen…         Vor einigen Tagen verbrachte ich ein paar schöne Stunden mit meiner Kamera im Vallée de Lemboulas (Tarn et Garonne) unter diesen anmutigen Frühlingsblühern. Sie heissen im Englischen übrigens auch treffend Perlhuhn-Blumen. Euch allen wünsche ich frohe Ostern!

The sight of a meadow full of snake’s head fritillaries (Fritillaria meleagris) is rare these days but touches me deeply. They seem to float above the grass like delicate fairies, gleaming in the sun and listening to the sound of the stream…                  A few days ago I spent a couple of hours with my camera among these delightful creatures in the Vallée de Lemboulas (Tarn et Garonne). They’re also aptly called guinea hen flower. Wishing you all a happy Easter!

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Gestern sah ich den Film „More than honey“ von Markus Imhoof und nehme ihn als Anlass für diesen ausseregulären Blog. Was hat der Film mit Gärtnern zu tun? 80% aller Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen, somit steht unser aller Überleben in direktem Zusammenhang mit demjenigen der Bienen. Ohne Bienen keine Befruchtung, d.h. kein Gemüse, kein Obst. Einstein erkannte die enorme Wichtigkeit der Bienen bereits vor 60 Jahren, als er verlauten liess, dass der Mensch nach dem Verschwinden der Bienen nur noch vier Jahre zu leben habe. In den letzten 15 Jahren hat der Bienenbestand um 50-90% abgenommen. Ich bin erstaunt, wie wenig Aufmerksamkeit diese Tatsache auf sich zieht. Wahrscheinlich gibt es viel wichtigere Dinge…Chemiekonzerne und Landwirtschaft haben eine derart mächtige Lobby, Bienen -die bereits 60 Mio. Jahre vor uns da waren- eine sehr kleine. Warum sterben die Bienen? Der Film von Markus Imhoof hat die Antworten und zeigt auf schonungslose Art, wie respektlos unser Umgang mit unseren Mitgeschöpfen geworden ist. Das Schicksal der Bienen ist das Schicksal aller Tiere, die den Planeten mit uns teilen. Die Frage ist eigentlich eher: Will irgendjemand die Antworten hören? Es könnte ja ungemütlich für uns werden. Einfacher ist es, weiter vor sich hin zu dämmern. Im Film hiess es einmal, wir hätten unsere Seele verloren. Dies geht Hand in Hand mit dem Verlust jeglichen Mitgefühls, da wir uns als höher gestellte Wesen betrachten. Wir sind mittlerweile derart abgestumpft, dass uns Informationen und Bilder über Missstände -wenn überhaupt- nur kurzzeitig berühren. Wir haben jedoch eine Verantwortung für nachfolgende Generationen. Es ist einfach, Kinder in die Welt zu setzen, aber ist es nicht auch unsere Pflicht, die Erde mit Respekt zu behandeln und jenen, die nach uns kommen, einen lebenswerten Ort zu hinterlassen? Was werden die Kinder von heute einmal essen? Schon heute werden wir beim Verzehr von vermeintlich gesundem Obst und Gemüse (oder Fleisch!) grosszügig mit Giften versorgt. Mit denselben Giften werden unsere fleissigen Helfer, die Bienen, bei ihrer Arbeit eingenebelt. Entweder fallen sie gleich tot um, oder sie verenden später in der Beute. „More than honey“ ist ein kluger, berührender Film und sollte Pflicht-Film für alle Schulen sein. Schaut ihn euch an, geht mit auf eine deprimierende und faszinierende Reise…Ich wünsche mir ein Umdenken, „Um-fühlen“ und die Wiederentdeckung des Respektes für die Natur und ihre Lebewesen. Nicht Wachstumswahn ist die Lösung, sondern eine bessere Lebensqualität für uns alle, Mensch und Tier.

