Archive für den Monat: Februar, 2013

Ich liebe Duftpflanzen! Dank des milden Wetters kann ich hier und da bereits schnuppern und mich freuen: Die Hamamelis blühen, die Winterheckenkirsche (Lonicera x purpusii) ist über und über mit kleinen, unscheinbaren, cremefarbenen Blüten bedeckt – aber oho, ihr Parfum steht im krassen Gegensatz zum Äusseren. Sarcococca confusa, ein buchsähnlicher, immergrüner Strauch, steht am Eingang zum Gemüsegarten und bietet ein intensives Dufterlebnis, ähnlich dem Jasmin. Dieser Strauch lässt sich gut in Form schneiden und ist eine wertvolle Strukturpflanze, nur windgeschützt möchte er stehen. In meinem Schweizer Berggarten steht ein Duft-Schneeball, Viburnum x bodnantense „Dawn“, der sich bei milder Witterung monatelang mit röhrenförmigen, rosafarbenen und süssduftenden Blüten schmückt. Manchmal stelle ich einen Zweig in eine Vase auf meinem Schreibtisch und bin im Glück (es braucht so wenig)! In meinem neuen Garten habe ich ebenfalls einen gepflanzt, muss mich aber vorerst noch gedulden; zum Glück wächst er schnell. Ein weiteres Schätzchen ist Abeliophyllum distichum: Dieser kleine Strauch (ca. 1.5m) wächst an Berghängen in Korea und bildet duftende, weisse Blüten, die sich ab dem Spätwinter öffnen. Er fühlt sich an einem sonnigen, geschützten Ort wohl und ist vom Habitus und Laub her eher bescheiden und will deshalb gut platziert werden. Meiner ist dieses Jahr zum ersten Mal voller Knospen, die sich in den nächsten Tagen öffnen werden – bin schon gespannt auf ihr Parfum. Meine Mahonia japonica „Bealei“ ziert sich noch ein wenig, aber auch da dauert es nicht mehr lang bis die Hummeln in ihre nach Honig duftenden Blüten tauchen können. So wird uns durch diese wunderbaren Duftpflanzen auf schönste Weise die Wartezeit verkürzt, und ehe man sich versieht, steht der Frühling vor der Tür!

I love scented plants! Thanks to the mild weather I can go around and enjoy some aromatherapy in my garden: The Hamamelis are flowering, the winter honeysuckle (Lonicera x purpusii) is covered in small, inconspicuous, creme-coloured flowers – but crikey, their perfume is something else and quite a contrast to the shrub’s general looks. Sarcococca confusa, aptly called christmas or sweet box, can be found at the entrance to my potager and offers an intensive „scent experience“, a bit similar to that of Jasminum. This shrub can easily be kept in shape and is a valuable structural plant but it prefers a sheltered spot. In my Swiss garden I have a mature specimen of Viburnum x bodnantense „Dawn“ which is covered in pink, sweet scented flowers for months. Sometimes I put a small branch in a vase on my desk and I am just happy (it takes so little). I have planted one in my new garden but have to be patient for a while; thankfully they grow pretty fast. A real treasure is Abeliophyllum distichum: This small shrub (appr. 1.5m) grows in the mountains of Korea and produces scented, white flowers which start to open from late winter onwards. It also prefers a sunny, sheltered spot and, as it is rather humble in appearance, it needs to be placed with care. Mine is for the first time full of promising buds this year and I am looking forward to their perfume. My Mahonia japonica „Bealei“ is still acting a bit coyly but it won’t be long before the bumble bees can dip into their honey scented blossoms. Thus scented plants shorten our time of waiting in the most pleasant way and before you know it spring is on your doorstep!

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If you ask people their definition of box they’re probably going to say something like „ah, peacocks, spheres and spirals“, and it is true that box usually finds its way into our gardens in the shape of topiary. Where I live though box is growing wild in the woods: They develop gnarled and picturesque branches and trunks covered in lichen and moss which flutter in the slightest breeze. Their branches sometimes meet overhead and entwine creating a tunnel and it’s magical to walk underneath, especially when it rains and you hear the soft dripping from the waxy leaves. It’s almost like walking through a jungle, all the lush foliage and only the twittering of birds, the muffled grunting of wildboar in the undergrowth and the splashing of ducks in the river; sometimes, when you’re lucky, you get a blue, flashy glimpse of a kingfisher…Looking at how beautiful box is growing in the wild it seems a pity that we only clip it into shape instead of letting them have their own way from time to time. Due to all the rain two large specimen got uprooted and they’re now lying beside the road. I guess I will fetch them with the trailor and give them a new home on the edge of our new pond. Surely they will look marvellous in the company of grasses, Fargesia, Cornus et al.

