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Der Winter ist eine gute Zeit, scheinbar Unscheinbares genauer zu begutachten. An einem Regentag fiel mir die Miniatur-Welt der Moose auf: Sie schmückte sich mit Tausenden von glitzernden Regentropfen, funkelnd wie Diamanten. Es gibt ca. 16000 Arten von Moosen; sie entwickelten sich ursprünglich aus Algen und  begrünen seit ca. 400 Mio. Jahren unseren Planeten. Da sie schwachwüchsig und klein sind, weichen sie auf Orte aus, an denen sich sogenannte höhere Pflanzen nicht etablieren können. So leben Moose z.B. auf Felsen und Baumrinden, wo sie eine wichtige Rolle für Kleinstlebewesen und als Saatbett für Blütenpflanzen spielen. Man findet sie in Bergwäldern, Mooren, der Tundra, Polargebieten und im Regenwald, selten in der Wüste. Manche Gärtner bekämpfen es im Rasen, was schade und meist vergeblich ist. In Japan wird es geschätzt und gehegt. Neuen Gartenvasen, -urnen und -statuen fehlt die Patina, deshalb macht man sie nass/weicht sie ein, bestreicht sie einen Tag später mit einer Mischung von 1 Teil Yogurth und 2 Teilen Wasser und bewahrt sie im Schatten auf. Nach einiger Zeit siedeln sich Moose an und sorgen für den authentischen „Look“.