Yesterday I saw the film „More than honey“ by Markus Imhoof and take it as an opportunity for another blog. What’s that got to do with gardening? 80% of all plants depend on bees for pollination, thus our survival is directlly connected to theirs. Without bees no pollination, no veg, no fruit. Einstein understood their immense importance when he said 60 years ago that after the bees are gone, men will only have another four years to live. Over the past 15 years the bee population was reduced by 50-90%. Still I’m flabbergasted of how little this fact is acklowledged. Guess there are just so many other, much more important things…Pharmaceutical/chemical industry and farmers have such a strong lobby, bees -who have been here 60 Mio. years before us- a very small one. Why do bees die? Marcus Imhoof’s film gives the answers and shows ruthlessly how disrespectful our relationship with fellow creatures has become. The fate of the bees is the fate of all animals that share this planet with us. The question is: Does anyone want to hear the answers? Things may turn more uncomfortable as a consquence. It’s a lot easier to go on as before. In the film, a chap says we’ve lost our soul. That goes hand in hand with the loss of compassion, because we consider ourselves as higher creatures. We’re so indifferent that information and pictures showing disgrace/abuse affect us -if at all- only temporarily. But we have a responsibility towards the generations that come after us. It’s easy to make children but isn’t it our duty to treat this planet with respect and leave a beautiful world behind? What are today’s children going to eat some day? Nowadays we’re generously provided with poisons of all sorts when we consume veg/fruit (and meat for that matter). The same poisons are thrown at our busy little helpers, the bees. They then drop dead on the spot or later in the hive. „More than honey“ is an intelligent, deeply touching film and should be compulsory at schools. Go and see it, go on a depressing and fascinating journey…I’d love to see a change in attitude, thinking and feeling and a rediscovery of the respect for nature and its creatures. The craze for growth is not the solution, we should aim for a better quality of life for us all, men and animals.

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Corylopsis spicata

Scilla siberica „Spring Beauty“

Puschkinia scilloides var. libanotica

Chaenomeles japonica

Euphorbia characias ssp. wulfenii

Das schöne Wetter in der letzten Zeit hat den Garten und uns aufleben lassen. Die ersten Rotschwänze und Wiedehopfe sind angekommen. Hoffnung liegt in der Luft! Während sich Gärtner in anderen Teilen der Welt noch in Geduld üben müssen, sind wir froh über unsere Entscheidung, die Komfortzone hinter uns zu lassen und etwas Neues zu wagen. Nun gärtnern wir -zusätzlich zu unserem Schweizer Alpengarten- in den Midi-Pyrénées. Das Schlimmste für mich sind nicht enden wollende Winter, in denen mir monatelang die Hände gebunden sind. Ich geniesse das Grün in Südfrankreich, wo immer irgendwas blüht. Das bedeutet nicht, dass ich keine Winterruhe einlege, aber ich habe die Möglichkeit, etwas im Garten zu machen, wenn ich es möchte. Freiheit! Das tut gut. Die botanischen Krokusse verabschieden sich so langsam, neue Schätze treten zutage. Noch immer lohnt sich das Schrumpfen, ihr lieben Garten- und Naturfreunde! Puschkinien, sibirische Blausternchen (Scilla siberica), Bellevalia und die adretten kleinen Wildtulpen haben solch hübsche Zeichnungen. Zur Zeit blüht Tulipa biflora, eine Zwergtulpe mit gelber Mitte und 2-3 Blüten pro Stiel. Ich hege eine grosse Zuneigung zu botanischen Tulpen und habe -neben T. biflora- T. clusiana und turkestanica gesetzt. Ihrem subtilen Charme kann ich nicht widerstehen. Es ist die Zeit der Wolfsmilch: Euphorbia rigida und E. characias ssp. wulfenii  beleben unser Terrassenbeet mit ihren spritzigen, gelbgrünen Blüten. Da ich ein grosser Fan bin, werden sich bald neuer Arten und Sorten einfinden. Ein sehr schöner Strauch ist die Ähren-Scheinhasel (Corylopsis spicata) mit zartgelben Blütentrauben. Die pinkfarbene Zierquitte blüht, nicht zu vergessen die Forsythien. Letztere schätze ich weniger, weil sie den Rest des Jahres so langweilig sind, aber in meinem Winterbeet steht eine Forsythia suspensa und überzeugt mit überhängendem Habitus. Gelb ist DIE Farbe des Frühlings. Sternmagnolie (Magnolia stellata „Waterlily“) und Japanischer Perlschweif (Stachyurus praecox) haben dicke Knospen und werden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Als Gärtner kann man sich jeden Tag über etwas freuen – vielleicht ist das der Grund, warum Gärtner zufriedenere Menschen sind…