Fragt man Leute, was Buchs für sie bedeutet, werden sie wahrscheinlich so was wie „ach, Pfaue, Kugeln und Spiralen“ murmeln, und es stimmt: Buchs findet in unseren Gärten vor allem in Form von Topiary Verwendung. In unserer Gegend jedoch wächst Buchs wild und entwickelt knorrige, malerische Zweige und Stämme, bedeckt von Flechten und Moosen, die in der leichtesten Brise flattern. Ihre Zweige treffen treffen manchmal hoch oben aufeinander und bilden eine Art Tunnel, in dem man geborgen und verwunschen spazieren darf. Das ist besonders schön, wenn es regnet und man das sanfte Tropfen von den wächsernen Blättern vernimmt. Es ist fast wie in einem Dschungel, all der üppige Bewuchs, Vogelgezwitscher, das gedämpfte Grunzen der Wildschweine im Unterholz und das Geplantsche der Enten im Fluss; wenn man Glück hat, erhascht man einen leuchtendblauen, flüchtigen Blick auf einen Eisvogel…Wenn man sieht, wie schön Buchs wild wächst, ist es schade, dass wir ihn immer schneiden anstatt ihm von Zeit zu Zeit seinen eigenen Willen zu lassen. Aufgrund des Regens wurden zwei grosse Exemplare entwurzelt und liegen jetzt am Strassenrand. Ich glaube, ich werde sie mit dem Anhänger holen und ihnen eine neue Heimat an unserem neuen Teich geben. Bestimmt werden sie in der Gesellschaft von Gräsern, Fargesia, Cornus et al. wunderbar aussehen._MG_9599_laney _MG_9601_vallée_de_bonnan

Witch hazels make our hearts glow: From early winter to early spring they unfurl their buds and reveal dainty, often perfumed flowers that pop out like yellow, orange or red ribbons which seem to wave at you „Hey-ho…winter can be pretty too“. They are not bothered about snow and ice, just face it out and keep up the show no matter what the season throws at them. I’d love to be a bit a more like them…These deciduous, mostly vase-shaped shrubs or small trees come from Eastern North America and China and prefer moisture retaining, neutral to acid soil but as with most plants they are pretty adaptable. I was reluctant to try, feeling I couldn’t provide the conditions they like but then „Diane“ moved in and did well, although summers are very dry, the soil not great. She hated the snow though as branches snap quite easily and we used to not only get a sprinkling but tons of it. They say Hamamelis don’t like to be disturbed but I dug mine up when we moved and it went through some rough handling until it could settle into new ground…but it has never looked back and is thriving beautifully, right now covered over and over in spidery flowers the colour of oxblood which will eventually fade to burnt orange. „Diane“ is not great for scent but the flowers and autumn colours are pure magic. For scent I chose Hamamelis mollis, the Chinese witch hazel which is still small but already glowing golden-yellow from afar. It sits between compost and woodshed and makes the regular trips to these places in winter definitely more enjoyable. A lot of different varieties are now available and it’s a good idea to visit an arboretum like Kalmthout in Belgium where a lot of the cultivars were bred or a good nursery. Other good Hamamelis: H. x intermedia „Arnold Promise“ & „Jelena“, H. vernalis „Sandra“, H. mollis „Pallida“.

The witch hazel is one of those plants that look stunning from a distance but its delicate beauty can only be appreciated when you get very close…and beware, you are easily bewitched…and maybe even bewildered.

Zaubernüsse wärmen unser Herz: Vom zeitigen Winter bis in den Frühling hinein öffnen sie ihre Knospen und offenbaren zarte, oft duftende Blüten, die wie gelbe, orangefarbene oder rote Bänder herauspoppen und einem zuzuwinken scheinen „Hey-ho, der Winter kann auch schön sein“. Schnee und Eis sind ihnen egal, sie harren aus und halten die Schau aufrecht, ganz egal, was ihnen die Jahreszeit aufbürdet. Ich wäre gerne mehr wie sie…Diese laubabwerfenden, meist vasenförmigen Sträucher oder kleinen Bäume kommen aus dem Osten Nordamerikas und China und bevorzugen feuchtigkeitsspeichernde, neutrale bis saure Erde, aber wie die meisten Pflanzen sind sie sehr anpassungsfähig. Erst habe ich gezögert, sie auszuprobieren, dachte, ich könnte ihnen nicht die gewünschten Bedingungen bieten, aber dann hielt „Diane“ Einzug und machte sich gut, obgleich die Sommer sehr trocken sind, der Boden nicht besonders ist. Sie hasste jedoch den Schnee, denn die Zweige brechen leicht, und wir hatten nicht nur ein wenig Schnee sondern Tonnen davon. Man sagt auch, Zaubernüsse möchten nicht umgepflanzt werden, aber ich grub meine aus, als ich umzog, und sie machte einiges mit, ehe sie sich neu etablieren konnte…nun sie gedeiht prächtig und ist -momentan- über und über mit ochsenblutroten, spinnenähnlichen Blüten bedeckt, die später die Farbe von verbranntem Orange annehmen. „Diane“ duftet nicht sehr, aber ihre Blüten und Herbstfärbung sind pure Magie. Für Duft wählte ich Hamamelis mollis, die Chinesische Zaubernuss, die zwarnoch klein ist, aber bereits jetzt von weit goldgelb glüht. Ich habe sie zwischen Kompostplatz und Holzschober gepflanzt, was die regelmässigen Gänge dorthin im Winter sehr angenehm macht. Viele Sorten sind heute erhältlich, und es ist eine gute Idee, ein Arboretum wie Kalmthout in Belgien, wo viele Kultivare gezüchtet wurden oder eine gute Baumschule aufzusuchen. Weitere empfehlenswerte Hamamelis: H. x intermedia „Arnold Promise“ & „Jelena“, H. vernalis „Sandra, H. mollis „Pallida. Die Zaubernuss gehört zu den Pflanzen, die von fern atemberaubend aussehen, aber ihre zarte Schönheit kann nur von der Nähe geschätzt werden…und Achtung, man ist leicht verhext.

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