The good weather this past while did us and the garden a lot of good. The first redstarts and hoopoes have arrived. Hope is in the air! While gardeners in other parts still have to excercise patience, we’re ever so happy to have left our comfort zone behind and have ventured out -yet again- into the unknown. Now we garden in the Swiss Alps and the Midi-Pyrénées. The worst bit for me are never ending winters reducing me to an armchair gardener. I enjoy the greenery and there’s always something in flower in the south of France. That doesn’t mean I don’t enjoy a winter break but unlike before I have the possibility to go out and do something. This freedom makes me feel good. The botanical crocuses are slowly leaving the stage to new treasures. Shrinking is still recommended, my dear garden and nature lovers! Puschkinia, Siberian squill (Scilla siberica), Bellevalia and the sweet little botanical tulips have such pretty markings. At present Tulipa biflora is flowering: a dwarf tulip with a yellow centre and 2-3 flowers on every stem. I have a strong affection for botanical tulips and I’ve also planted T. clusiana and turkestanica. They have such a subtle charm which I can’t resist. Now is also the time of the spurges: Euphorbia rigida and E. characias ssp. wulfenii brighten up the borders surrounding our terrace with their refreshing, lime-green flowers. Before too long there’ll be more, I just love them. The spike winter hazel is just starting to unfold its yellow, pendulous flowers, also the pink flowering quince and the forsythia. I’m not very fond of the latter because they’re so boring for the rest of the year but in my winter border sits a Forsythia suspensa with a graceful, almost weeping habit which I like. Yellow is THE colour of spring. Star magnolia (Magnolia stellata „Waterlily“) and early Stachyurus (S. praecox) have developed thick buds and it won’t be long. As a gardener, every day is something to look forward to – maybe that’s why gardeners are more content…

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Unser Senkgarten liegt an einem leichten Hang oberhalb des Gemüsegartens, von dem er durch eine geschwungene Hainbuchen-Hecke (Carpinus betulus) getrennt wird. Der Platz ist sehr sonnig, d.h. auch im Winter kann man dort an milden Tagen gemütlich sitzen, was uns mit dazu bewegte, ihn hier anzulegen. An einem sonnigen Herbst- oder Wintertag lässt es sich auf der Bank bei einem Lunch oder einem guten Buch gut aushalten. Mein Mann hat den Boden (ca. 50cm) in mühsamster Arbeit abgetragen. Die Grassoden haben wir benutzt, um Dellen im Rasen auszugleichen. Als Belag wählten wir Flusskies: Er fühlt sich barfuss gut an, sieht hübsch aus und speichert die Wärme.  Die zwei Eingänge zum Senkgarten markierten wir mit Findlingen. Steine finden sich dank der diversen „Ruinen“ auf dem Grundstück mehr als genug. Da gibt es noch viel Potenzial 🙂 … Nun habe ich die Beete bepflanzt und mich diesmal sehr eingeschränkt. In meinem eigenen Garten fällt es mir schwer, mich einzuschränken, weil ich verrückt nach Pflanzen bin und eine grosse Vielfalt beherbergen möchte. Plane ich Gärten für meine Kunden, fällt es mir leichter, da diese meist ohnehin einen pflegeleichten Garten möchten. Was ihnen da alles entgeht… Am liebsten mache ich Gärten für Menschen, die Pflanzen und Gartenarbeit lieben. Dann kommen die tollsten Projekte zustande und schöne Freundschaften obendrein! Abgesehen von Buchskugeln habe ich für die Beete die Rosen Munstead Wood, Penelope, Little Rambler und Bouquet Parfait ausgesucht. Letztere ist eine umwerfende Lens-Züchtung aus Belgien, die ihrem Namen alle Ehre macht. Zu Little Rambler wird sich im Mai die Clematis viorna Elfe gesellen, Penelope wird die Clematis integrifolia Ember zur Seite gestellt. Als Rankgerüste habe ich -wie schon in meinem letzten Garten- im Baumarkt Baustahlgitter für Betonpfosten geholt. Sieht cool aus mit der Rostoptik und ist eine günstige Alternative. Für Rosenbögen eignen sich Baustahlmatten bestens. Links und rechts von der Bank stehen Halbstämme von Heavenly Pink (auch eine Lens Rose, herrlich!) und The Fairy. Zwischen die Rosen pflanzte ich Federgras (Nasella tenuissima), Katzenminze (Nepeta Six Hills Giant), Lavandula angustifolia und das schöne, hohe Pfeifengras Molinia arundinacea Transparent. Jetzt kann ich es kaum erwarten…freue mich auf das Dufterlebnis im Sommer! Ist das Ganze mal eingewachsen, gibt es neue Fotos für euch.

Our sunken garden lies just above the potager from which it is divided by a curved hornbeam hedge (Carpinus betulus). The site is very sunny, even in winter you can sit there happily on mild days which is one of the reasons why we chose it. It’s a lovely spot to have lunch or read a book on a sunny autumn or winter day. My husband removed the soil about 50cm deep (it’s loam, tough going!) and we used the sods to fill dents/holes in the lawn. We chose shingle because it feels good to bare feet, looks pretty and stores the heat nicely. The two entrances were marked with boulders. Thanks to the ruins on our property we have plenty of stones and boulders. Great potential 🙂  … Now I’ve planted the beds and even managed to restrict myself. In my own garden I always find this the hardest part, because I’m mad about plants and want to have as huge a range as possible. When I’m planning gardens for clients it’s easier because most of them desire a low maintenance garden anyway. Oh, what they’re missing… I love making gardens for people who are passionate about plants and gardening. Thus great projects come into being and beautiful friendships too! Apart from box balls I’ve planted  roses: Munstead Wood, Penelope, Little Rambler and Bouquet Parfait, the latter a dazzling variety bred by Lens in Belgium which really lives up to its name. In May Clematis viorna Elf will join Little Rambler, Clematis integrifolia Ember will start to flirt with Penelope. As supports I’ve picked -as before in my last garden- construction steel (for concrete posts): looks cool and is an economic alternative. Both sides of the bench are half standards Heavenly Pink (another Lens rose, delightful!) and The Fairy. Between the roses I’ve put feather grass (Nasella tenuissima), cat mint (Nepeta Six Hills Giant), Lavandula angustifolia and the beautiful tall moor grass Molinia arundinacea Transparent. I can hardly wait…and look forward to my scented garden in the summer! Once it’s well established I shall post more photographs.

So poetisch…

Gerhard Laukötter's Blog

Später Schneefall

Später Schnee

Später Schnee
Tut der Seele so weh.
Hoffnung auf grüne Wärme
Schwindet in weite Ferne.
Himmel grauschwer verhangen
Lässt Knospenglück bangen.
Der aufblühende Teppich
farbengesättigt
Von Krokus und Hyazinth
Fröstelt im ostigen Wind.
Ostern scheint
wie abgesagt.
Eine Schneeflocke jagt
Der anderen hinterher –
Ist ja nicht schwer.

Ursprünglichen Post anzeigen 41 weitere Wörter

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Keine Zeit des Jahres lädt so sehr zum Schrumpfen ein wie der Frühling. Es ist die Zeit der Zwerge, und damit meine ich keinesfalls Plastik-Gartenzwerge sondern die allerliebsten Winzlinge, die ihren Charme nun in unseren Gärten versprühen…und damit nicht geizen! Letzten Herbst habe ich 1500 Zwiebelblumen verbuddelt; zum Glück hatte der Boden (Lehm)  gerade die richtige Feuchtigkeit, und schwupps war die Aktion beendet. Ich war selbst überrascht, wie schnell es ging. Bei Lehmböden muss man den richtigen Moment abwarten, bevor man irgendetwas pflanzt: Ist es zu trocken, meint man auf Beton zu hacken, ist es zu feucht, werden Gummistiefel und Spaten zu tonnenschweren Gewichten, die man nicht mal im Gym anrühren würde (also ich gehe nicht in den Gym und freue mich an der körperlichen Ertüchtigung in unserem Garten). Mein Übermut bei der Zwiebelblumenbestellung (ich werde dabei von meinen blühenden Fantasien davongetragen…) und der anschliessende Fleiss beim Setzen der kleinen Schätzchen werden nun reich belohnt. In der Auffahrt unter den Hortensien und der Scheinhasel (Corylopsis spicata) breitet sich ein pastellfarbener Blütenteppich aus: Crocus chrysanthus „Cream Beauty“, „Snowbunting“, die hinreissenden Elfenkrokusse C. tommasinianus „Lilac Beauty“, „Roseus“ und „Whitewell Purple“, Crocus „Yalta“ (fantastisch mit zwei Lilatönen) und einige safrangelbe, namenlose Exemplare als Highlights. Mini-Narzissen sorgen für sonnige Inseln, die ersten Blausternchen (Scilla siberica „Spring Beauty“) strecken ihre kräftigblauen Büten hervor. All diese Zwiebelblumen versamen sich bereitwillig und eignen sich zum Verwildern. Der Frühling steht vor der Tür! Das bestätigen auch die Vögel, die sich verliebt hinterher flitzen und uns Gärtner an ihren Ständchen teilhaben lassen. Nun kommt das Schrumpfen (von meinem Lieblings-Gartenschriftsteller Beverley Nichols bereits vor Jahrzehnten empfohlen): Nur auf dem Bauch liegend lässt sich die zarte, unaufdringliche Schönheit der ersten Frühlingsboten wirklich schätzen! Probiert es aus, es offenbart wunderbare Welten! Ich verbringe in letzter Zeit viele Stunden in der Horizontalen, um die Vielfalt des Frühlingsgartens mit der Kamera festzuhalten – ich liebe es! Im Obstgarten habe ich neben verschiedenen Narzissen Prärielilien (Camassia quamash u. C. cusickii) gesetzt, aber sie blühen erst später. Der Obstgarten ist jedes Jahr ein Meer von Wildblumen (sehr viele Orchideenarten) und wird mit den Zwiebelblumen bestimmt sehr malerisch aussehen. Bis zur ersten Mahd im Juli mähe ich mit dem Rasenmäher schmale, geschwungene Wege. Das sieht romantisch aus, und es ist ein Genuss für die Sinne, dort zu gehen, zu verweilen und Teil zu werden von der Natur. Ist der Frühling nicht eine tolle Zeit?

Spring is the time to shrink. Time of gnomes, and here I don’t talk about ugly plastic gnomes but the lovely dwarfs for whose charms we gardeners fall so easily. Last autumn I planted 1500 bulbs; our loamy soil had just the right amount of moisture and the job was done in no time. I was actually surprised how quickly it was done. If you garden on loam you have to wait for the right time before you do anything: Too dry and you feel like digging in concrete, too damp and your wellies and spade turn into heavy weights you’d never even consider touching in the gym (I’d never go to such a place, feel I have my share of healthy excercise in our garden). My high spirits at the time of placing my bulb order (don’t we all get carried away at times…) and my diligence when it came to planting all these treasures are now amply rewarded. In the drive underneath the hydrangeas and winterhazel (Corylopsis spicata) a pastel-coloured carpet of crocuses unfolds: Crocus chrysanthus „Cream Beauty“, „Snowbunting“, the delightful Tomasini’s crocus C. tommasinianus „Lilac Beauty“, „Roseus“ and „Whitewell Purple“, Crocus „Yalta“ (terrific with two shades of violet) and a few saffron-yellow, unnamed specimens as highlights. Miniature narcissus create sunny islands, the first star-like, deep blue flowers of Scilla siberica „Spring Beauty“ are peeping out. All these bulbs naturalize easily. Spring is on our doorstep! The birds confirm it, chasing each other, madly in love and filling the air with their song. Back to the shrinking though (one of my favourite garden writers, Beverley Nichols, recommended this decades ago): Only flat down on your belly the subtle, fragile beauty of these heralds of spring can be appreciated. See for yourselves and it will open up a new, wonderful world! These days I spend a lot of my time „flat out“ to capture the fleeting beauty of the spring garden with my camera – and I love it! In the orchard I planted various late flowering narcissi along with Camassia quamash and C. cusickii. Every year the orchard is a sea of wildflowers (with a lot of different orchid species) and will be very pictorial. Up to the first mowing in July I just go through with the lawnmower creating winding paths. That looks romantic and it’s a pleasure for the senses to walk through, to linger and become part of nature. Isn’t spring a great time?

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Vor zwei Wochen hatten wir Lust auf Frühling und sind über die Montagne Noire ins Hérault nach Roquebrun, einem absolut traumhaft gelegenen Ort am Fluss Orb, gefahren. In den Montagne Noire herrschte tiefster Winter mit meterhohem Schnee, aber kaum waren wir auf dem Pass, lag das sonnenüberflutete Languedoc bereits vor uns. Wehte oben noch ein eisiger Wind, mussten wir uns unten die dicken Sachen vom Leib reissen.
Es war ein wohltuender Kontrast! In Roquebrun gibt es oberhalb des Städtchens inmitten der Felsen den Jardin méditerranéen, in dem nun die Mimosen (Acacia) blühen, zu deren Ehren alljährlich im Februar die „Fête de la Mimosa“ gefeiert wird. Abgesehen von den Mimosen gibt es zahlreiche andere spannende Pflanzen, vor allem Sukkulenten, die sich prima an das Klima angepasst haben. So war es einige Stunden lang wie Urlaub, und auf dem Heimweg nahmen wir im Gartencenter eine Mimose (Acacia dealbata) mit, die nun im Topf auf der Terrasse steht und uns mit ihren sonnengelben Blüten den Tag versüsst! Das Aveyron liegt zwar nicht gar so südlich, aber ich werde sie an ein geschütztes Fleckchen an der Südwand pflanzen. Ein Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides) wächst schon seit Jahren dort und hat selbst den letzten sehr kalten Winter gut überstanden, was mich so manche Frosthärten-Werte anzweifeln lässt…Eine Freundin hat eine Mimose in ihrem Garten in Buckinghamshire ausgepflanzt – mit Erfolg. Dann sollte es bei uns kein Problem sein. Es ist schön, wie sich ein kleiner Umzug positiv auf das Pflanzenspektrum auswirken kann.

Two weeks ago we felt this sudden urge for spring and went for a trip via the Montagne Noire to Roquebrun/Hérault, a beautifully located village on the river Orb. There was deepest winter in the Montagne Noire, snow at least a meter high, but as soon as we reached the pass, the Languedoc was lying in front of us, drenched in sunlight. Icy winds in the mountains and now 15°C and sunshine in Roquebrun made us quickly take off our woolen jumpers! Blessed contrast! High above the village is the Jardin méditerranéen -nestling between the rocks-  where the mimosa trees (Acacia) start to flower in February. There’s also the Fête de la Mimosa in Roquebrun to celebrate this pretty tree. Apart from mimosa trees there are lots of other interesting plants, mainly succulents which have adapted well to the climate. It was a bit like a holiday for us, and on the way home we stopped at a garden center (remember: never take a road trip with a gardener unless you don’t mind sharing your seat with a shrub  :)) and bought an Acacia dealbata which now sits happily on our terrace and brings a smile to our face with its sunny yellow flowers! The Aveyron isn’t as far south as the Languedoc but I will put it in a sheltered spot on the south-facing wall. A star jasmine (Trachelospermum jasminoides) has been growing here for ages and even survived last winter with subzero temperature for almost a fortnight… which makes me wonder about hardiness ratings…A friend of mine has planted a mimosa in her Buckinghamshire garden – so far successful. Then it shouldn’t be a problem here. It’s nice how a small move can enlargen the spectrum of plants that can be grown.

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